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Stereotypen und Vorurteile am Beispiel der Jugendkrawalle in Frankreich 2005
ein Vergleich von deutschsprachigen Boulevardzeitungen der Länder Österreich, Deutschland und der Schweiz
Bianca Schübl
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Horst Pöttker
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29599.73452.305062-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Brennende Autos, randalierende Jugendliche waren im Herbst 2005 bei den Unruhen in den Vorstädten von Paris in allen Medien zu lesen. Solche Nachrichten werden genützt, um Minderheiten zum Objekt journalistischer Begierde zu machen und Negativ-Schlagzeilen über diese zu verbreiten. Oft liest man diese Stereotype und Vorurteile in Boulevardzeitungen, allerdings werden diese Themen auch in qualitativ hochwertigeren Zeitungen oder in anderen Medien aufgegriffen und medienwirksam in Szene gesetzt. Elend, Gewalt, Kriminalität und Perspektivenlosigkeit - dies sind die Themen, über die in den Medien berichtet werden. Meistens sind gerade Immigrantenkinder zweiter und dritter Generation, welche allerdings die französische Staatsbürgerschaft besitzen, Zentrum dieser Medienaufmerksamkeit. Vorurteile und Stereotypen in Medien werden gerne aufgegriffen, um ein kollektives Feindbild zu schaffen. Die plakative Diskriminierung sowie der Verstoss gegen den Pressekodex (die Presseleitlinie: „Diskriminierung“) rücken allerdings in den Hintergrund. Der Fokus dieser Arbeit ist nicht der augenscheinliche Rassismus dieser Boulevardzeitungen, sondern die Auswirkung dieser Artikel auf ein diskriminierendes Verhalten in der Bevölkerung. Zur Analyse von journalistischer Boulevardarbeit sollen die Jugendkrawalle in Frankreich im Oktober/ November 2005 anhand deutschsprachiger Medien untersucht werden. Mittels einer quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse werden die Ergebnisse näher beleuchtet: als Rahmen fuer die Analyse dient das „dynamische Erklärungsmodell“, welches die Regelkreise „Medien“, „Integrationspolitik“, „Ingroups“ und „Outgroups“ analysiert und miteinandern in Verbindung setzt. Obwohl das Beispiel nur deskriptiv zur Verwendung stehen soll, bleibt die Aktualität des Themas brisant. Das Bewusstsein um die Auswirkungen dieser Boulevardartikel soll geschärft und das Aufgreifen von Stereotype sowie Feindbilder soll kritisch betrachtet werden.
Abstract
(Englisch)
Burning cars, rioting youths were in the fall of 2005 in the suburbs of Paris, where standing in all media. Such messages are utilized to make minorities and the object of journalistic desire to spread negative publicity about them. Often you read stereotypes and prejudices in tabloid newspapers, but also in higher quality newspapers and other media. Misery, violence, crime and lack of perspective, these are the topics that will be reported in the media, and so the second and third generation immigrant children who have French citizenship which still receive negative attention . Media report on minorities use stereotypes and prejudice, which are often taken by readers as given. No one is noticeable, however, that this is discriminatory and against the press code (Press the guideline: "discrimination"). This work should not chalk about tabloids, that they are "xenophobic" or "racist". It will examine in how far it has come from tabloids to discrimination on the use of stereotypes and prejudices. This will be investigated by the example of youth riots in France in October/November 2005, but from the perspective of German tabloids, specifically Germany, Austria and Switzerland. The "dynamic explanatory model", which was developed for this work, is to understand the control circuits "media", "integration policy", "in-groups" and "out groups" better and reflect their mutual influence. Using a quantitative and qualitative content analysis examines the results closely. Until now this problem didn´t get a lot of attention. The work is more an "awareness" for creating this theme and to stimulate more critical, to deal with the content of the media reports.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
stereotypes prejudice enemy discrimination Press Code "dynamic" model media tabloids integration policies "Ingroups" "outgroups" Austria Germany Switzerland France riots in autumn 2005 in France
Schlagwörter
(Deutsch)
Stereotypen Vorteil Feindbilder Diskriminierungen Pressekodex "dynamisches Modell" Medien Boulevardzeitungen Integrationspolitik "Ingroups" "Outgroups" Österreich Deutschland Schweiz Frankreich Unruhen im Herbst 2005 in Frankreich
Autor*innen
Bianca Schübl
Haupttitel (Deutsch)
Stereotypen und Vorurteile am Beispiel der Jugendkrawalle in Frankreich 2005
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleich von deutschsprachigen Boulevardzeitungen der Länder Österreich, Deutschland und der Schweiz
Paralleltitel (Englisch)
Stereotypes and prejudices on the example of youth riots in France 2005 - a comparison of German tabloid newspapers of the countries of Austria, Germany and Switzerland
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
159 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Horst Pöttker
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.33 Pressewesen
AC Nummer
AC08281125
Utheses ID
10167
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1