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Individuelle Altersbilder und Gesundheitsverhalten
Anja Riedl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Anton-Rupert Laireiter
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22748.63948.975960-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit den Zusammenhängen individueller Altersbilder und dem selbstberichteten Gesundheitsverhalten im Alter. Bisherige Studien dazu basieren vorwiegend auf der eindimensionalen Erhebung des Altersbildes. Dabei bleibt unklar, ob viele positive oder wenig negative Altersassoziationen zu mehr Engagement im Gesundheitsverhalten beitragen. Dem soll nun mithilfe eines multidimensionalen Erhebungsinstruments nachge-gangen werden. Zugleich sollen psychologische Wirkmechanismen der Effekte individueller Altersbilder untersucht werden, nämlich Selbstregulationsstrategien, Kontrollüberzeugungen und Affekte. Um dies zu überprüfen wurden 252 Personen im Alter von mindestens 65 Jahren und ohne kognitive Einschränkungen in einer online Studie befragt. Dabei zeigte das negative Altersbild einen Zusammenhang mit weniger körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung sowie mehr traditionellem Gesundheitsverhalten. Vermittelt wurde dieser Effekt für die körperliche Aktivität über die Anwendung der Selbstregulationsstrategie Kompensation, für das traditionelle Gesundheitsverhalten über den positiven Affekt und die Kontrollüberzeugung soziale Externalität. Das positive Altersbild zeigte lediglich hinsichtlich mehr körperlicher Aktivität einen Effekt. Dieser wurde vermittelt über die Selbstregulationsstrategie Kompensation sowie den positiven Affekt. Daneben moderierte das positive Altersbild den Zusammenhang zwischen negativem Altersbild und dem Ernährungsverhalten. Zusammengefasst weist das negative Altersbild mit allen untersuchten Gesundheitsverhaltensdimensionen Zusam-menhänge auf, das positive Altersbild nur mit körperlicher Aktivität. Dessen Ausprägung diente jedoch als Puffer ungünstiger Effekte negativer Altersassoziationen auf die Ernährung. Auch wenn der Effekt positiver Altersassoziationen kleiner und spezifischer ausfiel, so bekräftigen die Befunde dennoch die Notwendigkeit die positiven Altersassoziationen zu erhöhen um eine gesundheitsbewusste Lebensführung im Alter zu fördern. Auf Basis der überdurchschnittlich gebildeten und engagierten Stichprobe ist die Verallgemeinerung dieser Ergebnisse auf die Allgemeinbevölkerung jedoch nur eingeschränkt möglich.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Altersbild körperliche Aktivität gesunde Ernährung traditionelles Gesundheitsverhalten ältere Personen
Autor*innen
Anja Riedl
Haupttitel (Deutsch)
Individuelle Altersbilder und Gesundheitsverhalten
Paralleltitel (Englisch)
Individual views on aging and health behavior
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
103 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anton-Rupert Laireiter
Klassifikation
77 Psychologie > 77.58 Alterspsychologie
AC Nummer
AC15350545
Utheses ID
49606
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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