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Bildungsungleichheit im österreichischen Schulsystem
die Herausforderungen in der Covid-19 Pandemie, in Hinblick auf die Bildungsungleichheit, aus der Sicht von Lehrer*innen, Eltern und Schüler ; ein empirischer Vergleich von privaten und öffentlichen Volksschulen in Wien
Katrin Miklos
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Susanne Schwab
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11173.54771.284782-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Bildung, als eine der wichtigsten Investitionen in die gesellschaftliche Entwicklung und das Heranwachsen der nächsten Generation, ermöglicht den Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe und schafft Lebenschancen für heranwachsende Individuen (vgl. Becker/Lauterbach 2016, V.). Doch Bildung, als menschliches Grundrecht, steht nicht jedem Individuum in gleichem Maße zur Verfügung (vgl. ebd.). Vor allem in Österreich hängt Bildung maßgeblich von der sozialen Herkunft der Schüler*innen beziehungsweise vom Bildungsstand der Eltern ab. Die Bildungsbiographie von Schüler*innen wird in Österreich vor allem durch die gesellschaftliche wie auch berufliche Position der Eltern bestimmt (vgl. Gerhartz-Reiter 2017, S.78). Eltern investieren viel Zeit und Geld in die Bildung ihrer Kinder. In den letzten Jahren ist ein regelrechter Boom im österreichischen Privatschulsektor entstanden. Das zeigt sich vor allem in Wien, wo im Schuljahr 2018/19 17,8% der Schüler*innen eine Privatschule besuchten (vgl. Statistik Austria 2021, S.148). Die Schere zwischen sozioökonomisch benachteiligten und sozioökonomisch privilegierten Schüler*innen wird dadurch noch größer. Die Bildungsungleichheit in Österreich wurde vor allem in der Covid-19 Pandemie und dem damit verbundenen Home-Schooling verdeutlicht. Schüler*innen mit sozioökonomisch benachteiligter Herkunft standen zuhause keine oder nicht ausreichend essentielle Ressourcen, wie beispielsweise technische Endgeräte oder Unterstützung im häuslichen Umfeld zurr Verfügung (vgl. Schwab/Lindner 2020, S.51). Laut BMSGPK (2021) konnten in der Covid-19 Pandemie rund 40% der benachteiligten Schüler*innen an Wiener Volksschulen nicht erreicht werden (vgl. BMSGPK 2021, S.285). Dies führt dazu, dass die Kompetenzunterschiede zwischen sozioökonomisch benachteiligten Schüler*innen und sozioökonomisch privilegierten Schüler*innen enorm sind (vgl. ebd.). Die Ergebnisse der vorliegenden Masterarbeit zeigen, wie wichtig die häusliche Unterstützung und das Verfügen, über technische Endgeräte für das Home-Schooling in der Covid-19 Pandemie sind. Als Grundlage der vorliegenden Untersuchung dienen Interviews, die im Zuge der INCL-LEA Untersuchung mit Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen einer Privatschule und einer öffentlichen Schule in Wien geführt wurden. Die Bearbeitung der Interviews zeigt, dass zwischen den beiden Schultypen, hinsichtlich des Home-Schoolings, keine gravierenden Unterschiede zu erkennen sind.
Abstract
(Englisch)
Education, being seen as one of the most important investments of social development as well as the growing up of the next generation, enables access to social participation and thus creates opportunities in life for individual grown-ups (cf. Becker/Lauterbach 2016, V.). However, education as a human fundamental right does not apply in equal measures to every individual (cf. ibid.). Especially in Austria education strongly depends on social origins of pupils and the standard of their parents´ education. Pupils´ educational biography is first of all determined by the social and occupational position of their parents (cf. Gerhartz-Reiter 2017, p.78). Parents invest a lot of time and money in their children´s education. In recent years the Austrian private school sector experienced a significant boom. Especially in Vienna that boom has a strong presence, since 17,8% of pupils attended private schools in the school year 2018/19 (cf. Statistik Austria 2021, p. 148). Thus, the difference between socio-economic underprivileged and socio-economic privileged pupils is constantly rising. Due to the Covid-19 pandemic, educational inequality in Austria and the associated home-schooling has been even more clarified. For pupils with socio-economic underprivileged origins not all needed resources were available (i.e. technical terminals, the support from home etc.) (cf. Schwab/Lindner 2021, p. 51). According to BMSGPK (2021) 40% of underprivileged pupils in Viennese elementary schools could not be reached during the Covid-19 pandemic (cf. BMSGPK 2021, p. 285). As a result, there is a vast difference in competences between socio-economic underprivileged and socio-economic privileged pupils (cf. ibid.). The findings of the Master Thesis in hand illustrate the importance of domestic support as well as the availability of technical terminals for home-schooling during the Covid-19 pandemic. The basis for the various investigations of this thesis are interviews that were conducted with pupils, parents and teachers in a private school as well as in a public school in Vienna. The analysis of the interviews shows that no serious differences between the afore mentioned school types and the associated home- schoolings are recognizable.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Bildungsungleichheit Covid-19 Pandemie Home-Schooling
Autor*innen
Katrin Miklos
Haupttitel (Deutsch)
Bildungsungleichheit im österreichischen Schulsystem
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Herausforderungen in der Covid-19 Pandemie, in Hinblick auf die Bildungsungleichheit, aus der Sicht von Lehrer*innen, Eltern und Schüler ; ein empirischer Vergleich von privaten und öffentlichen Volksschulen in Wien
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
110 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Susanne Schwab
Klassifikation
81 Bildungswesen > 81.21 Soziale Ungleichheit im Bildungswesen
AC Nummer
AC16463389
Utheses ID
60066
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
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