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Entwicklung dermaler Systeme auf Basis von Phospholipid- und Kohlenhydrat-basierten Tensiden und Etablierung von Zellkultur-Versuchen
Christina Riegler
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Pharmazie
Betreuer*in
Claudia Valenta
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22758.71068.456653-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Haut stellt mit einer Oberfläche von 1,5–2 m2 das größte Organ des Menschen dar. Aufgrund dessen steht die Entwicklung dermaler Arzneiformulierungen zur Therapie von dermatologischen und systemischen Erkrankungen im Mittelpunkt der pharmazeutischen Technologie. Da die starke Barrierefunktion des Stratum corneum nur schwer überwunden werden kann, macht man sich den Einsatz von Tensiden als Penetrationsförderer zunutze. Die Arbeit beschäftigte sich deshalb mit der Entwicklung geeigneter dermaler Systeme. Es wurden Dispersionen und Submikronemulsionen unterschiedlicher Zusammensetzung hergestellt. Hierbei wurden herkömmliche Tenside wie APG, Tween 80, SDS und SLES genutzt; der Fokus wurde jedoch auf den Einsatz von natürlich vorkommenden Lecithinen gelegt. Nach der Herstellung wurden alle Formulierungen mittels pH-Meter, Rheometer und Zetasizer über 20 Wochen auf Stabilität untersucht. Das Hauptziel der Arbeit stellte die Testung der Hautverträglichkeit der Tenside durch Durchführung von MTT-Zytotoxizitätstests unter Verwendung zweier, eigens kultivierter dermaler Zelltypen dar. Zusätzlich wurde der Einfluss der Formulierungen auf das Penetrationsverhalten eines Modellarzneistoffes durch die Epidermis mithilfe von Franz-Diffusionsversuchen ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Formulierungen über einen Zeitraum von 20 Wochen aufgrund von fehlender Konservierung und Stabilisatoren nicht stabil bleiben. Die beiden Tenside SDS und SLES weisen aufgrund ihrer proteindenaturierenden Wirkung ein erwartungsgemäß hohes zytotoxisches Potential sowohl auf Fibroblasten, als auch Keratinozyten auf. Lecithine zeigen im Gegensatz dazu deutlich hautfreundlichere Eigenschaften. Zusätzlich haben sie einen positiven Einfluss auf die Permeationsrate des ausgewählten Modellarzneistoffes in Diffusionsversuchen. Die Weiterentwicklung zu stabileren Lecithin-haltigen Arzneiformulierungen ist deshalb von großem Interesse.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Entwicklung dermaler Systeme Submikronemulsionen Tenside Lecithine Stabilitätsuntersuchung Zetasizer Rheometer Diffusionsversuche Franzzellen Zellkultur MTT-Assay Fibroblasten Keratinozyten
Autor*innen
Christina Riegler
Haupttitel (Deutsch)
Entwicklung dermaler Systeme auf Basis von Phospholipid- und Kohlenhydrat-basierten Tensiden und Etablierung von Zellkultur-Versuchen
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
100 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Claudia Valenta
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.99 Naturwissenschaften allgemein: Sonstiges ,
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC15271114
Utheses ID
48802
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1