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Untersuchung der Wirkung eines Multivitamingetränks auf das Essverhalten und die Lebensqualität
Alexandra Schmit
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26129.34053.769470-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Einleitung und Forschungsziel: Der Konsum an Nahrungsergänzungsmitteln steigt in Österreich und weltweit. In Österreich konsumieren rund 39% der Erwachsenen zumindest gelegentlich Nahrungsergänzungsmittel. Die Mehrheit ist sich jedoch weder über ihre Notwendigkeit und eventuelle Nebenwirkungen noch über mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten bewusst. Trotz des hohen Konsums an Nahrungsergänzungsmitteln ist sehr wenig über ihre Bioverfügbarkeit, die Aufnahme ins Blut und ihre biologischen Effekte bekannt. Die Nahrungsergänzungsmittel könnten neben anti-oxidativen auch anti-inflammatorische Wirkungen haben und zum Teil kardiovaskulären Schutz bieten. Ziel der vorliegenden Studie war es ein Nahrungsergänzungsmittel in Form eines Multivitamingetränks hinsichtlich definierter biologischer Wirkungen zu untersuchen. Ziel dieser Arbeit war es die Auswirkungen des Getränks auf die Lebensqualität und das Essverhalten der ProbandInnen zu untersuchen. Material und Methoden: Bei der Studie handelte es sich um eine Placebo-kontrollierte, doppelblinde, cross-over Interventionsstudie. Der Einfluss des Multivitamingetränks auf antioxidative sowie immunologische Parameter wurde mittels Blutabnahme untersucht. Um den Einfluss auf das Ernährungsverhalten und die Lebensqualität zu untersuchen wurde einerseits der WHOQOL-BREF und andererseits ein Food Frequency Questionnaire ausgewertet. Der Studienzeitraum betrug 80 Tage. Jede Gruppe konsumierte während den ersten 30 Tagen täglich eine Getränkedose (Placebo oder Verum). Danach folgte eine 20-tägige wash-out Phase. Anschließend folgte eine weitere 30-tägige Intervention. Jeweils vor und nach den Interventionen wurden die Fragebögen ausgefüllt und eine Blutabnahme durchgeführt. Ergebnisse: In der Placebo-Gruppe sank der Verzehr einiger Lebensmittel signifikant. Dies ist der Fall bei Light-Limonaden (p=0,03), Tee (p=0,038), Misch-, Schwarz- und Roggenbrot (p=0,02), Fertiggerichte (p=0,025), Schokolade, Pralinen (0,009) und Knabbergebäck (p=0,016). Frischkäse (p=0,047) wurde nach der Intervention häufiger verzehrt. In der Verum-Gruppe konnte ein signifikanter Unterschied beim Verzehr von Tee (p=0,006) und Geflügel (p=0,018) festgestellt werden. Beides wurde nach der Intervention seltener verzehrt. Beim Vergleich der beiden Studiengruppen wurde ein signifikanter Unterschied im Verzehr von Limonaden (p=0,046), Rotwein (p=0,009), getrockneten Früchten (p=0,03), Öl (p=0,048), Reis (p=0,032), Misch-, Schwarz-, Roggenbrot (p=0,033), Schokolade, Pralinen (p=0,014) und Süßstoff zum Süßen (p=0,000) gefunden. Der Effekt der Intervention auf das Ernährungsverhalten war beim Placebo stärker als beim Verum, jedoch absolut in einem so geringen Bereich, dass der Effekt vernachlässigbar ist. Der Verzehr des Multivitamingetränks hat demnach keinen Einfluss auf die Lebensqualität. Schlussfolgerung: Der Verzehr des Multivitamingetränks hat weder einen Einfluss auf die Lebensqualität noch auf das Ernährungsverhalten.
Abstract
(Englisch)
Introduction and research objective: The consumption of dietary supplements is rising in Austria but also globally. In Austria around 39% of the adults consume at least occasionally dietary supplements. The majority is neither aware of their necessity and their possible side effects nor their possible interactions with medication. Despite the high consumption of dietary supplements, it is little known about their bioavailability, the absorption into the blood and their biological effects. Dietary supplements may have anti-oxidative and anti-inflammatory effects and to some extend cardiovascular protection. The general aim of the study was to test a dietary supplement, a multivitamin drink, on potential biological effects. The aim of this master thesis was to investigate the impact of the drink on the quality of life and the eating habits of the study population. Material and methods: This was a placebo-controlled, double-blind, cross-over intervention study. The effect of the multivitamin drink on anti-oxidative as well as immunologic parameters was examined via blood samples. The WHOQOL-BREF and the Food Frequency Questionnaires were evaluated in order to examine the impact of the drink on the dietary habits and the quality of life. The study period lasted 80 days. Each group consumed one beverage per day, during the first 30 days (placebo or verum), followed by a 20 day lasting wash-out period. Subsequently followed another intervention for 30 days. Before and after each intervention the questionnaires were completes and blood was drawn. Results: In the placebo-group the consumption of some food items decreased significantly. This was the case for light-lemonades (p=0,03), tea (p=0,038), brown and rye bread (p=0,02), convenience food (p=0,025), chocolate, pralines (p=0,009) and snacks (p=0,016). Cream cheese (p=0,047) was consumed more frequently after the intervention. In the verum-group a significant difference in the consumption of tea (p=0,006) and poultry (p=0,018) has been detected. Both were less often consumed after the intervention. At the comparison of the two study groups, a significant difference of the consumption has been detected for lemonades (p=0,046), red wine (p=0,009), dry fruits (p=0,03), oil (p=0,048), rice (p=0,032), brown and rye bread (p=0,033), chocolate, pralines (p=0,014) and artificial sweetener to sweeten (p=0,000). The effect of the intervention on the dietary behaviour was stronger in the placebo-group than in the verum-group, however small scaled, that the real effects are not highly relevant. The consumption of the multivitamin drink has no effect on the quality of life. Conclusion: The consumption of the multivitamin drink has neither an effect on the quality of life nor on the dietary habits.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
multvitamin supplement quality of life eating behaviour dietary supplement
Schlagwörter
(Deutsch)
Multivitaminsupplement Lebensqualität Nahrungsergänzungsmittel Ernährungsverhalten
Autor*innen
Alexandra Schmit
Haupttitel (Deutsch)
Untersuchung der Wirkung eines Multivitamingetränks auf das Essverhalten und die Lebensqualität
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
VII, 65 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
Klassifikation
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC15413603
Utheses ID
51069
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
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