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Counter Drone Warfare
normative Grundlagen und Grenzen des Einsatzes von technischen Systemen zur Abwehr von unbemannten Luftfahrzeugen durch das Österreichische Bundesheer im Inland
Peter Tarmastin
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doctor of Philosophy-Doktoratsstudium Interdisciplinary Legal Studies Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Bernhard Müller
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18359.65046.571759-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die fortschreitende technologische Entwicklung der vergangenen Jahre im Segment der unbemannten Luftfahrzeuge am zivilen Markt eröffnete eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungs- und Einsatzbereiche im privaten, zivilen und behördlichen Bereich. Durch die Industrie wurde die Möglichkeit geschaffen, diese sogenannten Klein- und Kleinstdrohnen im zivilen Handel kostengünstig auch für die breite Masse der Bevölkerung zugänglich zu machen, wodurch eine „neue“ Form der Bedrohung generiert wurde. Diese spiegelt sich wider in der Anwendung dieser Drohnen durch unbedarfte Privatpersonen im kontrollierten Luftraum sowie deren Einsatz im Zuge von kriminellen oder terroristischen Machenschaften. Die Modifizierung von handelsüblichen Drohnen mit Sprenggranaten oder anderen Kampfmitteln stellt eine „neue“ Ausprägung der Asymmetrie aus Schwäche dar. Beispiele dafür finden sich vor allem in aktuellen Konflikt- und Krisengebieten wie Syrien, dem Irak oder der Ukraine. Seitens der Industrie und des Militärs wird auf diese Bedrohung bereits durch unterschiedliche Entwicklungen geeigneter Gegenmaßnahmen reagiert. Mittlerweile haben auch immer mehr öffentliche Behörden und zivile Unternehmen diese Bedrohung erkannt und sind bemüht, die für ihre Zwecke bestmöglichen kinetischen oder nicht kinetischen Gegenmaßnahmen zu beschaffen. Mit dem Einsatz derartiger Systeme außerhalb von Konflikt- und Krisengebieten rücken unweigerlich die rechtlichen Aspekte des Einsatzes vermehrt in den Vordergrund. Zahlreiche Staaten sind daher bestrebt, ihre Rechtsnormen zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen, um einerseits die Anwendung und den Einsatz von unbemannten Drohnen zu regulieren und andererseits den Einsatz von Systemen zur Drohnenabwehr gesetzeskonform zu ermöglichen. Im Falle des Österreichischen Bundesheeres existieren grundsätzlich die notwendigen Rechtsnormen für die Anwendung von unmittelbarer Zwangsgewalt gegenüber Personen und Sachen auf verfassungsrechtlicher Grundlage. Vor allem im Hinblick auf die militärische Luftraumüberwachung und den militärischen Eigenschutz bestehen einfachgesetzliche Grundlagen für den Einsatz von Abwehrsystemen. Die durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass die vorhandenen normativen Grundlagen für die Drohnenabwehr durch das Österreichische Bundesheer im Inland grundsätzlich geeignet sind, in Teilbereichen jedoch eine gewisse Unschärfe aufweisen. Um eine eindeutigere Rechtsgrundlage für den Einsatz von Systemen zur Drohnenabwehr zu schaffen, wäre eine Novellierung der betreffenden Normen zielführend.
Abstract
(Englisch)
The continuing technological development of the past years in the segment of unmanned aerial vehicles on the civil market has opened up a multitude of different areas of application in the private, civil and official sectors. The industry has created the opportunity to make these so-called small and micro drones available to the broad mass of the population at low cost, thus generating a "new" form of threat. This is reflected in the use of these drones by unneeded private individuals in controlled airspace and their use in the course of criminal or terrorist activities. The modification of commercially available drones with explosive grenades or other means of warfare represents a "new" form of asymmetry from weakness. Examples of this can be found above all in current conflict and crisis areas such as Syria, Iraq or Ukraine. Industry and the military are already responding to this threat by developing various countermeasures. In the meantime, more and more public authorities and civil enterprises have recognised this threat and are endeavouring to procure the best possible kinetic or non-kinetic countermeasures for their purposes. The use of such systems outside of conflict and crisis areas inevitably brings the legal aspects of their use into the foreground. Numerous states are therefore endeavouring to review and, if necessary, adapt their legal norms in order to regulate the use and deployment of unmanned drones on the one hand and to enable the use of systems for defence against drones in accordance with the law on the other. In the case of the Austrian Armed Forces, the necessary legal norms exist in principle for the use of direct coercive force against persons and property on a constitutional basis. There are simple legal bases for the use of defence systems, particularly with regard to military airspace surveillance and military self-protection. The study carried out has shown that the existing normative bases for the Austrian Armed Forces' defence against drones in Austria are basically suitable, but in some areas show a certain degree of uncertainty. It would therefore be expedient to amend these areas in order to have a clearer legal basis for the use of drone defence systems.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Drone Counter Drone Warfare
Schlagwörter
(Deutsch)
Drohne Drohnenabwehr unbemanntes Luftfahrzeug
Autor*innen
Peter Tarmastin
Haupttitel (Deutsch)
Counter Drone Warfare
Hauptuntertitel (Deutsch)
normative Grundlagen und Grenzen des Einsatzes von technischen Systemen zur Abwehr von unbemannten Luftfahrzeugen durch das Österreichische Bundesheer im Inland
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
251 Seiten, 7 ungezählte Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Christian Piska ,
Sigmar Stadlmeier
Klassifikationen
86 Recht > 86.43 Öffentliches Recht: Allgemeines ,
86 Recht > 86.44 Staatsrecht, Verfassungsrecht: Allgemeines ,
86 Recht > 86.45 Grundrechte ,
86 Recht > 86.63 Wehrrecht, Zivilschutzrecht ,
86 Recht > 86.85 Menschenrechte
AC Nummer
AC15727677
Utheses ID
53367
Studienkennzahl
UA | 794 | 242 | 101 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1