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Zivilrechtliche Ansprüche auf Grundlage der DSGVO
Clemens Handl
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht
Betreuer*in
Sonja Dürager
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13159.82517.905824-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die DSGVO hat die praktische Wirksamkeit datenschutzrechtlicher Bestimmungen wesentlich verbessert und die Durchsetzbarkeit erhöht. Neben dem verwaltungsbehördlichen Rechtsweg sieht Art 79 und Art 82 DSGVO auch die gerichtliche Durchsetzbarkeit der Ansprüche vor. Daraus ergibt sich die Frage, ob das österreichische Verbot der Doppelzuständigkeit verletzt ist und ob ein doppelgleisiger Rechtsschutz vorgesehen werden kann. Wird dies bejaht, so ergibt sich daraus die Frage, welche zivilrechtlichen Ansprüche aus der DSGVO gerichtlich durchgesetzt werden können. Diese Arbeit analysiert diese Frage auf Grundlage der bereits ergangenen Judikatur und der einschlägigen Kommentarliteratur, um ein taugliches Instrument zur Beantwortung der Fragen in der Praxis bieten zu können. Das Ergebnis dieser Arbeit ist, dass eine Doppelgleisigkeit des Rechtsschutzes dem österreichischen Recht widerspricht, dieses jedoch aufgrund des Vorrangs des Unionsrechts nicht angewendet werden darf. Zivilrechtliche Feststellungs- und Unterlassungsansprüche sind zulässig, obwohl diese nicht ausdrücklich in der DSGVO vorgesehen sind. Eine gerichtliche Durchsetzung kommt auch für die Betroffenenrechte nach Kapitel III DSGVO in Betracht. Es ist zu erwarten, dass die gerichtliche Durchsetzung datenschutzrechtlicher Ansprüche in der Zukunft eine wesentliche Rolle spielen wird.
Abstract
(Englisch)
The GDPR has significantly improved the practical effectiveness of data protection provisions and increased their enforceability. In addition to administrative redress, Art 79 and Art 82 GDPR also provide for judicial enforceability of claims. This raises the question whether the Austrian prohibition of dual jurisdiction is violated and whether dual-track legal protection can be provided. If this is affirmed, the question arises if civil law claims under the GDPR can be enforced in court. This paper analyzes this question on the basis of case law and the relevant commentary literature in order to be able to offer a suitable instrument for answering the questions in practice. The result of this paper is that a double track of legal protection is contrary to Austrian law, but Austrian law may not be applied due to the primacy of Union law. Civil declaratory and injunctive relief is permissible, although it is not expressly provided for in the GDPR. Judicial enforcement is also possible for the data subject rights under Chapter III of the GDPR. It is to be expected that judicial enforcement of data protection law claims will play a significant role in the future.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
DSGVO Art 82 Art 79 Schadenersatz
Autor*innen
Clemens Handl
Haupttitel (Deutsch)
Zivilrechtliche Ansprüche auf Grundlage der DSGVO
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
VI, 61 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sonja Dürager
Klassifikation
86 Recht > 86.55 Datenschutzrecht
AC Nummer
AC16524785
Utheses ID
61677
Studienkennzahl
UA | 992 | 942 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1