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"Applaus"
Publikumskundgebungen vom Affekt zur Konvention ; fragmentarische theaterhistorische Untersuchung des Beifalls
Alexander Lechner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Monika Meister
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.6926
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29723.40522.664170-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Applaus, als heute gängigste Form des Beifalls, ist mit der Entstehungsgeschichte des Theaters eng verbunden. Griechen und Römern stand ein breitgefächertes Repertoire an Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung, um Begeisterung wie Ablehnung kundzutun. Dieses Expressionsniveau existierte auch noch bei der Gründung fester Theaterhäuser, doch zogen mit dem lebhaften Publikum auch Unsitten wie Essen, Spielen und Umhergehen in die Theater ein. Erst gegen Ende des 18. Jhs. werden gesellschafts-politische und theater-immanente Kräfte mit dem erklärten Ziel, das Publikum zu „disziplinieren“, in Gang gesetzt, die zu einer neuen Hierarchie im Theater führen: Die Bühne erlangte auf Kosten des (äußerlich) aktiven Zuschauers neuen Respekt. Das sich heute fast ausschließlich durch Applaus, Lachen, Bravo- und (selten) Buhrufe artikulierende Publikum darf von diesen Eingriffen als nachhaltig geprägt angesehen werden. Dass sich gerade der Applaus bis dato als häufigste Beifallsform behaupten konnte, liegt in der Aussagekraft der Geste an sich begründet, die wie kaum eine andere über Sprach- und Kulturbarrieren hinweg verstanden und angewandt wird.
Abstract
(Englisch)
Applause, as today’s most common sign for approbation, is closely related to the theatre’s evolution. For centuries applause was associated with a high level of audience’s expression, showing joy and disapproval in many colourful ways, until about 1800, when social-political forces together with theatre minds gave way to a development called disciplinary action (“Disziplinierung”), which made audience poor of weapons for approbation but on the other side it paved the way for theatres being treaten with more respect. This phase of incapacitation took place on many different layers, its clarity is elaborated to such an extent, by putting the audience’s ragbag in front, which was symptomatic from Ancient Greek to Weimarer Klassik. Today’s spectators, articulating themselves almost just by applause, laughter, bravo or (rare) booing, may be seen as sustainable affected by these interventions made. What makes applause becoming the most frequently approval gesture, it’s because of the explanatory power of the gesture itself, being used and recognized above barriers of language or culture.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
clapping applause audience stage spectator
Schlagwörter
(Deutsch)
Applaus Beifall Klatschen Publikumskundgebung Publikumskundgebungen Beteiligung Teilnahme Partizipation Interaktion Vierte Wand Theatergeschichte Disziplinierung
Autor*innen
Alexander Lechner
Haupttitel (Deutsch)
"Applaus"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Publikumskundgebungen vom Affekt zur Konvention ; fragmentarische theaterhistorische Untersuchung des Beifalls
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
189 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Meister
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft ,
24 Theater, Film, Musik > 24.02 Theater: Allgemeines ,
24 Theater, Film, Musik > 24.06 Theatergeschichte ,
24 Theater, Film, Musik > 24.08 Theatersoziologie, Theaterpsychologie ,
71 Soziologie > 71.52 Kulturelle Prozesse
AC Nummer
AC07908147
Utheses ID
6256
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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