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Education and fertility dynamics in low-and middle-income countries
a comparative study
Afua Durowaa-Boateng
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Sozialwissenschaften: DissG: Demografie
Betreuer*innen
Endale Birhanu Kebede ,
Eva Beaujouan
DOI
10.25365/thesis.80711
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19826.15888.190336-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Viele Studien berichten über einen umgekehrten Zusammenhang zwischen Bildung und der weiblichen Fertilität, insbesondere hinsichtlich der Gesamtfruchtbarkeitsrate und des Zeitpunkts der Geburt. Obwohl dieser Zusammenhang in den letzten Jahren in einigen Regionen schwächer geworden ist, bleibt er für das Verständnis sowohl vergangener als auch zukünftiger Fertilitätsmuster in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen besonders relevant. Anhaltende Datenbeschränkungen erschweren es jedoch, die historische Entwicklung des Zusammenhangs zwischen Bildung und Fertilität in diesen Kontexten zu dokumentieren. Insbesondere in Subsahara-Afrika gibt es nach wie vor nur wenige Forschungsarbeiten zum Thema Bildung und Rückgang der Fertilität, die sich zudem hauptsächlich auf Frauen konzentrieren. Die verfügbaren Erkenntnisse zeigen in der Regel, dass der negative Zusammenhang ab der Sekundarstufe am deutlichsten wird. Diese Dissertation vermittelt ein differenziertes Verständnis mehrerer wichtiger Forschungsbereiche. Erstens werden die bildungsspezifischen Fertilitätsraten in ausgewählten Ländern Afrikas und Lateinamerikas dargestellt. Zweitens wird die Rolle der Lese- und Schreibkompetenz für die Fertilitätsergebnisse von Frauen in Subsahara-Afrika untersucht. Drittens wird die Fertilität in Bezug auf Bildung unter Einbeziehung der männlichen Fertilität und der Partnerschaftsdynamiken untersucht, wodurch geschlechtsspezifische Asymmetrien in der Fertilitätsforschung innerhalb der Region thematisiert werden. Diese Dissertation, die im Format einer Thesis-by-Publication verfasst wurde, vereint vier Studien, in denen verschiedene Modellierungstechniken auf Fertilitätsdaten angewendet werden. Die Ergebnisse aller Arbeiten zeigen, dass Bildung durchweg mit einer geringeren Fertilität bei Frauen verbunden ist, obwohl die Stärke und der Zeitpunkt dieses Zusammenhangs je nach Kontext und im Zeitverlauf variieren. Rekonstruierte bildungs- und altersspezifische Fertilitätsraten deuten auf anhaltende Bildungsunterschiede in Subsahara-Afrika hin, während sich diese Unterschiede in anderen Regionen verringert haben. Darüber hinaus unterscheiden sich die Fertilitätsergebnisse je nach Lese- und Schreibfähigkeiten innerhalb der Bildungsstufen, wobei der Zusammenhang für die abgeschlossene Fertilität stärker ist als für den Zeitpunkt der ersten Geburten. Auch die veränderten Partnerschaftsdynamiken hängen mit der Bildung zusammen, da die Altersunterschiede zwischen Ehepartnern durch unterschiedliche Mechanismen in den einzelnen Ländern zurückgegangen sind. Schließlich scheint die männliche Fertilität enger mit dem Beziehungsstatus und der Geburtskohorte zusammenzuhängen als mit der Bildung allein. Insgesamt legen die Studien in dieser Arbeit nahe, dass der Zusammenhang zwischen Bildung und Fertilitätsergebnissen über mehrere Wege wirkt, darunter das Fertilitätsverhalten von Frauen, Alphabetisierung, Partnerschaftsdynamik und die männliche Fertilität. Diese Erkenntnisse sind wertvoll für Forscher und politische Entscheidungsträger, die sich für die Verbesserung der Bildung und die Entwicklung wirksamer politischer Maßnahmen einsetzen.
Abstract
(Englisch)
Many studies report an inverse relationship between education and female fertility outcomes, particularly total fertility rates and the timing of childbearing. Although this association has weakened in recent years across some settings, it remains especially relevant for understanding both past and future fertility patterns in low- and middle-income countries. Persistent data limitations make it difficult to document the historical evolution of the relationship between education and fertility rates in these contexts. More specifically, in sub-Saharan Africa, research on education and fertility decline remains scarce and has focused mainly on women. Available evidence typically shows that the negative association becomes most apparent from the secondary education level onwards. This dissertation provides a nuanced understanding of several key areas of research. First, it presents education-specific fertility rates across selected countries in Africa and Latin America. Second, it examines the role of literacy skills in fertility outcomes among women in sub-Saharan Africa. Third, it investigates fertility in relation to education while incorporating male fertility and spousal dynamics, thereby addressing gender asymmetries in fertility research within the region. Adopting a thesis-by-publication format, this dissertation combines four studies that apply a range of modelling techniques to fertility data. The findings across the papers show that education is consistently associated with lower fertility among women, although the strength and timing of this association vary across contexts and over time. Reconstructed education- and age-specific fertility rates suggest persistent educational differentials in sub-Saharan Africa, while in other regions these gaps have narrowed. Moreover, fertility outcomes differ by literacy skills within educational levels, with stronger associations for completed fertility than for the timing of first births. Changing partnership dynamics are also associated with education, as spousal age gaps have declined through varied mechanisms across countries. Finally, male fertility appears more closely associated with relationship status and birth cohort than with education alone. Taken together, the studies in this thesis suggest that the association between education and fertility outcomes operates through multiple pathways, including women's fertility behaviour, literacy, partnership dynamics, and men's fertility level.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Demografie Fertilität Bildung Fertilitätsübergang Fortpflanzungsverhalten
Schlagwörter
(Englisch)
Demography Fertility Education Fertility transition Reproductive behaviour
Autor*innen
Afua Durowaa-Boateng
Haupttitel (Englisch)
Education and fertility dynamics in low-and middle-income countries
Hauptuntertitel (Englisch)
a comparative study
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
vi, 166 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Jason Hilton ,
Ayaga Bawah
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17819843
Utheses ID
78599
Studienkennzahl
UA | 796 | 310 | 120 |
