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Auswirkungen von genderstereotyp-formulierten Textaufgaben auf die Mathematikleistung von Schüler*innen der 7. und 8. Schulstufe in Österreich
Sophie Worahnik
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Mathematik UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Marco Jirasko
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16301.26896.587061-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Studie untersucht, inwiefern mathematische Textaufgaben, welche Stereotype über Männer und Frauen beinhalten, Einfluss auf die Mathematikleistung von 166 Schüler*innen der 7. und 8. Schulstufe zweier österreichischer Gymnasien haben. Zudem wurde das mathematische Selbstkonzept, indessen das Interesse für Mathematik, die Selbstbeschreibung bezüglich männlich und weiblich konnotierter Adjektive sowie die genderstereotypen Einstellungen bezüglich Mathematik der Teilnehmer*innen mittels Fragebögen erhoben und in Bezug zu den Testleistungen gesetzt. Es konnte gezeigt werden, dass geschlechterspezifische Leistungsunterschiede nur bei neutral-formulierten Textaufgaben tendenziell zugunsten der Burschen ausfielen, bei genderstereotyp-formulierten Aufgaben jedoch kein Leistungsunterschied vorlag. Als zentrale Größe der vorliegenden Arbeit fungierte die Leistungsdifferenz zwischen neutralen und genderstereotyp-formulierten Textaufgaben. Hierbei zeigte sich, dass die Leistungsabnahme nicht durch das Geschlecht und/ oder die Aufgabenformulierung erklärt werden kann. Vielmehr konnte für Mädchen, die eine niedrige Ausprägung weiblich konnotierter Eigenschaften angaben, bei gleichgeschlechtlicher Aufgabenformulierung eine deutlich geringere Leistungsabnahme als bei gegengeschlechtlicher Aufgabenformulierung belegt werden.
Abstract
(Englisch)
This study investigates the extent to which mathematical text tasks involving stereotypes about men and women influence the mathematics performance of 166 students in the 7th and 8th grade of two Austrian secondary schools. In addition, the mathematical self-concept, but also the interest in mathematics, the self-description with regard to male and female adjectives and the gender stereotypical attitudes towards mathematics were surveyed by means of questionnaires and related to the test results. It could be shown that gender-specific differences in performance tended to be in favour of boys only in the case of neutrally formulated text tasks, whereas there was no difference in performance in the case of gender stereotyped tasks. The performance difference between neutral and gender stereotyped text tasks was the central variable of this study. It was shown that the decrease in performance cannot be explained by gender and/ or task formulation. Rather, for girls who indicated a low level of feminine characteristics, a significantly lower performance decrease could be shown for same-sex task formulation than for opposite-sex task formulation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Gender Genderstereotypes Gender role behaviour Mathematics Text tasks Self-concept Interest
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlecht Genderstereotype Genderrollenverhalten Mathematik Textaufgaben Selbstkonzept Interesse
Autor*innen
Sophie Worahnik
Haupttitel (Deutsch)
Auswirkungen von genderstereotyp-formulierten Textaufgaben auf die Mathematikleistung von Schüler*innen der 7. und 8. Schulstufe in Österreich
Paralleltitel (Englisch)
Effects of gender-stereotyped text tasks on the mathematics performance of 7th and 8th graders in Austria
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
112 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marco Jirasko
Klassifikationen
31 Mathematik > 31.00 Mathematik: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung, Vorurteil, Beeinflussung
AC Nummer
AC16055411
Utheses ID
55271
Studienkennzahl
UA | 190 | 406 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1