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Antinationale Demokratie
ein Versuch im Anschluss an Karl Renner
Christoph Reiter
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Johannes Feichtinger
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14025.54845.640464-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit versucht über das problematische Konzept der Nation hinwegzukommen, wobei die Schriften Karl Renners den Ausgangspunkt der Überlegungen darstellen, und sie stellt in einer Erweiterung von Renners Gedanken die Theorie einer antinationalen Demokratie auf. Dazu wird Renners Kritik an der Nation erweitert. Im Gegensatz zu Renner, der an der Nation als autonomer und deterritorialisierter Kulturnation festhält, und sie lediglich von alleiniger Souveränität im territorialen Nationalstaat trennt, wird in der Arbeit die These vertreten, dass die Nation in Renners Modell weiterhin rechtliche Ausschlüsse mit sich führt und daher der Idee der Demokratie, deren höchstes Prinzip Egalität ist, entgegensteht. Es bedarf daher einer bewusst antinationalen Haltung, die in Verbindung mit einer bewusst demokratischen Identität den Anfangspunkt eines Angriffs auf den territorialen Nationalstaat bedeuten soll. Die demokratische Identität verfolgt das Ziel einer bei Renner beschriebenen prozessualen Demokratie. Demokratie ist dabei als ständige Abfolge von rechtlicher Setzung durch das Parlament und anschließender Umsetzung der Rechte durch den Staat gekennzeichnet, wobei das Ziel verfolgt wird, möglichst alle Menschen den Tatsachen entsprechend zu repräsentieren und größtmögliche Egalität herzustellen. Eine zentrale Forderung stellt dabei das Gewähren von aktivem und passivem Wahlrecht für alle dauerhaft in einem Territorium Wohnenden dar, weil dadurch die rechtlich Ausgeschlossenen am Entscheidungsfindungsprozess teilhaben können. Die relevanten Territorien sind Kreise, die die nationale Grenzziehung ablösen und als neue Vertretungs- und Verwaltungskörperschaften instituiert werden müssen. Antinationale Demokratie ist somit als eine staatliche Idee zu fassen, die sich selbst dauerhaft reformiert, um rechtliche Ausschlüsse zu verringern und Egalität zu verwirklichen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
nation democracy sovereignty Karl Renner
Schlagwörter
(Deutsch)
Nation Demokratie Souveränität Karl Renner
Autor*innen
Christoph Reiter
Haupttitel (Deutsch)
Antinationale Demokratie
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Versuch im Anschluss an Karl Renner
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
111 Seiten : Diagramm
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johannes Feichtinger
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.42 Kulturphilosophie ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.02 Philosophie und Theorie der Geisteswissenschaften ,
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC15146360
Utheses ID
47541
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1