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Chance oder Hindernis? Die Behandlung von sexualisierter Gewalt im Krieg unter dem Paradigma sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe
Marcela Muniz-Pivaral
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Gender Studies
Betreuer*in
Patricia Zuckerhut
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24024.42437.926673-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Seit Jahrzehnten setzen sich Feminist*innen, Frauen- und Menschenrechtler*innen für die Bekanntmachung und für die Beseitigung von sexualisierter Gewalt in bewaffneten Konflikten ein. Das scheinbar mit Erfolg. Sexualisierte Gewalt ist von einer unterschlagenen und herabgesetzten Angelegenheit zu einem festen Bestandteil der Agenden globaler Friedens- und Sicherheitspolitik und des internationalen Strafrechts avanciert. Es ist zu bemerken, dass die globale Politik vor allem eine ganz bestimmte Form sexualisierter Gewalt repetitiv in den Vordergrund gerückt hat: den Einsatz von sexualisierter Gewalt als Kriegswaffe. Dies stellt eine Entwicklung dar, die von einigen Forscher*innen kritisch betrachtet wird. Diese Arbeit befasst sich mit eben dieser Skepsis und erforscht die Aspekte, die Kritiker*innen an der Behandlung von sexualisierter Gewalt als Kriegswaffe beanstanden, wenn diese als „Bedrohung für die nationale wie globale Sicherheit“ verstanden wird. Vorrangig werden kritische feministische Arbeiten analysiert, die aus dem Bereich der International Relations forschen. Da sich die Handhabung von sexualisierter Gewalt im Krieg in einem geo-politischen Rahmen abspielt, gehe ich von der Annahme aus, dass das Thema nicht getrennt von imperialen gegenderten Machtungleichverhältnissen betrachtet werden darf. Als Reaktion darauf nehmen Forschungsarbeiten, die aus einer dekolonial-feministischen Theorientradition heraus Kritik an dem Paradigma „sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe“ üben, eine gewichtige Stellung in dieser Analyse ein. Mit dieser Zusammenstellung versuche ich anderen Autor*innen nützliches Werkzeug zur Verfügung zu stellen, sodass etablierte Annahmen zum Thema sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe der Kritik entsprechend überdacht werden können.
Abstract
(Englisch)
For decades, feminists, Women- and Human Rights activists have intensively raised awareness about the issue of sexual violence in armed conflicts. Today, many of them seem to be relatively satisfied with the fact that sexual violence in armed conflicts is been addressed in the context of human rights and global security agendas. At the same time, other feminists and researchers remain skeptical when realizing that this development has been followed by substantive attention on one aspect of sexual violence in armed conflict: its systematic nature. This master’s thesis deals with and analyses the statements criticizing a one-dimensional frame of sexual violence in armed conflict as a “weapon of war” that “threatens the national and international security”. Primarily, I analyze critiques of feminist scholars of International Relations. Based on the understanding that the international criminalization of sexual violence cannot be separated from gendered and raced power dynamics that govern social relations globally, I give special consideration to the works that pursue a feminist decolonial understanding when criticizing the paradigm of “sexual violence as a weapon of war”. The analysis and compilation of the potentials and especially the limitations of the weapon of war paradigm contributes, at best, to the implementation of anti-sexual violence agendas that do not reproduce discriminatory power dynamics.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
sexual violence gender-based violence rape war armed conflict weapon of war systematic instrumental peace feminism gender race continuum of violence decolonial paradigm securitization global policy depoliticization
Schlagwörter
(Deutsch)
sexualisierte Gewalt geschlechtsbasierte Gewalt Vergewaltigung Krieg bewaffneter Konflikt Kriegswaffe systematisch instrumental Frieden Feminismus Gender race Gewaltkontinuum dekolonial Paradigma securitization globale Politik Depolitisierung
Autor*innen
Marcela Muniz-Pivaral
Haupttitel (Deutsch)
Chance oder Hindernis? Die Behandlung von sexualisierter Gewalt im Krieg unter dem Paradigma sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
99 Seiten : Illustration
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Patricia Zuckerhut
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges ,
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges ,
71 Soziologie > 71.31 Geschlechter und ihr Verhalten ,
73 Ethnologie > 73.44 Sexualität, Geschlecht
AC Nummer
AC16269810
Utheses ID
58355
Studienkennzahl
UA | 066 | 808 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1