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Zur Bedeutung individueller Sozialintegration für die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen in Österreich
Claudia Mercedes Bravo Iporre
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Bernhard Kittel
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18500.39357.737662-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung individueller Sozialintegration für die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen in Österreich. Diese gilt trotz Zugang zum Arbeitsmarkt mit positivem Asylbescheid als schwierig, insbesondere für Frauen aus Herkunftsländern wie Afghanistan und Somalia, die aufgrund ihrer Fluchterfahrung, ihres Geschlechts und der traditionellen Geschlechterrollen und Familienstrukturen in ihren Herkunftsländern eine mehrfachbelastete Risikogruppe darstellen. Fehlende Berufserfahrung oder Dequalifizierung behindern die Arbeitsmarktintegration ebenso. Außerdem kommt es besonders in der Privatwirtschaft zu Diskriminierung aufgrund der Religion. Da Arbeitsmarktintegration folglich nicht nur eine Frage materieller Interdependenzen ist, sondern maßgeblich von der individuellen Sozialintegration der geflüchteten Frauen beeinflusst wird, befasst sich die vorliegende Masterarbeit mit ihrer individuellen Integration entlang der Dimensionen Kulturation, Platzierung, Interaktion und Identifikation. Als wichtige Faktoren werden herkunfts- und aufnahmelandspezifisches Human- und Sozialkapital betont. Die im Rahmen dieser Masterarbeit durchgeführte empirische Untersuchung fokussierte auf die Frage, welche Dimensionen der individuellen Sozialintegration für die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen förderlich sind, also über die bloße Platzierung und den rechtlichen Zugang zum Arbeitsmarkt hinausgehen. Mittels problemzentrierten Interviews wurde nach der Rolle und den Zusammenhängen der vier Dimensionen der individuellen Sozialintegration im Hinblick auf die Arbeitsmarktintegration gefragt. Die Interviews wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Analyseergebnisse zeigen die große Bedeutung von individueller Sozialintegration vor allem in ihrer strukturellen aber auch kulturellen und sozialen Dimension. Rascher Spracherwerb, mitgebrachte Qualifikationen sowie soziale Kontakte stellen wichtige Bausteine für eine gute Arbeitsmarktintegration dar. Die Verflechtungen der einzelnen Dimensionen verweisen darauf, dass die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen nicht nur als strukturelle Integration verstanden werden kann. Die Nichtanerkennung von Bildungsabschlüssen Frauen sowie Diskriminierung aufgrund Religiosität drängt sie in ethnisch geprägte Nischenarbeitsmärkte, für die die kulturelle und soziale Dimension der Integration besonders förderlich sind.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Arbeitsmarktintegration Sozialintegration geflüchtete Frauen
Autor*innen
Claudia Mercedes Bravo Iporre
Haupttitel (Deutsch)
Zur Bedeutung individueller Sozialintegration für die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen in Österreich
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
VI, 86 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bernhard Kittel
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.33 Frau ,
71 Soziologie > 71.42 Wirtschaftliche Faktoren ,
85 Betriebswirtschaft > 85.00 Betriebswirtschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC15179633
Utheses ID
47779
Studienkennzahl
UA | 066 | 914 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1