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Peerkonflikte in Abhängigkeit von den Bildungserfahrungen der Kinder
Elisabeth Wartak
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Lieselotte Ahnert
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.11266
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30461.18542.409054-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen der „Wiener Kinderkrippenstudie (Wiki)“, die seit 2007 an der Universität Wien läuft und sich mit der Eingewöhnungsphase von Klein-kindern in Kinderkrippen befasst, durchgeführt. Es wurde an insgesamt 90 Kindern, die bei Krippeneintritt zwischen 10 und 33 Monate alt waren (M=22.52; SD=4.91) untersucht, welchen Einfluss die Bindungserfahrungen des Kindes auf sein Konfliktverhalten mit Peers haben. Das Konfliktverhalten wurde aus Videosequenzen aus drei Er-hebungsphasen nach Krippeneintritt gewonnen. Die Bindung zur Mutter wurde zwei bis vier Wochen vor Krippeneintritt anhand des AQS (Waters, 1995) erhoben. Erzieherin-Kind-Bindungen wurden in allen drei Phasen erfasst. Es konnte aufgezeigt werden, dass eine sichere Mutter-Kind-Bindung kein signifikanter Einflussfaktor auf das Konfliktver-halten oder das positive Interaktionsverhalten von Kleinkindern mit ihren Peers in der Kinderkrippe ist. Es ließ sich jedoch ein Trend feststellen, der dahin geht, dass die Häufigkeit von Konflikten der Projektkinder von Phase eins bis drei zunimmt, wenn die Bindung zur Mutter unsicher ist. Bestätigt werden konnte, dass diese Kinder von Phase eins bis drei hinweg einen signifikanten Anstieg an Konflikten mit Körperkontakt (heftige Konflikte) haben. Die Bindung zur Erzieherin zeigte die Tendenz auf, die die allgemeine Bindungsforschung vorhersagt, dass sicher gebundene Kinder mehr positive Kontakte und weniger häufig Konflikte mit Peers zeigen. Die Entwicklung der Bindung zur Er-zieherin, die in der vorliegende Studie genauer untersucht wurde, zeigt jedoch den Trend, dass Kinder, deren Bindung zur Erzieherin über den Krippenaufenthalt hinweg stabil ansteigt, am häufigsten Konflikte mit Peers haben. Betrachtet man Bindungserfahrungen mit beiden Bezugspersonen (Mutter und Erzieherin), so zeigt sich, dass die Sicherheit zur Erzieherin ein bedeutsamerer Prädiktor geringerer Konflikthäufigkeit ist als die sichere Bindung mit der Mutter. Geschlechtsunterschiede im Konfliktverhalten, abhängig von den Bindungserfahrungen, ergaben keine signifikanten Ergebnisse.
Abstract
(Englisch)
The current study is part of the “Wiener Kinderkrippenstudie”, or “Wiki”. The Wiki research project deals with the accomplishment of acclimatisation of infants to childcare and has been carried out since 2007 at University of Vienna. In this study 90 infants, between 10 and 33 months of age, were screened (M=22.52; SD= 4.91). The study investigated the extent to which attachment relationships influence conflict behavior be-tween peers. Conflict behavior was extracted from three video observations, performed after entry into day care. Attachment-Q-Sort procedures (Waters, 1995), with mothers, were used at home two to four weeks prior to entry. Caregiver-child-attachment was assessed in each phase. Evidence was found that secure mother-child-attachment does not influence significantly conflict behavior nor positive interactions between peers. A slight trend can be extracted from the data showing that infants with insecure attachment relationships with their mothers have more conflicts with peers in Phase three than in Phase one and significantly more fierce conflicts (physical contact). Caregiver-attachment-security results are consistent with the theoretical background of attachment security, showing that children with secure attachment to the caregiver have more positive interaction, and less conflicts, with their peers. Attachment to the caregiver has to be developed from the very entry into childcare. The study shows that infants who establish solid secure attachment relationships with their caregivers experience more conflicts. Comparing attachment relationship security as between infant-mother and infant-caregiver relationship conflict behavior shows, that security to child caregiver is more important in influencing infants` conflict behavior than security to mother. Sex-differences in conflict behavior as a function of attachment security cannot be extracted from this study.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
attachment mother caregiver child peerconflicts
Schlagwörter
(Deutsch)
Bindung Mutter Erzieherin Kind Peerkonflikte
Autor*innen
Elisabeth Wartak
Haupttitel (Deutsch)
Peerkonflikte in Abhängigkeit von den Bildungserfahrungen der Kinder
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
58, XXV S. : graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lieselotte Ahnert
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC08310274
Utheses ID
10161
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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