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Le comunità preromane italiche e la loro identità culturale nella Romagna tra il VII ed il III sec.a.C. = Die vorrömisch-italischen Gemeinschaften und ihre kulturelle Identität in der Romagna (Italien) vom 7. bis zum 3. Jahrhundert v. Chr.
Claudio Negrini
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Alte Geschichte und Altertumskunde)
Betreuer*in
Petra Amann
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19976.42070.668061-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Romagna ist eine Region im Norden Italiens, die den südöstlichen Bereich der Po-Ebene zwischen dem Apenninkamm und der Adria einnimmt. Zwischen dem 7. und 3. Jh. v.Chr. lässt sich ein mit den Italikern verbundener archäologischer Horizont ausmachen, der nicht auf die gleichzeitigen Etrusker der Po-Ebene zurückgeführt werden kann. Eine wichtige und problematische Eigenart dieses italischen Stammes der Romagna besteht in einer relativen Isolation mit den anderen italischen Bevölkerungen, die südlich des Appennins wohnten. Sie wanderten nämlich am Ende des 7. Jhs. v. Chr. aus dem nördlichen Tibertal in die Romagna aus, wo sie bis zur römischen Eroberung der Po-Ebene blieben. Sie fanden sich hier bald von den Etruskern, die in der sog. Etruria Padana lebten, fast völlig umringt. Deshalb zeigen diese Italiker in ihrer materiellen Kultur eine hohe etruskische Prägung, die gerade für die Identifizierung dieses archäologischen Horizonts oft problematisch ist. Die antiken literarischen Quellen sind fast alle aus späterer Zeit und tragen wenig dazu bei, um das Problem der Identität der Italiker in der Romagna zu lösen. Einerseits betonen sie eine direkte Verbindung zu den klassischen Umbrern westlich des Apenninhauptkamms, wobei häufig von einer tatsächlichen Kolonisierung der Poebene die Rede ist (z.B. Strab. V, 2, 10), anderseits lassen sie auch einen Unterschied zu eben diesen klassischen Umbrern erkennen. Parallel zum Ethnonym der Umbrer überliefern einige antike Autoren jenes der Sapinates oder Sassinates/Sarsinates (z.B. Liv. XXXI, 2; Liv. XXXIII, 37; Serv. Aen. X, 201) Diese Dissertation analysiert den Prozess der Selbstidentifikation der Italiker in der Romagna mit einer Herangehensweise, die nicht nur die archäologischen, epigraphischen und historischliterarischen Quellen, sondern auch die Siedlungsdynamiken untersucht. Die Zusammenschau all dieser Daten lässt im Hinblick auf die Italiker verstehen, wie sich dieser Stamm eine eigene Identität im Gegensatz zu den Etruskern gebildet hat.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Identity Romagna Etruscans Italic people ancient Umbrians
Schlagwörter
(Deutsch)
Identität Romagna Italiker Etrusker antike Umbrer
Autor*innen
Claudio Negrini
Haupttitel (Italienisch)
Le comunità preromane italiche e la loro identità culturale nella Romagna tra il VII ed il III sec.a.C. = Die vorrömisch-italischen Gemeinschaften und ihre kulturelle Identität in der Romagna (Italien) vom 7. bis zum 3. Jahrhundert v. Chr.
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
VII, 566 Seiten : Illustrationen, Karten
Sprache
Italienisch
Beurteiler*innen
Alessandro Naso ,
Günther Schörner
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.01 Geschichte der Geisteswissenschaften ,
15 Geschichte > 15.25 Alte Geschichte
AC Nummer
AC15693512
Utheses ID
55517
Studienkennzahl
UA | 792 | 310 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1