Detailansicht

Street food vendors in Delhi
nomads in the storm of modernity
Stephan Shankar Nath
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Simron Jit Singh
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.10256
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30488.64008.500870-8
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der sichtbarste Unterschied zwischen so genannten entwickelten und unterentwickelten Staaten macht sich vor allem durch die Präsenz oder Nicht-Präsenz von Straßenhändlern deutlich, die verschiedenste Waren und Dienstleistungen anbieten. Die vorliegende Arbeit thematisiert den informellen Nahrungsmittelsektor Indiens, spezifisch Streetfood vendors in Delhi”. Streetfood vendors sind selbständige Arbeitnehmer innerhalb des informellen Wirtschaftssektors, die Essen zu niedrigen Preisen anbieten und dadurch eine essentielle Funktion innerhalb der indischen Gesellschaft erfüllen, indem sie leistbare Nahrung für die armen Bevölkerungsschichten anbieten. Der erste Teil der Arbeit beginnt mit einer Darstellung von Streetfood vendors, sowie dem informellen Sektor allgemein, dies wird dann anhand Streetfood vendors in Delhi spezifiziert und zusammengeführt. Folgende zwei Forschungsfragen werden dabei näher beleuchtet: Wie hat sich Globalisierung auf den informellen Nahrungsmittelsektor ausgewirkt? Und wie kann man den Informellen Nahrungsmittelsektor nachhaltig in die Gesellschaft integrieren ohne die Subsistenzgrundlage der Händler zu zerstören? Anstoß obiger Fragestellungen stellt das 2007 in Delhi verkündete Verbot des Verkaufs von Nahrung auf offener Strasse. Weiters fungiert dieses Verbot innerhalb dieser Arbeit auch als Analysepunkt gegenwärtiger Entwicklungsstrategien und ihrer zugrunde liegenden Annahmen über städtische Armut allgemein, vor allem aber über die Straßenhändler Delhis. Zwei miteinander verwobene Diskurse bestimmen die Debatte um Straßenhändler, damit sind einerseits die neuen Vorstellungen von Hygiene, anderseits das neue anvisierte Image von der Weltstadt Delhi gemeint. Es wird argumentiert, dass beide Diskurse mit Globalisierung und ihren Begleiterscheinungen, wie kultureller Imperialismus und das Aufkommen einer modernen reichen Elite, die alleinig den Entwicklungsdiskurs gestaltet, korrelieren. Die vorliegende Forschung wurde methodisch anhand einer Mikrostudie, inklusive einer Stakeholderanalyse aufbereitet. Dieser Ansatz ermöglichte das Erfassen von kontroversen Meinungen und Vorurteilen hinsichtlich des informellen Nahrungsmittelssektors, vom einfachen Konsumenten bis hin zu kaufkräftigen Oberschicht. Es wird postuliert dass so lange die systematische Ausbeutung von Arbeitskraft in Indien vorherrscht, wird billiges und leicht verfügbares Streetfood eine Notwendigkeit bleiben. Durch die Analyse von Medienkampagnen, Staatspolitiken und den durchgeführten Interviews wird argumentiert, dass in Indien eine strukturelle und kulturelle Gewalt gegen die Armen existiert. Solange diese Gewalt nicht erkannt und adäquat adressiert wird, bleiben alle Entwicklungsbestrebungen fruchtlos.
Abstract
(Englisch)
The following paper deals with the issue of street food vendors in post liberalization India. Street food vendors are own account workers selling food at very low prices, thus fulfilling an essential function of providing food to the urban poor. The central research question addresses the effects of globalization on the unorganized food sector. It studies the cultural politics of development and how it has subsequently undermined the existence of the urban poor. The 2007 ban on cooking and selling street food in Delhi, is the focal point to analyze current development approaches and their tacit assumptions, towards the urban poor in general and in specific the street food vendors. The two leading notions affecting adversely street food vendors in Delhi, are “hygiene” and “the world city debate”. The paper shows that both hygiene and the promotion of world cities is connected or even caused by globalization and its concomitant cultural imperialism. The emergence of new powerful elite that defines the shape of India’s development is also discussed. The fieldwork for the thesis was a micro survey involving various stakeholders. This approach helped discern deviating opinions about street food vendors and the bias they face. Furthermore it posits that as long as there is the systematic exploitation of labour in India, the necessity for street food persists. Through the analysis of media campaigns, policy approaches, and the stated opinions of customers and vendors interviewed, it is posited that there is a structural and cultural violence happening against the poor in India. If this violence is not recognized and addressed in a holistic manner, all development efforts will not only be a futile exercise, but also a callous one.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
informal economy Delhi urban planning street food regional development
Schlagwörter
(Deutsch)
informeller Sektor Straßenhandel Essensstände regional Entwicklung Delhi soziale Stadtplanung
Autor*innen
Stephan Shankar Nath
Haupttitel (Englisch)
Street food vendors in Delhi
Hauptuntertitel (Englisch)
nomads in the storm of modernity
Paralleltitel (Deutsch)
"Street Food" Händler in Delhi
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
173 S. : graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Simron Jit Singh
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.21 Asien
AC Nummer
AC08207889
Utheses ID
9262
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1