Detailansicht
Nonverbal cognitive dysfunction in children with specific language impairment
Barbara Plagg
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Chris Schaner-Wolles
DOI
10.25365/thesis.11541
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29937.96019.523765-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Diagnose spezifische Sprachentwicklungsstörung (auch Entwicklungsdysphasie) beschreibt Kinder mit massiven Störungen der Sprachentwicklung welche jedoch nicht in einem funktionalen Zusammenhang mit anderen Primärbeeinträchtigungen stehen; sensorische oder neurologische Beeinträchtigungen, sowie kognitive Retardierung oder soziopsychische Fehlentwicklungen werden ausgeschlossen. Das Störungsbild der von SSES betroffenen Kinder ist ausgesprochen heterogen, wobei verschiedene Sprachkomponenten unterschiedlich stark betroffen sein können. Insgesamt sind morphologische und syntaktische Aspekte häufig stärker betroffen als andere, infolge entsteht ein unübliches und unausbalanciertes Symptombild.
Das Ziel dieser Arbeit war es nun, die nichtverbalen Fähigkeiten von Kindern mit diagnostizierter SSES zu erfassen und mit denen von normalentwickelten Kindern zu vergleichen um feststellen zu können, ob entgegen der klassische Definition einer SSES die Beeinträchtigungen der betroffenen Kinder auch nichtverbale Bereiche umfassen.
25 normalentwickelte Kinder und 13 Kinder mit SSES (6;2 – 10;0) wurden auf ihre verbalen und nicht-verbalen Fähigkeiten getestet. Die Kinder mit SSES waren von Wiener Logopäden diagnostiziert worden und gegenwärtig alle in logopädischer Behandlung. Alle Kinder sind deutscher Muttersprache und stammen entweder aus Österreich oder aus Südtirol (zweisprachige Kinder wurden von den Untersuchungen ausgeschlossen).
Um die nonverbalen Fähigkeiten der Kinder zu untersuchen, wurden die Teilnehmer mit den Raven’s Coloured Progressive Matrices sowie dem Zahlensymboltest des HAWIK-R getestet. Die verbalen Fähigkeiten wurden vom TROG-D sowie vom Zahlennachsprechentest (ebenso aus HAWIK-R) erfasst.
Der statistische Vergleich zwischen der Kontrollgruppe und den Kinder mit SSES ergab signifikante Unterschiede nicht nur in den verbalen, sondern auch in den nichtverbalen Fähigkeiten der jungen Probanden. Kinder mit SSES schnitten sowohl in den verbalen, als auch in den nichtverbalen Testeinheiten signifikant unter dem Normbereich ab.
Die Ergebnisse dieser Studie deuten auf ein breiteres Symptombild dieser Krankheit hin, welches offensichtlich neben den sprachlichen Defiziten auch Beeinträchtigungen im nichtverbalen Bereich umfasst.
Abstract
(Englisch)
Background: Specific Language Impairment (SLI) is currently defined as a significant impairment of the child’s linguistic abilities on several levels (phonology, morphology, lexical, syntax, narrative) by the presence of nonverbal IQ scores in the normal range; the diagnosis is based on a set of inclusionary and exclusionary criteria including performance at least one standard deviation below age expectations on a generic language assessment but ‘normal’ nonverbal intelligence. According to the classical definition (ICD-10-GM version 2009; F80.- ‘Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache’) a child with SLI performs below age expectations on language measures despite having adequate cognitive and sensory skills for typical development with no obvious identifiable cause such as hearing loss, brain injuries or other neurological disorders.
The aim of this study is to profile a child’s performance across linguistic and nonverbal cognitive domains, to determine if the impairments of children affected by SLI embrace also nonverbal areas.
Methods: 25 typically developing children and 13 children with SLI between 6;2-10;0 years were tested on both their verbal and nonverbal abilities with respectively two standardized tests each. The children with SLI were all currently in therapy and classified as ‘SLI’ by their speech and language pathologists. All participants were from South Tyrol or Vienna and therefore German native speakers with dialectical colouring. To measure the child’s nonverbal performance level the Raven’s Coloured Progressive Matrices (parallel form) and the ‘Zahlensymboltest’ (Digit-Symbol-Coding) of the HAWIK-R were used.
The verbal abilities were assessed with the German version of the standardized TROG-D (original edition by D.V.M. Bishop,1989; German by Annette V. Fox, 2006) and the ‘Digit-Span’ of the HAWIK-R.
Results: The results show a slight tendency towards underage-expected performance of the children diagnosed with ‘SLI’ in the nonverbal tests. So far, this research alludes to a range of nonverbal cognitive mechanisms interacting with language and having its implications in delineating the profile of SLI.
Conclusions: The extent to which the two domains of language and general cognitive abilities are inherently singular or modular remains unresolved and controversial. According to these findings, the definition of SLI as specifically and exclusively linked to language must be revised, since the characteristics of this developmental disorder seem to be wider than first documented.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Specific Language Impairment cognition nonverbal IQ developmental disorder
Schlagwörter
(Deutsch)
Spezifische Sprachentwicklungsstörung (SSES) Kognition nicht-verbaler IQ Entwicklungsdysphasie
Autor*innen
Barbara Plagg
Haupttitel (Englisch)
Nonverbal cognitive dysfunction in children with specific language impairment
Paralleltitel (Deutsch)
Nicht-verbale kognitive Beeinträchtigung in Kindern mit spezifischer Sprachentwicklungsstörung (SSES)
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
49 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Chris Schaner-Wolles
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.30 Psycholinguistik: Allgemeines
AC Nummer
AC08313398
Utheses ID
10417
Studienkennzahl
UA | 066 | 013 | |
