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Erfahrungen von hochkonflikthaften Scheidungseltern mit angeordneter Erziehungsberatung nach § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG
Clarissa Pelzer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Tamara Katschnig
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17488.22050.213760-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich, im Kontext von Hochstrittigkeit bei Trennung und Scheidung, mit Erfahrungen von Eltern mit angeordneter Erziehungsberatung nach § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG. Mit den Eltern wurden qualitative Leitfadeninterviews geführt, welche anhand der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Ebenfalls wurden den Eltern Kurzfragebögen vorgegeben, welche anhand von Statistiksoftware ausgewertet wurden. In einem letzten Schritt erfolgte, im Sinne von Mixed-Methods, eine Zusammenführung der qualitativen und quantitativen Forschungsergebnisse. Im Rahmen der Erhebung in dieser Masterarbeit und vor dem Hintergrund unterschiedlicher Qualitätsdimensionen (Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität) wurden bedeutsame Faktoren, wie beispielsweise die Anordnung der Erziehungsberatung nach § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG, die Erfüllung von Erwartungen sowie das Erleben von Veränderungen durch die angeordnete Erziehungsberatung nach § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG oder die Beratungsbeziehung zum Berater/zur Beraterin (insbesondere unter Berücksichtigung des Zwangskontextes) herausgearbeitet und durch bisherige Forschungsliteratur in diesem Bereich ergänzt. Es ergab sich in den Interviews und Kurzfragebögen ein heterogenes und komplexes Bild. Einerseits zeigte sich, dass die Eltern in der Erziehungsberatung nach § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG zwar vorwiegend positive Erfahrungen machen und positive Veränderungen erleben, beispielsweise die Wiederherstellung des Kontakts zum eigenen Kind, jedoch andererseits ebenso negative Erfahrungen schildern, die sich vor allem auf ein fehlendes Vertrauensverhältnis und eine Infragestellung der Objektivität der BeraterInnen bezogen. Zusammenfassend können im Bereich der angeordneten Erziehungsberatung nach § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG qualitätssichernde Erhebungen und Rückschlusse aus diesen dazu beitragen, die größtenteils schwierigen Faktoren und Bedingungen dieser Form von Erziehungsberatung herauszuarbeiten, zu analysieren und gegebenenfalls zu verändern.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Erziehungsberatung Erziehung Familie Kind Eltern Trennung Scheidung Beratung Mixed-Methods Inhaltsanalyse Interview Fragebogen
Autor*innen
Clarissa Pelzer
Haupttitel (Deutsch)
Erfahrungen von hochkonflikthaften Scheidungseltern mit angeordneter Erziehungsberatung nach § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
140 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Tamara Katschnig
Klassifikationen
79 Sozialpädagogik, Sozialarbeit > 79.17 Soziale Arbeit in Lebens- und Familienkrisen ,
79 Sozialpädagogik, Sozialarbeit > 79.30 Beratungskunde ,
80 Pädagogik > 80.03 Methoden und Techniken der Pädagogik ,
80 Pädagogik > 80.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
80 Pädagogik > 80.20 Teilgebiete der Pädagogik ,
80 Pädagogik > 80.36 Erziehung und Gesellschaft ,
80 Pädagogik > 80.40 Erziehungsinhalte: Allgemeines ,
80 Pädagogik > 80.59 Erziehungsinhalte: Sonstiges ,
80 Pädagogik > 80.82 Erziehung innerhalb der Familie
AC Nummer
AC15272338
Utheses ID
49043
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
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