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Die russischsprachige Kulturgemeinde in L'viv (Lemberg)
selbstgewählte Isolation oder Ausgrenzung?
Karoline Weikinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michael Moser
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29601.08867.483259-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Mit dem Zusammenbruch des sowjetischen Vielvölkerreichs entstanden neue selbstständige Staaten mit veränderten Mehrheits- und Minderheitsverhältnissen. Die zahlenmäßig größte russische Minderheit lebt in der Ukraine. Während im Osten und Süden des Landes ethnische Russen und Russischsprachige oft die klare Mehrheit der Bevölkerung darstellen, ist der Anteil der russischsprachigen Bewohner im Westen deutlich geringer. Die vorliegende Diplomarbeit hat eine soziolinguistische Analyse der russischsprachigen Kulturgemeinde in der Stadt Lemberg zum Ziel. Die Forschungsarbeit ist nicht nur für den Bereich der slawischen Philologie von Interesse, sondern erschließt zusätzlich einen neuen, bisweilen weitgehend unerforschten Bereich der Russland- und Ukraineforschung. Die Stadt Lemberg gilt als eine Bastion der ukrainischen Kultur und Sprache, in der der prozentuelle Anteil der russischsprachigen Bevölkerung besonders klein ist. Im Vordergrund der Forschung steht die Frage nach den tatsächlichen rechtlichen und soziolinguistischen Rahmenbedingungen der russischen Diaspora und der russischen Sprache auf nationaler Ebene sowie in der ukrainisch dominierten Stadt Lemberg. Die Arbeit zielt darauf ab, durch Abwägung hinderlicher und förderlicher Umstände bezüglich der Reproduktion russischer Identität ein Bild über die tatsächlichen interethnischen Beziehungen zu erhalten. Einiges deutete darauf hin, dass prorussische Kräfte in der ukrainischen Gesellschaft einen Ausgrenzungsdiskurs anheizen würden. Eine kollektive Überwindung russisch imperialer Großmachtphantasien und die Akzeptanz der Minderheitensituation mit allen rechtlichen Ansprüchen zur freien Verwendung und Reproduktion der Kultur und Sprache wird auf dem Weg zu einer friedlichen Koexistenz mit der ukrainischen Mehrheit in Lemberg, aber auch auf nationaler Ebene, einen wichtigen Schritt darstellen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ukraine L'viv Gesellschaft Minderheit Soziolinguistik
Autor*innen
Karoline Weikinger
Haupttitel (Deutsch)
Die russischsprachige Kulturgemeinde in L'viv (Lemberg)
Hauptuntertitel (Deutsch)
selbstgewählte Isolation oder Ausgrenzung?
Paralleltitel (Englisch)
The russianspeaking community of L'viv (Lemberg) ; selfimposed isolation or marginalisation?
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
185 S. : Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Moser
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.20 Soziolinguistik: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung, Sprachpolitik ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.52 Russische Sprache ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.54 Ostslawische Sprachen und Literaturen: Sonstiges
AC Nummer
AC08038364
Utheses ID
7864
Studienkennzahl
UA | 243 | 361 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1