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Alois Riegl
eine Neubewertung seines Barockbegriffs anhand ausgewählter unpublizierter Passagen seiner Manuskripte
Eleonora Gaudieri
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Kunstgeschichte)
Betreuer*in
Sebastian Schütze
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20503.25722.611160-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Doktoratarbeit setzt sich zum Ziel, Alois Riegls Beitrag zur Barockforschung anhand ausgewählter unpublizierter Passagen seiner Vorlesungsnotizen zum Barock, welche er für seine Lehrtätigkeit am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Wien zwischen 1894 und 1902 verfasste, einer kunsthistorischen Reflexion zu unterziehen. Drei Jahre nach Riegls frühzeitigem Tod, 1905, wurden ausgewählte Abschnitte aus seinen Vorlesungsnotizen zur Barockkunst von Arthur Burda und Max Dvořák unter dem Titel Die Entstehung der Barockkunst in Rom (1908) veröffentlicht. Der Vergleich zwischen dieser posthum veröffentlichten Ausgabe und dem Korpus von Riegls Manuskripten zum Barock, welche im Archiv des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Wien aufbewahrt sind, hat ergeben, dass Burda und Dvořák nur einen kleinen Teil von Riegls Notizen veröffentlichten. Das Buch behandelt die Herausbildung des Barockstils in der italienischen Kunstgeschichte anhand von Michelangelo Buonarrotis reifen Werken um 1520 bis zu den letzten Lebensjahren von Annibale Carracci und Michelangelo Merisi da Caravaggio um 1610. Bei den von mir ausgewählten und transkribierten Passagen behandelt Riegl hingegen die Geschichte der Entwicklung des Barockstiles, wobei er neben Rom, seinen Ausgangspunkt, die übrigen Territorien Italiens und – jenseits der Alpen – Österreich, Böhmen und Deutschland in seine kunsthistorische Analyse miteinschließt. Die unpublizierten Schriften Riegls zeugen von seinem vielschichtigen methodischen Ansatz zur Barockkunst. Es lässt sich ein grundlegender Perspektivenwechsel erkennen, wodurch der Barock endlich als historisch-kulturelles Phänomen mit eigenem Wert wahrgenommen wird. Die heutige Barockhistoriografie kann sich von Riegls differenzierten Ausführungen zur Barockkunst noch inspirieren lassen.
Abstract
(Englisch)
The present doctoral thesis offers a reconsideration of Alois Riegl’s contribution to Baroque studies on the basis of unpublished sections of his lecture notes on Baroque art, which he prepared for his teaching at the University of Vienna between 1894 and 1902. Three years after Riegl’s premature death, in 1905, selected passages from his lecture notes on Baroque art were published by Arthur Burda and Max Dvořák under the title Die Entstehung der Barockkunst in Rom (1908). The collation of this posthumous book with the corpus of Riegl’s manuscripts on the Baroque, which are preserved in the archives of the Art History Department at the University of Vienna, shed light on the fact that Burda and Dvořák published only a small part of Riegl’s lecture notes. The book deals with the period of Italian art from Michelangelo Buonarroti’s mature works starting from 1520 to the final years of Annibale Carracci and Michelangelo Merisi da Caravaggio in 1610, that is to say, with the early development of the Baroque style. In the passages that I selected and transcribed, however, Riegl deals with the history of the development of the Baroque style, including in his art historical analysis, in addition to Rome, his starting point, the other territories of Italy and those European countries beyond the Alps, namely Austria, Bohemia and Germany. Riegl’s unpublished manuscripts reveal the extraordinary complexity of his methodological approach to Baroque Art. A decisive change of perspective can be seen, in which the Baroque is finally recognized as a cultural-historical phenomenon with its own value. Riegl’s sophisticated argumentation on Baroque art can still be a source of inspiration for contemporary Baroque historiography.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Riegl Baroque lecture notes
Schlagwörter
(Deutsch)
Riegl Barockbegriff Vorlesungsnotizen
Autor*innen
Eleonora Gaudieri
Haupttitel (Deutsch)
Alois Riegl
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Neubewertung seines Barockbegriffs anhand ausgewählter unpublizierter Passagen seiner Manuskripte
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
249 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Andrew James Hopkins ,
Sebastian Schütze
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.01 Geschichte der Kunstwissenschaften ,
20 Kunstwissenschaften > 20.03 Methoden und Techniken der Kunstwissenschaften ,
20 Kunstwissenschaften > 20.89 Kunstgeschichte: Sonstiges
AC Nummer
AC16250883
Utheses ID
57920
Studienkennzahl
UA | 792 | 315 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1