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Metamorphosen des Klanges
zum kompositorischen Werk von Beat Furrer
Daniel Ender
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Manfred Angerer
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29140.36314.126455-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Idee der Metamorphose lässt sich auf mehrere Aspekte der Musik von Beat Furrer (* 1954) anwenden. Ovids Metamorphosen haben den Komponisten schon früh beschäftigt und ihn wiederholt inspiriert. Wesentlicher als die Verwendung von Texten des römischen Dichters, vor allem in Werken für das Musiktheater, ist aber das Prinzip der Metamorphose als klangliche Veränderung, das sich quer durch Furrers Œuvre verfolgen lässt. Radikale Kontraste bilden häufig den Ausgangspunkt seiner Musik; deren Annäherung wird als allmählicher Prozess erfahrbar. Im Bereich zwischen Ton und Geräusch, der ab dem Ende der Achtzigerjahre systematisch erschlossen wird, finden sich weitere Ansatzpunkte für sukzessive Übergänge und Veränderungen. Die meisten der Werke Furrers etablieren mehrere Aspekte zugleich. Während harmonische und rhythmische Entwicklungen häufig im Hintergrund verbleiben, dringen sie zuweilen unmittelbar an die Oberfläche. Dieser Vorgang ist eng mit jener Vorstellung vom „Haus der Fama“ aus Ovids Metamorphosen verbunden, die unter anderem im Hörtheater Fama unmittelbaren Niederschlag gefunden hat und Furrers kompositorisches Schaffen schon von Beginn an begleitet. In der Verkettung der Wiederholung und Verwandlung musikalischer Gestalten wird dabei eine Art „auskomponiertes Hörens“ greifbar, durch die sämtliche Elemente ständig neu beleuchtet werden. Die Arbeit verfolgt auch die Frage, wie sich Furrers persönlicher Stil im Laufe der Zeit geändert hat und stellt fest, dass die allmähliche Verwandlung von Klängen dessen wesentlichste Eigenschaft bleibt. Darüber hinaus werden „Metamorphosen“ zwischen abgeschlossenen Kompositionen in den Blick genommen, die sich besonders rund um die großen musikdramatischen Werke verfolgen lassen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Beat Furrer Analyse
Autor*innen
Daniel Ender
Haupttitel (Deutsch)
Metamorphosen des Klanges
Hauptuntertitel (Deutsch)
zum kompositorischen Werk von Beat Furrer
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
V, 354 S. : zahlr. Notenbeisp.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Michele Calella ,
Martin Eybl
Klassifikation
24 Theater, Film, Musik > 24.50 Historische Musikwissenschaft
AC Nummer
AC08146901
Utheses ID
9217
Studienkennzahl
UA | 092 | 316 | |
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