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"und so eröffnen sich doch andere Perspektiven, na?"
eine qualitativ-empirische Studie über Perspektiven einer autonomen Lebensgestaltung mit persönlicher Assistenz als Beitrag zum Autonomiediskurs in der Heilpädagogik
Barbara Gruber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Andrea Strachota
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29133.95954.725869-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, welche Möglichkeiten bzw. Perspektiven einer autonomen Lebensgestaltung sich in Erzählungen über das (Alltags )Leben von AssistenznehmerInnen mit Körper- und/oder Sinnesbeeinträchtigungen zeigen. Um diese Fragestellung beantworten zu können, wurden acht NutzerInnen von Persönlicher Assistenz im Rahmen einer qualitativ-empirischen Untersuchung mittels problemzentriertem Interview nach Witzel interviewt und die Interviews mittels dokumentarischer Methode nach Bohnsack ausgewertet. Das Modell der Persönlichen Assistenz grenzt sich von traditionellen Pflegesituationen ab, indem es sich nach den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der AssistenznehmerInnen richtet und durch ein verändertes Machtverhältnis charakterisiert ist, indem die AssistenznehmerInnen ihre AssistentInnen anleiten und den AssistentInnen eine instrumentale und kompensatorische Funktion zukommt. Aufgrund des Entstehungskontextes von Persönlicher Assistenz als Forderung der politischen Independent-Living-Bewegung liegt dem Konzept ein politisch motiviertes Autonomie- und Subjektverständnis zugrunde, das verstärkt auf die Entscheidungsmacht und damit auf die Vernunft der AssistenznehmerInnen verweist. Als theoretische Hintergrundfolie für die qualitativ-empirische Untersuchung wurde in mehreren, sich immer weiter ausdifferenzierenden Schritten ein Autonomie- und Subjektverständnis mit einem phänomenologischen Schwerpunkt entfaltet. Damit soll ermöglicht werden, beide Seiten unserer Existenz – die Verwobenheit von Autonomie und Heteronomie – zu berücksichtigen und neben der Vernunft auch die Leiblichkeit des Subjekts mit zu bedenken. Dieser Fokus sollte nicht einen Blickwechsel, sondern eine Blickerweiterung ermöglichen, indem Autonomie nicht mehr (nur) individualistisch und von der Vernunft her gefasst, sondern auch seine soziale Komponente, das Angewiesensein auf andere und die Intersubjektivität mit berücksichtigt wird. Ziel der qualitativ-empirischen Untersuchung war es, dieses Autonomie- und Subjektverständnis im Kontext von Persönlicher Assistenz empirisch zu untersuchen und von diesem Blickwinkel aus zu fragen, welche Perspektiven von Autonomie und welche autonomen Zwischenmöglichkeiten sich (noch) auftun können.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Behinderung Persönliche Assistenz Autonomie
Autor*innen
Barbara Gruber
Haupttitel (Deutsch)
"und so eröffnen sich doch andere Perspektiven, na?"
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitativ-empirische Studie über Perspektiven einer autonomen Lebensgestaltung mit persönlicher Assistenz als Beitrag zum Autonomiediskurs in der Heilpädagogik
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
269 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andrea Strachota
Klassifikation
80 Pädagogik > 80.25 Sonderpädagogik: Allgemeines
AC Nummer
AC07965920
Utheses ID
7289
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
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