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Klindliche Exekutivfunktionen im Zusammenhang mit erlebter elterlicher Fürsorge und Kontrolle
Verena Laimer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Ulrike Willinger
DOI
10.25365/thesis.1312
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29242.73158.867466-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vom Kind aktuell wahrgenommene elterliche Fürsorge und Kontrolle (mittels deutscher Kinderversion des PBI erhoben) wurde in Beziehung gesetzt zur Ausprägung kindlicher Exekutivfunktionen und damit in Verbindung gebrachter Konstrukte. Als Stichprobe wurden 395 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren ausgewählt, die öffentliche Schulen in Österreich besuchten sowie deren Eltern. Es konnten keine direkten signifikanten Zusammenhänge zwischen elterlicher Fürsorge und Kontrolle mit den kognitiven Aspekten exekutiver Funktionen (Fluency, Inhibition, Planen und Organisieren einer Lösungsstrategie, Shifting, Monitor und Arbeitsgedächtnis) gefunden werden, sehr wohl aber war ein signifikanter indirekter Zusammenhang, über die Ausprägung der Intelligenz, vorhanden. Höhere erlebte Fürsorge und niedrige erlebte Kontrolle gingen dabei mit durchschnittlich höherer Intelligenz einher, ebenso wie bessere Leistungen in Bezug auf die Verfahren zur Erhebung der kognitiven Aspekte exekutiver Funktionen. Diese Art des Zusammenhanges fand sich ebenfalls in Bezug auf Verhaltens- und Emotionskontrolle sowie Metakognition, wobei hohe mütterliche Kontrolle auch direkt mit signifikant schlechteren Bewertungen der drei genannten Variablen einherging. Der angenommene Zusammenhang von kognitiven Aspekten exekutiver Funktionen mit Verhaltens- und Emotionskontrolle sowie Metakognition bestätigte sich nicht. Durch die jeweiligen Zusammenhänge erklärten Varianzanteile sind niedrig, exekutive Funktionen können daher als nicht hinreichend durch elterliche Fürsorge und Kontrolle bzw. Intelligenz erklärt werden.
Für die klinische Praxis scheinen diese Ergebnisse einen multikausalen Erklärungsansatz nahe zu legen, die Einbeziehung elterlichen Verhaltens als Faktor zur Unterbrechung negativer wechselseitiger Beeinflussungen scheint durch die Ergebnisse impliziert.
Abstract
(Englisch)
Actual perceived parental control and care (measured by the german version of the PBI for children) was examined in relation to the level of the child´s executive functions and related constructs. The sample consisted in 395 children, aged 7 to 14 years, attending public austrian schools, as well as their parents.
No direct significant connection could be found between perceived parental care and control and cognitive aspects of executive functions (fluency, inhibition, planning and organizing a strategy for problem solving, shifing, monitor and working memory), however a significant indirect connection via the child´s intelligence was notable. Higher perceived care and control were related to an average higher intelligence, as well as better performance in tests assessing cognitive aspects of executive functions. A connection of this kind was also found regarding emotional and behavioral control, whereby maternal control was also found to be directly connected to lower achievement in these constructs.
The found effects were, however, low and therefore executive functions cannot be seen to be sufficiently explained by differences in parental control and care or intelligence.
For clinical practice these results seem to emphasize a multicausal explanation, which implies the importance of including parental behaviour as a factor to interrupt negative reciprocal influence.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
child parents executive functions care control attachment intelligence
Schlagwörter
(Deutsch)
Kind Eltern Bindung Fürsorge Kontrolle Exekutivfunktionen Intelligenz
Autor*innen
Verena Laimer
Haupttitel (Deutsch)
Klindliche Exekutivfunktionen im Zusammenhang mit erlebter elterlicher Fürsorge und Kontrolle
Paralleltitel (Englisch)
Children´s executive functioning in relation to perceived parental care and control
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
233 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrike Willinger
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC07056700
Utheses ID
1025
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
