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Felt obligation in emerging adulthood
Luisa Unterharnscheidt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Harald Werneck
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.55043
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30919.20688.790354-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Felt Obligation (Stein, 1992) beschreibt die von einem erwachsenen Kind wahrgenommenen, sich wandelnden Erwartungen hinsichtlich “angemessener” Verhaltensweisen in Bezug auf die Eltern im Laufe des Erwachsenenlebens. Die Ausprägung von Felt Obligation ist abhängig von individuellen sowie familiären Faktoren und stellt eine Reflexion von Verhaltensmustern in der Eltern-Kind-Beziehung dar (Stein, 1992, 1993, 2009). Felt Obligation scheint im jungen Erwachsenenalter besonders stark ausgeprägt – im Kontext der von Selbstexploration geprägten Lebensphase Emerging Adulthood (Arnett, 2000; Stein, 1992; Stein et al., 1998). Daher wurden in der vorliegenden Studie junge Erwachsene hinsichtlich Felt Obligation befragt, um soziodemographische sowie familiäre Einflussfaktoren auf Felt Obligation zu identifizieren als auch den Einfluss der Individuation von den Eltern in Emerging Adulthood auf Verpflichtungsgefühle gegenüber den Eltern genauer zu beleuchten. In Form einer Online-Studie wurden 350 Emerging Adults (278 Frauen, 70 Männer, 2 Personen ohne Kategorie) im Alter von 18 bis 29 Jahren (M = 23.40, SD = 3.24) befragt. Mit Hilfe einer deutschen Übersetzung der „Felt Obligation Measure“ (Stein, 1992) wurde Felt Obligation mit den Skalen Contact and family ritual, Conflict avoidance, Assistance, Self-sufficient und Personal sharing erfasst. Die Eltern-Kind-Beziehung wurde anhand der Skalen Support seeking, Connectedness, Intrusiveness, Self-reliance und Fear of disappointing the parent der deutschen Version des “Individuation Test for Emerging Adults” in der Kurzform erhoben (ITEA-S, Komidar et al., 2011, 2016). Obwohl viele Studienergebnisse von Stein und Kollegen repliziert werden konnten, zeigten sich auch starke Unterschiede. Der Auszug aus dem Elternhaus konnte als wichtiger Wendepunkt bezogen auf Felt Obligation gegenüber der Mutter ausgemacht werden: Personen, die noch zuhause leben, fühlen sich deutlich stärker verpflichtet als TeilnehmerInnen, die bereits ausgezogen sind. Die Studienergebnisse deuten an, dass Felt Obligation gegenüber Mutter und Vater stark differenziert werden muss und maßgeblich durch die Beziehung von Mutter und Vater untereinander sowie die Eltern-Kind-Beziehung geprägt ist. Felt Obligation gegenüber dem Vater erweist sich zum Beispiel merklich beeinflusst durch den Beziehungsstatus der Eltern: StudienteilnehmerInnen, die angeben, dass ihre Eltern verheiratet oder in einer Beziehung sind, fühlen sich in Bezug auf den Vater deutlich stärker verpflichtet als Personen, die von getrennten Eltern berichten. Des Weiteren wurde ersichtlich, dass sowohl Support seeking als auch Fear of disappointing a parent stark zu Felt Obligation beitragen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Felt Obligation Emerging Adulthood Eltern-Kind-Beziehung
Autor*innen
Luisa Unterharnscheidt
Haupttitel (Deutsch)
Felt obligation in emerging adulthood
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
97 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Werneck
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC15260344
Utheses ID
48648
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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