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Scripting 'normality'
habit tracking applications and the moralities of technologically mediated practices
Timo Bühler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Science-Technology-Society
Betreuer*in
Ulrike Felt
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70112
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11164.84382.802343-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Seit sich das Smartphone als alltäglicher Begleiter des Menschen in der digitalen Gesellschaft durchgesetzt hat, werden ‚Apps‘ für eine Vielzahl von Anwendungsfällen entwickelt und eingesetzt. Im Bereich des ‚Self-Tracking‘ werden sogenannte ‚Habit Tracking Apps‘ dazu eingesetzt die eigenen Gewohnheiten aufzuzeichnen und sie zu verändern. Im Rahmen dieser Masterarbeit habe ich Autoethnographien mit diesen Apps durchgeführt sowie Interviews mit den jeweiligen Entwickler:innen geführt. Durch die Kombination dieser beiden Methoden kann ich zeigen, dass die Entwickler:innen ihre Arbeit und die damit verbundenen Entscheidungen zwar auf persönliche Erfahrungen stützen, diese aber dennoch in allgemeinere Denkstile eingebettet bleiben. Dabei gehe ich von Madeleine Akrich‘s Konzept der ‚I-Methodology‘ aus, schlage jedoch vor es um eine kollektive Komponente zu erweitern, um die Machtverhältnisse, die bei der Entwicklung neuer Technologien wirken, besser erfassen zu können. Im weiteren Verlauf der Arbeit zeige ich, wie die Nutzer:innen von ‚Habit Tracking Apps‘ von den Entwickler:innen als defizitär imaginiert werden, insbesondere was ihre Willenskraft und Motivation betrifft. Weiterhin kann ich feststellen, dass ‚Habit Tracking Apps‘ als Echokammern für Moralvorstellungen fungieren, da sie bestehende Wertvorstellungen, zum Beispiel in Bezug auf Produktivität, reproduzieren, anstatt diese zu hinterfragen. Schließlich zeige ich, wie Praktiken des ‚Habit-Trackings‘ die Grundlage für die Formierung neuer Gewohnheiten legen sollen. Indem die Entwickler:innen bestimmte Gewohnheiten als gut oder schlecht definieren, machen sie durch ihrer Apps letztendlich „Politik mit anderen Mitteln“. Durch die unmittelbare Untersuchung dieses Typs von App und seiner Entwickler:innen beleuchte ich den Prozess der Einschreibung (‚inscription‘) von Moralvorstellungen in ein alltägliches Artefakt, das unser heutiges Leben nachhaltig beeinflusst.
Abstract
(Englisch)
Since the smartphone has become a ubiquitous companion for humans in the digital society, mobile applications have been deployed for a wide range of use cases. Habit tracking applications are for example used to track personal habits and ultimately change them. For this thesis I have performed autoethnographies on different habit tracking applications and conducted interviews with the respective developers. By combining the insights drawn from these, I am able to show that even though the developers base the ‘scripts’ for their apps on personal experiences, they still remain embedded in more general thought styles. That’s why I suggest extending the concept of the I-Methodology by Madeleine Akrich with a collective component. Further on, I demonstrate how the users of habit tracking applications are imagined by the developers to be deficient and how they are therefore in need of external support when attempting to change their habits. This is complemented by the finding that habit tracking applications act as echo chambers of moralities as they reproduce, for instance, existing ideas of what it means to be productive instead of questioning them. Finally, I display how practices of habit tracking are just the basis for the formation of these habits. By defining specific habits as good or bad the developers ultimately make ‘politics by other means’ through their apps. Through the immediate examination of this type of app and its developers I shed light on the process of inscribing moralities into a mundane artefact that permeates contemporary everyday life.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Practices Technologies Mobile Apps Developers Science and Technology Studies
Schlagwörter
(Deutsch)
Soziale Praktiken Technologie Mobile Apps Entwickler*innen Programmierer*innen
Autor*innen
Timo Bühler
Haupttitel (Englisch)
Scripting 'normality'
Hauptuntertitel (Englisch)
habit tracking applications and the moralities of technologically mediated practices
Paralleltitel (Deutsch)
Programmierte 'Normalität'
Paralleluntertitel (Deutsch)
Habit Tracking Apps und die Moral von technologisch vermittelten Praktiken
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
iii, 115 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ulrike Felt
Klassifikationen
54 Informatik > 54.08 Informatik in Beziehung zu Mensch und Gesellschaft ,
71 Soziologie > 71.39 Soziale Gruppen: Sonstiges ,
71 Soziologie > 71.43 Technologische Faktoren ,
73 Ethnologie > 73.93 Immaterielle Kultur
AC Nummer
AC16461227
Utheses ID
59951
Studienkennzahl
UA | 066 | 906 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1