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Einfluss von Affektregulierung und Schlaf auf Prokrastination
Melanie Gittenberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Jana Kühnel
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13088.24090.881285-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Aufschieben von Aufgaben, Prokrastination genannt, ist seit je her ein Problem vieler Menschen und stellt eine fehlgeschlagene Form der Selbstregulierung dar. Ob Personen prokrastinieren hängt von einer Fülle an Faktoren ab. Diese Arbeit untersuchte den Einfluss von Affektregulierung und Schlaf, dabei wurde davon ausgegangen, dass Schlaf Ressourcen auffüllt, die erfolgreiche Selbst- und Affektregulierung möglich machen. Es wurde angenommen, dass guter Schlaf und erfolgreiche Herabregulierung von negativem Affekt Prokrastination senkt und Affektregulierung die Wirkung von Schlaf auf Prokrastination mediiert. Zur Erhebung der Schlafdauer und Schlafeffizienz von 149 Versuchspersonen wurden elektronische Messgeräte verwendet. Folgend wurde in einem randomisierten Laborexperiment die Manipulation von negativem Affekt in der Experimentalgruppe durchgeführt und durch Selbsteinschätzung überprüft, inwieweit der negative Affekt hinunterreguliert wurde. Darauf erhielten alle Versuchspersonen die Instruktion eine Mail über den vermuteten Zweck der Studie zu senden. Die Zeitspanne bis zur Sendung wurde zur Bestimmung der Prokrastination verwendet. Nach Durchführung von Mediationsanalysen zeigte sich keine der Hypothesen bestätigt. Konträr zu den Annahmen erhöhten erfolgreiche Herabregulierung des negativen Affekts und hohe Schlafqualität das Prokrastinationsverhalten in der Experimentalgruppe. Ein mediierender Effekt der Herabregulierung von negativen Affekt in der Beziehung zwischen Schlaf und Prokrastination konnte nicht gefunden werden. Obwohl keine der Hypothesen bestätigt werden konnte, ergaben sich aus der Untersuchung Empfehlungen für die Arbeitswelt. Besonders relevant ist hierbei die Unterstützung von Mitarbeiter*innen bei der Vermeidung und Tolerierung von negativen Affekt. Der Forschung wird vor allem zur Berücksichtigung von Drittvariablen und der weiteren Erforschung von Affektregulierung in Beziehung zu Prokrastination geraten.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Prokrastination Schlaf Affekt Affektregulierung Selbstregulierung
Autor*innen
Melanie Gittenberger
Haupttitel (Deutsch)
Einfluss von Affektregulierung und Schlaf auf Prokrastination
Paralleltitel (Englisch)
Influence of affect-regulation and sleep on procrastination
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
53 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jana Kühnel
Klassifikation
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC16526204
Utheses ID
61617
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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