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Gender Mainstreaming in der Europäischen Union
wirtschaftlicher Mehrwert oder soziale Gerechtigkeit?
Marina Tomic
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Elisabeth Holzleithner
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30161.12133.131170-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der querschnittsorientierte Gleichstellungsansatz Gender Mainstreaming entstand im Kontext der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Mit dem Inkrafttreten des Vertrages von Amsterdam im Jahr 1999 avancierte er zum zentralen Gleichstellungsansatz der Europäischen Union. Durch seine Integration in die Europäische Beschäftigungsstrategie bewegt sich Gender Mainstreaming dabei an der Schnittstelle Soziales und Wirtschaft. Chancengleichheit am Arbeitsmarkt würde nicht nur zu mehr sozialer Gerechtigkeit, sondern auch zu mehr Wirtschaftswachstum beitragen, so die Hoffnung der Europäischen Kommission. Bisher konnten trotz umfassender supranationaler Regelungen die Geschlechterungleichheiten nicht grundlegend abgebaut werden. Die Darlegung der Diskrepanzen am Beispiel der asymmetrischen Verteilung der Erwerbs- und Versorgungstätigkeit zwischen Frauen und Männern ist der Ausgangspunkt dieser Arbeit. Angesichts gegenwärtiger Entwicklungen im Geschlechterverhältnis erhob sich die Frage, ob die Einbindung von Genderaspekten in arbeitsmarktpolitische Programme der richtige Weg zur Herstellung umfassender Geschlechtergerechtigkeit sein kann. Diese Frage wird im feministischen Diskurs äußerst kontrovers diskutiert. Diese Arbeit möchte die Debatte um die Ökonomisierung von Gender Mainstreaming und die zunehmende Verbindung mit dem Human Ressource und Diversity Management aufgreifen. Ziel ist es deutlich zu machen, welche Risken und Chancen mit der „Funktionalisierung der Geschlechterfragen“ für die Wirtschaft verbunden sind. Es geht darum, offen zu legen, wie sich mit einem beschäftigungsstrategischen Gender Mainstreaming Geschlechtergerechtigkeit nachhaltig herstellen lässt und welche Herausforderungen sich dadurch für die künftige europäische Gleichstellungspolitik ergeben.
Abstract
(Englisch)
The cross-sectional approach to gender mainstreaming was established in the context of international development cooperation. Through the entry into force of the Treaty of Amsterdam in 1999, it became the central equality policy of the European Union. By its integration into the European employment strategy, gender mainstreaming lies at the interface between social and economic policies. The European Commission hopes that equal opportunities in the labour market will not only contribute to greater social justice, but also to more economic growth. Despite extensive supranational regulations, gender inequalities have not yet been substantially reduced. This work takes these discrepancies, as demonstrated in the example of the asymmetric distribution of gainful employment and care work between women and men, as its starting point. In light of current developments in gender relations, the question emerges whether the integration of gender issues in labour market programs could be an effective way to achieve comprehensive gender equality, a topic that continues to be most controversially discussed in feminist debates. This work would like to take up the debate about the economization of gender mainstreaming and its growing connection with Human Resource and Diversity Management. The objective is to make clear what risks and opportunities are related to the "functionalization of gender issues" in the economy. It aims to demonstrate whether an employment strategic Gender Mainstreaming can lead to sustainable gender justice, as well as to show the challenges this presents for the future European gender equality policy.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Gender Mainstreaming European Union European employment strategy Diversity Management Justice Economy Social Policies Gender Equality Policy
Schlagwörter
(Deutsch)
Gender Mainstreaming Europäische Union Europäische Beschäftigungsstrategie Diversity Management Chancengleichheit Gerechtigkeit Wirtschaft Sozialpolitik Gleichstellungspolitik
Autor*innen
Marina Tomic
Haupttitel (Deutsch)
Gender Mainstreaming in der Europäischen Union
Hauptuntertitel (Deutsch)
wirtschaftlicher Mehrwert oder soziale Gerechtigkeit?
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
99 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Holzleithner
Klassifikation
89 Politologie > 89.73 Europapolitik, Europäische Union
AC Nummer
AC08225589
Utheses ID
9059
Studienkennzahl
UA | 066 | 808 | |
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