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Die Sozialdemokratie im Wandel der Zeit
historische Analyse und Zukunftsperspektiven in Österreich, Deutschland und Schweden
Thomas Galos
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Gernot Stimmer
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29163.08768.489363-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Weg der Sozialdemokratien in den drei Staaten von der Revolution 1848 bis ins 21.Jahrhundert war weit und nicht ohne Brüche und Widersprüche, aber sie zeigte doch eine gewisse Kontinuität. Es gelang ihr, einen ungeheuren Umverteilungsprozess zu schaffen und den Wohlfahrtsstaat in Europa zu implementieren. Die Sozialdemokratie ist ein Ergebnis der Industrialisierung und der Aufklärung. Sie begleitete den wirtschaftlichen Aufschwung in den Jahren nach 1945 und konnte viel zur Modernisierung in den drei Ländern beitragen. Dieser Modernisierungsschub ging aber weitgehend verloren. Grundelemente der Politik dieser drei Parteien sind ein ausgebauter Wohlfahrtsstaat, der Ausgleich von Zyklen und eine gerechte Umverteilung. Die Zukunft der Sozialdemokratie in Deutschland, Schweden und Österreich ist ungewiss, da im Augenblick große Identitätsprobleme und Akzeptanzschwierigkeiten bestehen. Gelingt es der Sozialdemokratie, mittels effizienten Kommunikationskanälen den Menschen verständliche Lösungsansätze zu vermitteln, hat sie auch in Zukunft eine bedeutende Rolle. Erstaunlich ist, dass die gegenwärtige Krise des globalen Kapitalismus mitsamt seiner (neo-)liberalen Ausrichtung der politischen Linken in Europa keinen Aufwind verleiht. Nachwuchsprobleme bei FunktionärInnen, Mitgliedern und Wahlverluste haben die Sozialdemokratie in eine der schwersten Krisen ihrer Geschichte gebracht. Alle drei Parteien, besonders die SPD und die SPÖ, haben sich von einer Mitgliederpartei zu einer Wählerpartei verändert. speziell zur schwedischen Sozialdemokratie: Die schwedische Sozialdemokratie hat sich das stärkste Profil von allen untersuchten Parteien erhalten. Die Zusammenarbeit der bürgerlichen Parteien seit 2005 und fehlende Persönlichkeiten der SAP sind hier die größte Herausforderung. Generell kann man sagen, dass die SAP den Anpassungsprozess des Wohlfahrtsstaates am weitesten umgesetzt hat. speziell zur deutschen Sozialdemokratie: Die deutsche Sozialdemokratie verliert seit Jahren kontinuierlich bei Wahlen und ihre aktuelle Situation ist von den drei untersuchten Parteien die bedrohlichste. Sie erreichte bei der letzten Bundestagswahl nur mehr 23 %. Sie ist in einer schwierigen Situation aufgrund des Erbes der Regierung Schröder und hat in der großen Koalition eine schlechte Performance geliefert. Die SPD hatte es versäumt, sich in der Oppositionszeit wirtschafts- und sozialpolitisch zu erneuern. Die SPD hat zudem das schwächste sozialdemokratische Profil und die größte Bedrohung durch eine linke Konkurrenzpartei. Es ist fraglich welchen Weg sie nach der größten Niederlage bei Bundestagswahlen seit 1949 nun einschlagen wird. speziell zur österreichischen Sozialdemokratie: Die SPÖ ist zurzeit nicht in der Lage, ihren Anspruch als „die“ Arbeitnehmerpartei und Partei der sozial Schwachen zu vermitteln. Gerade bei StammwählerInnen steht die SPÖ im Konkurrenzkampf mit der wiedererstarkten FPÖ. Wenn die SPÖ steht vor großen Strukturproblemen und hat aus Wählersicht Abgrenzungsprobleme zu den politischen Mitbewerbern.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
social-democracy Germany Sweden Austria
Schlagwörter
(Deutsch)
Sozialdemokratie Deutschland Schweden Österreich SAP SPÖ SPD
Autor*innen
Thomas Galos
Haupttitel (Deutsch)
Die Sozialdemokratie im Wandel der Zeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
historische Analyse und Zukunftsperspektiven in Österreich, Deutschland und Schweden
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
196 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gernot Stimmer
Klassifikation
89 Politologie > 89.05 Politische Theorie
AC Nummer
AC07989535
Utheses ID
6239
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
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