Detailansicht

Das Wirken des Kardinals Henry Beaufort im Heiligen Römischen Reich
Daniel Andreas Hauser
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Geschichte)
Betreuer*innen
Meta Niederkorn ,
Christoph Augustynowicz
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22755.06927.435764-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Kardinal Henry Beaufort, Bischof von Winchester, war einer der prägenden Kirchenmänner in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, der eine bedeutende Rolle sowohl auf dem Konzil von Konstanz als auch während des vierten Hussitenkreuzzuges, so gerade bei der Reichsversammlung von Frankfurt, spielte. In seiner Person bündeln sich die großen Fragen seiner Zeit: Schisma, Wiclifismus/Hussitismus und Ansätze der Reichsreform, zudem der in seine entscheidende Phase tretende Hundertjährige Krieg. Überhaupt stellt das Wirken Beauforts im Reich einen Höhepunkt der deutsch-englischen Beziehungen im Mittelalter dar. Sein überregionales Agieren, seine persönliche Bekanntschaft mit den Großen seiner Zeit und nicht zuletzt seine Rolle als Wirtschaftstreibender unterstreichen die Bedeutung seiner Vita und rechtfertigen insofern eine biographische Herangehensweise. Im Zuge dieser Arbeit wird zum einen das Beziehungsgeflecht zwischen England und dem Heiligen Römischen Reich, zum anderen die Verbindungen zum Papsttum. In der Person Henry Beaufort zeigt sich idealtypisch die untrennbare Verflechtung zwischen Geistlichkeit und Weltlichkeit im Mittelalter. Einen Schwerpunkt stellt die Ketzerdiskussion dar, bei welcher gerade auch die österreichische Situation (Wiener Universität) miteinzubeziehen ist. Im kirchen-politischen Wirken Beauforts wird ein (gerade nach spätmittelalterlichen Maßstäben) gewaltiger Aktionsradius ersichtlich, der transnational-„europäische“ Dimensionen aufweist und sich von einer Konzilsteilnahme bis hin zu Kriegsschauplätzen erstreckt. Der Fokus wird bewusst auf diesen überregionalen Raum gelegt, um eine eingeengte nationale Betrachtung zu vermeiden.
Abstract
(Englisch)
Cardinal Henry Beaufort, bishop of Winchester, was one of the most distinctive churchmen of the first half of the 15th century who played a major role at the Council of Constance and as papal legate during the fourth Hussite Crusade, including the Diet of Frankfurt. The great questions of his time are concentrated in his person: schism, Wiclifism/Hussitism and approaches to imperial reform, as well as the Hundred Years’ War was entering its decisive phase. In general, Beaufort’s activities in the Holy Roman Empire represent a culmination of Anglo-German relations in the Middle Ages. His supraregional acting, his personal acquaintance with the leading persons of his time and last but not least his role as an economist emphasize the importance of his vita and thus justify a biographical approach. In the course of this work, on the one hand the relationship between England and the Holy Roman Empire is considered, on the other hand the connections to the papacy. In the person of Henry Beaufort, the inseparable linkage between clergy and worldliness in the Middle Ages shows itself to be ideal. A focal point is the discussion of heretics, in which the Austrian situation (University of Vienna) is to be included. Beaufort’s church-political work reveals a huge range of action (especially in the late medieval world) that has transnational-“European” dimensions and extends from a participation in an ecumenical council to theatres of war. The focus is deliberately placed on this supraregional area in order to avoid a narrow national view.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Beaufort Council Constance Diet Frankfurt Hussites Tax Crusade Legation
Schlagwörter
(Deutsch)
Beaufort Konzil Konstanz Reichsversammlung Reichstag Frankfurt Hussiten Reichssteuer Kreuzzug Legation
Autor*innen
Daniel Andreas Hauser
Haupttitel (Deutsch)
Das Wirken des Kardinals Henry Beaufort im Heiligen Römischen Reich
Paralleltitel (Englisch)
The Acting of Cardinal Henry Beaufort in the Holy Roman Empire
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
265 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Christian Lackner ,
Eva Schlotheuber
Klassifikationen
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.5 ,
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.50 Kirchengeschichte, Dogmengeschichte ,
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.52 Mittelalterliches Christentum ,
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.54 Katholizismus ,
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.14 Diplomatik, Epigraphik ,
15 Geschichte > 15.30 Europäische Geschichte in Mittelalter und Neuzeit: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.33 Hoch- und Spätmittelalter ,
15 Geschichte > 15.41 Deutsche Geschichte bis 1499 ,
15 Geschichte > 15.49 Ostmitteleuropa ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich ,
15 Geschichte > 15.61 Tschechien, Slowakei, Ungarn ,
15 Geschichte > 15.64 Großbritannien, Irland ,
15 Geschichte > 15.65 Frankreich
AC Nummer
AC15294300
Utheses ID
49532
Studienkennzahl
UA | 792 | 312 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1