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Die Persönlichkeit des Fleischers
Einschätzungen und Realität
Carmen Kreutzer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Martin Voracek
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.11270
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29198.18312.936761-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Berufspsychologie umfasst viele Studien, welche aufzeigen, dass Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Berufsinteressen, Berufswahl, Erfolg und Karriereverlauf existieren. Unter anderen berichteten Buttsworth und Smith (1995) Persönlichkeitsunterschiede zwischen Musikern und Nichtmusikern, sowie Unterschiede in den Persönlichkeitsmerkmalen von ÄrztInnen, RechtsanwältInnen, klinischen PsychologInnen und KünstlerInnen (vgl. Rubinstein & Strul, 2007). Somit könnten auch die beruflichen Tätigkeiten des Fleischers, vor allem das Schlachten der Tiere und das Verarbeiten deren Körper, möglicherweise mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen zusammenhängen. Anhand von zwei Studien wurde versucht, Einblicke in die Persönlichkeit von männlichen Fleischern zu gewinnen. In der Pilotstudie schätzten PsychologiestudentInnen (N=102) die Fleischer als signifikant männlicher und aggressiver ein im Vergleich zur männlichen Allgemeinbevölkerung. Anhand der zweiten Studie konnten diese Einschätzungen in einem Versuchs-Kontrollgruppen-Design mit 46 Männern (23 Fleischer und 23 Kontrollpersonen, entweder Verwandte oder Freunde derselben Generation und anderer Berufstätigkeit) unter dem Einsatz mehrfacher Methoden mehrheitlich nicht bestätigt werden. Die Fleischer beurteilten sich als signifikant physisch aggressiver im Vergleich zu den Kontrollpersonen. Auch das implizite Aggressionspotential war signifikant höher ausgeprägt. Ebenfalls konnte eine Tendenz in Richtung mehr Männlichkeit der Fleischer, sowohl explizit als auch implizit gemessen, aufgezeigt werden. In Bezug auf den Selbstwert und die Persönlichkeitsfaktoren des TIPI resultierten vergleichbare Ergebnisse zwischen der Versuchs- und Kontrollgruppe. Der Diskussionsteil beschäftigte sich mit den möglichen praktischen Auswirkungen aufgrund der Ergebnisse der Studie 1. Diese stereotypen Sichtweisen könnten noch von früheren Zeiten geprägt sein, da es keine Gesetze für das schmerzfreie Schlachten der Tiere gab. In weiterer Folge könnten diese Sichtweisen das Berufsbild verzerren oder den Einstieg in den Beruf erschweren. Der Status des Fleischers wurde auch im Zusammenhang mit dem Judentum und Islam diskutiert. Alles in allem resultierte kein eindeutiges Persönlichkeitsprofil.
Abstract
(Englisch)
The vocational psychology contains a lot of studies which examined the correlations between personality traits and career interests, career choices, achievements and developments. Some research along these lines has investigated personality differences between performing musicians and nonmusicians (Buttsworth & Smith, 1995) or among professions, such as doctors, lawyers, psychologists and artists (Rubinstein & Strul, 2007). Therefore the professional tasks of butchers, which are described as the killing of animals and handling their carcasses, could perhaps be facilitated by specific personality constellations. Two studies tried to give an insight into the personality of male butchers. The pilot study evidenced perceptions of butchers from psychology undergraduates (N=102) of significant higher masculinity and aggressiveness as compared with average men. Study 2 based on multi-method personality assessments in a case-control design of 46 men (23 butcher and 23 controls, friends or relatives within the same generation and with other occupation) found little evidence of such beliefs. Butchers showed significant higher physical aggressiveness as well as significant higher implicit aggressiveness compared to controls. Masculinity of butchers, whether measured implicitly or explicitly, was also tendentially higher in butchers than in controls. Self-esteem and the personality traits (measured with the TIPI) were comparable for butchers and controls. Discussion focuses on the results of study 1 which likely have practical implications. These stereotyped views might reflect past realities where there were no laws for painless killing of animals. For instance, such misperceptions could potentially deform the occupational image or hinder career entry into this profession. The status of butchers is discussed in relation to the Judaism and Islam. All in all no typical personality profile was found.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
personality of butchers case-control design multi-method assessment
Schlagwörter
(Deutsch)
Persönlichkeit des Fleischers Versuchs-Kontrollgruppen-Design mehrfache Methoden: explizit, implizit
Autor*innen
Carmen Kreutzer
Haupttitel (Deutsch)
Die Persönlichkeit des Fleischers
Hauptuntertitel (Deutsch)
Einschätzungen und Realität
Paralleltitel (Englisch)
Personality profile of butchers ; beliefs and reality
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
105 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Voracek
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.03 Methoden und Techniken der Psychologie ,
77 Psychologie > 77.52 Differentielle Psychologie ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung, Vorurteil, Beeinflussung
AC Nummer
AC08310430
Utheses ID
10165
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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