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Die EU-grundrechtskonforme Ausgestaltung des Access to Justice auf dem Gebiet eines neuen europäischen Datenschutzrechts
Verordnungsvorschläge und Handlungsempfehlungen an den Verordnungsgeber - (Stand 12/2015)
Veronika Deimel
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Hannes Tretter
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22108.32504.668960-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Dissertation aus dem Fach Rechtswissenschaften beurteilt die Vorschläge für eine Datenschutz-Grundverordnung in der Fassung der EU-Kommission vom 25.01.2012, des Europäischen Parlaments vom 12.03.2014 und des Rats vom 16.05.2015 mit dem Fokus auf das Datenschutzrecht. Untersuchungsgegenstand ist der Access to Justice, welcher ein Grundrecht der Betroffenen von Datenschutzverletzungen darstellt, der aber durch zahlreiche Hindernisse und Unklarheiten insbesondere im Rahmen der verfahrensrechtlichen Vorschriften der DS-GVO erschwert wird. Im Rahmen der Dissertation werden zunächst die bestehenden Lücken und Widersprüche aller offiziellen Entwurfsfassungen der DS-GVO eruiert. Im Anschluss werden die zuvor herausgearbeiteten Missstände bewertet und im Wege einer gestalterischen Vorgehensweise mit eigenen Alternativvorschlägen der Verfasserin in einer synoptischen Darstellung ersetzt bzw. ergänzt. Neben den Rechtsvergleichen tragen auch narrative Fachgespräche dazu bei, die Lücken aufzuzeigen und nach Möglichkeit zu schließen. Kern der Alternativvorschläge ist der Fokus auf die verfahrensrechtlichen Vorschriften der Verordnungsentwürfe. Er beinhaltet eine Stärkung der Datenaufsichtsbehörden unter Berücksichtigung der Souveränität der Mitgliedstaaten und eine Eindämmung der übermächtigen Position der Kommission, welche sie sich selbst im Initial-Entwurf zugedacht hatte. Im Interesse der Rechtssicherheit muss die Vollharmonisierung der Datenschutzregeln auf EU-Ebene in einem so detaillierten Regelungsinstrumentarium stattfinden, dass für Betroffene bereits auf mitgliedstaatlicher Ebene und vor allem auch bei komplexeren grenzüberschreitenden Sachverhalten ausreichende Rechtssicherheit gewährleistet wird. Auch wenn die ursprüngliche Fassung der DS-GVO mittlerweile aufgrund der Änderungen durch das Parlament und den Rat auf materieller Ebene konsolidiert, optimiert und korrigiert wurde, bliebe diese eine bloße Makulatur, wenn auf prozessualer Ebene kein zeitgemäßer, stabiler, kohärenter und umfassender Datenschutz-Rechtsrahmen geschaffen würde. Dies ist für die Verwirklichung des Rechts auf Datenschutz durch die Schaffung wirksamer Rechtsbehelfe und mithin einen effektiven Zugang zum Recht unumgänglich.
Abstract
(Englisch)
This dissertation in the field of law examines the legal proposals for a General Data Protection Regulation (GDPR) as amended by the European Commission on 25/01/2012, by the European Parliament on 12/03/2014 and by the European Council on 16/05/2015 with a focus on data protection law. The object of study is the access to justice, which is a fundamental right of those affected by data breaches and is not easily obtained because of numerous obstacles and uncertainties in the context of the procedural rules of the GDPR. The dissertation begins by investigating the gaps and contradictions in all versions of the GDPR. The previously worked out grievances of the GDPR then are assessed and replaced or supplemented using a creative approach with the author’s own statutory recommendations in the form of alternative proposals in a synoptic report. In addition to comparative law between the GDPR drafts, narrative professional discussions also contribute to highlighting the gaps and possibly remedying them. The core of the alternative proposals for individual articles is the focus on the procedural provisions of the draft regulations. It includes strengthening the powers of the data supervisory authorities, while taking into account the sovereignty of the Member States and containing the powerful role of the Commission, which was intended by the Commission for itself in the initial draft of the GDPR. In the interests of legal certainty, the full harmonization of the data protection rules at EU level must take place in a regularization instrument that is sufficiently detailed to provide adequate legal security for those already affected at Member State level, and especially in complex cross-border issues. Even though the GDPR has now been consolidated, optimized and corrected in the meantime due to numerous changes by the responsible EU institutions at the material level, the GDPR would remain merely a maculation if a contemporary, more stable, coherent and comprehensive data protection legal framework was not created at the procedural level. This is imperative for the realization of the right to privacy through the creation of effective remedies and effective access to justice.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Datenschutzrecht Access to Justice DSGVO EU-Datenschutzgrundverordnung EU-Recht
Autor*innen
Veronika Deimel
Haupttitel (Deutsch)
Die EU-grundrechtskonforme Ausgestaltung des Access to Justice auf dem Gebiet eines neuen europäischen Datenschutzrechts
Hauptuntertitel (Deutsch)
Verordnungsvorschläge und Handlungsempfehlungen an den Verordnungsgeber - (Stand 12/2015)
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
XIX, 433 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Alina-Maria Lengauer ,
Wolfgang Wessely
Klassifikation
86 Recht > 86.55 Datenschutzrecht
AC Nummer
AC15226443
Utheses ID
47126
Studienkennzahl
UA | 783 | 101 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1