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Discourses of determinism in British sensation novels of the 1860s and 1870s
Sarah Frühwirth
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: English and American Studies)
Betreuer*in
Margarete Rubik
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21748.12244.839758-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Sensationsromane (‚sensation novels‘) des neunzehnten Jahrhunderts haben nicht nur einen starken Fokus auf regelwidrigem Verhalten, sondern tendieren auch dazu, das abweichende, und oftmals kriminelle, Handeln ihrer Charaktere durch das Wirken deterministischer Kräfte zu rationalisieren. Bei den von den Autorinnen und Autoren verwendeten deterministischen Kräften, die innere (Geisteskrankheit, Vererbung), äußere (Einflüsse der Umwelt und Erziehung), übernatürliche (Schicksal bzw. göttliche Fügung) und natürliche (natürliche Auslese und sexuelle Selektion) Kräfte umfassen, handelt es sich um narrative Mittel, die für die Gattung des Sensationsromans konstitutiv sind. Ihre Einbeziehung ermöglichte es den Autorinnen und Autoren, Fragen von Schuld und Verantwortung im Kontext der für den Sensationsroman typischen Verbrechen und Verstöße gegen die gängige Moral auszuhandeln. Die vorliegende Arbeit stellt einen Zusammenhang zwischen Determinismus im Sensationsroman und der zeitgenössischen Debatte über Vorbestimmtheit und Willensfreiheit her, die in Großbritannien in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts herrschte. Obwohl der Einfluss deterministischer Diskurse auf einzelne Autorinnen und Autoren des neunzehnten Jahrhunderts und ihre Werke bereits untersucht wurde, gibt es zum Einfluss deterministischer Diskurse auf Sensationsromane bislang nur wenige Untersuchungen. Die vorliegende Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, die bereits bestehenden Forschungserkenntnisse durch eine ausführliche Beleuchtung dieses Themas zu erweitern und zu ergänzen. Durch eine eingehende Analyse von vier ausgewählten Sensationsromanen wird zum einen der Einfluss zeitgenössischer Diskurse zu Determinismus und Willensfreiheit bestimmt und zum anderen die Frage, ob das kriminelle oder anderweitig regelwidrige Verhalten der Charaktere auf deterministische Kräfte zurückzuführen ist oder ihrem freien Willen entspringt, beantwortet werden.
Abstract
(Englisch)
Nineteenth-century sensation novels not only deal with transgressive behaviour but also tend to rationalise and explain the deviant and often criminal actions of their protagonists by a strong emphasis on determinism. The deterministic forces employed in many sensation novels include internal (madness) and external (environmental factors) as well as supernatural (fate/providence) and natural forces (natural and sexual selection). Their employment enabled sensation novelists to negotiate matters of guilt and responsibility in the context of crimes and infringements of morality. In my thesis, I relate this emphasis on determinism to the free will vs determinism debate that was raging in Great Britain in the second half of the nineteenth century. Although the influence of discourses of determinism on individual nineteenth-century novelists and their works has already been researched, analyses of their effect on sensation fiction are sparse, though this popular genre with its numerous references to determinism lends itself well to a discussion in this context. Therefore, it is the purpose of this dissertation to advance and supplement the insights gained by previous research into the genre by shedding light on this hitherto neglected aspect. By analysing four sensation novels, I am going to determine the influence of nineteenth-century discourses of determinism on the genre and ascertain whether the criminal or otherwise deviant behaviour of the protagonists in these narratives is shown to originate in the workings of adverse forces or if the characters are indeed able to exert free will and are answerable for their deeds.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Sensation novels free will determinism nineteenth century Lady Audley's Secret Armadale Not Wisely, but Too Well Bred in the Bone
Schlagwörter
(Deutsch)
Sensationsroman Willensfreiheit Determinismus 19. Jahrhundert Lady Audley's Secret Armadale Not Wisely, but Too Well Bred in the Bone
Autor*innen
Sarah Frühwirth
Haupttitel (Englisch)
Discourses of determinism in British sensation novels of the 1860s and 1870s
Paralleltitel (Deutsch)
Determinismusdiskurse in britischen Sensationsromanen der 1860er und 1870er
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
266 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Christa Knellwolf King ,
Igor Maver
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.71 Literaturgeschichte ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.80 Literarische Gattungen: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.81 Epik, Prosa ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
AC Nummer
AC15728557
Utheses ID
56119
Studienkennzahl
UA | 792 | 343 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1