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Early Textile Technologies in the Anatolian-Aegean World
from Neolithic to Early Bronze Age
Christopher Jan Britsch
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Urgeschichte und Historische Archäologie)
Betreuer*innen
Barbara Horejs ,
Michael Doneus
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17287.58043.789471-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Kleider machen Leute. Während der Großteil historischer Handwerke sich verändert hat oder verschwunden ist, hat die Textilproduktion ihre Rolle als Quelle ganz alltäglicher Notwendigkeiten wie Kleider, sowie besonderer repräsentativer Objekte erhalten. Es stellt sich dabei die Frage, wann die Textilproduktion diese wichtige Bedeutung gewonnen hat und wie sich das Handwerk zu dem entwickelt hat, was es bis heute ist. Das Ziel der vorliegenden Thesis ist es, die anfänglichen Stadien der Textilproduktion zu untersuchen und zu analysieren, um so Informationen über deren Entstehung, sowie deren technologische und soziale/kulturelle Entwicklung zu erlangen. Die Studie widmet sich dabei der Analyse von Spinnwirteln und Webgewichten des 7. bis zum Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. aus Griechenland, der Ägäis, Bulgarien, Türkisch Thrakien und Westanatolien. Den ursprünglichen Anstoß für dieses Projekt gaben die Untersuchungen der Textilgeräte des Çukuriçi Höyük, eines prähistorischen Tells, gelegen an der Westanatolischen Ägäisküste. Die dort durchgeführten Forschungen konnten den potenziellen Erkenntnisgewinn von Analysen in dieser Region aufzeigen und wiesen bereits die Verbindung westanatolischer, griechischer und bulgarischer Technologien nach. Um ein tiefergehendes Verständnis von Innovationstransfer, sowie von der Verbreitung sozialer und kultureller Aspekte im gesamten Anatolisch-Ägäischen Raum zu erlangen, wurden Textilwerkzeuge von 31 Fundorten der Forschungsregion aufgenommen. Die dadurch erhobenen Daten wurden mittels analytisch statistischer Methoden, wie der TwoStep Cluster Analyse und non-parametrischen Varianzanalysen, untersucht. Durch diese ließen sich einerseits stark parallel ablaufende Entwicklungsprozesse in den verschiedenen Regionen feststellen, wobei auch andererseits einige interessante Unterschiede zwischen bestimmten Siedlungen und Regionen erkannt wurden. Die Ergebnisse wurden anhand von in dieser Arbeit erstellter theoretischer Modelle diskutiert, welche auf Prinzipien der Praxistheorie und Agency Theory aufbauen. Es zeigt sich, dass die prähistorische Textilproduktion stetig an Bedeutung gewann, insbesondere ab der Einführung von Wolle. Dies ging wiederum mit einer wachsenden Selbstbestimmtheit und einer bedeutenderen sozialen Rolle von TextilhandwerkerInnen einher.
Abstract
(Englisch)
Clothes make the man. While a lot of other crafts of historical times have vanished or changed, textile production has kept its vital role as supplier of day to day necessities and representational objects. The question arises, when textile production gained this importance and how the craft developed beforehand. The present thesis aims to observe and analyse these early stages of textile production to gain information about its emergence, as well as its technological and social/cultural development throughout prehistoric times. The study analyses spindle whorls and loom weights from the 7th till the end of the 3rd Millennium BC in Greece, the Aegean, Bulgaria, Turkish Thrace and Western Anatolia. The initial impulse of this project derived from the analyses of the textile tools from Çukuriçi Höyük, a tell settlement at the Western Anatolian Aegean coast. These analyses already demonstrated both the potential insight lying in the study of prehistoric textile tools from said region, as well as the connection of Western Anatolian technologies with those of Bulgaria and Greece. To gain a deeper understanding of the transferring of innovation and the connected social and cultural aspects in the whole Anatolian-Aegean World, tools from 31 sites in the research region were recorded. The data obtained was analysed using analytical statistical methods, such as TwoStep Cluster Analyses and non-parametric Analyses of Variance. These showed that textile production had strongly parallel developments in the different regions throughout the millennia, with minor differences between distinct sites and areas. The results are discussed against the background of especially constructed models, based on concepts of Practice and Agency Theory. This approach could reveal that textile production increasingly grew in importance, especially from the introduction of wool onwards. These developments were accompanied by a more emancipated and self-determined role of textile workers at that time.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Prehistoric Archaeology Neolithic Chalcolithic Early Bronze Age Anatolia Aegean Greece Bulgaria Textile Production Textile Tools Practice Theory Agency Theory Craft Specialisation Analytical Statistics
Schlagwörter
(Deutsch)
Prähistorische Archäologie Neolithikum Chalkolithikum Frühbronzezeit Anatolien Ägäis Griechenland Bulgarien Textilhandwerk Textilgeräte Praxistheorie Agency Theory Handwerksspezialisierung Analytische Statistik
Autor*innen
Christopher Jan Britsch
Haupttitel (Englisch)
Early Textile Technologies in the Anatolian-Aegean World
Hauptuntertitel (Englisch)
from Neolithic to Early Bronze Age
Paralleltitel (Deutsch)
Frühe Textiletechnologien in der Anatolisch-Ägäischen Welt
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
412, [circa 120] Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Marie Louise Bech Nosch ,
Ourania Kouka
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.15 Archäologie ,
15 Geschichte > 15.19 Vor- und Frühgeschichte ,
15 Geschichte > 15.68 Türkei ,
15 Geschichte > 15.69 Griechenland ,
15 Geschichte > 15.70 Balkanstaaten
AC Nummer
AC15425243
Utheses ID
50561
Studienkennzahl
UA | 792 | 309 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1