Detailansicht
Experimentelle Überprüfung der ästhetischen Wirksamkeit fotografischer Bildkompositionsregeln
die Drittelteilungsregel und die Leitende Linie Regel
Sarah Stabenow
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Helmut Leder
DOI
10.25365/thesis.11611
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30380.47847.195366-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mit Hilfe experimenteller Verfahren soll die ästhetische Wirkung der Drittelteilungsregel und der Leitende Linie Regel, zwei häufig in der Fotografie verwendete Bildkompositionsregeln, auf ihre ästhetische Wirkung hin überprüft werden, wodurch ein wissenschaftlichen Beitrag zur Fotopsychologie geleistet werden soll. Es wurden Fotografien, deren Bildaufbau nach den Regeln gestaltet wurde mit Fotografien, die entgegen den Regeln strukturiert wurden, miteinander verglichen. Beide Bildgestaltungsregeln wurden mittels Verhaltensexperimenten (VE) und Blickbewegungsregistrierung (BBR) untersucht.
Für die Drittelteilungsregel wurde angenommen, dass die nach der Regel gestalteten Bilder besser gefallen, ästhetisch ansprechender und interessanter sind (VE) und mit einer längeren Fixationsdauer und geringerer Fixationshäufigkeit betrachtet werden (BBR). Die Ergebnisse der Verhaltensexperimente bestätigen die Bevorzugung der asymmetrisch aufgeteilten Drittelteilungsbilder. Die Analyse der Fixationsparameter spricht entgegen der Annahme für eine Präferenz eines symmetrischen Bildaufbaus. Diese unterschiedlichen Ergebnisse werden als Resultate unterschiedlicher Verarbeitungsphasen der visuellen Wahrnehmung bei Fotografien gesehen, die nach dem Modell der ästhetischen Erfahrung von Leder, Belke, Oeberst und Augustin (2004) erklärt werden.
Die Leitende Linie Regel postuliert, dass die Linie das Auge des Betrachters zum Objekt auf der Linie leitet. Somit wurde angenommen, dass die Fotografien mit leitender Linie mehr gefallen als Kontrollstimuli, die keine Linie enthielten, und das das Objekt auf der Linie als interessanter betrachtet wird als das Objekt außerhalb der Linie (VE). Außerdem wurde erwartet, dass das Objekt auf der Linie eine längere Fixationsdauer und höhere Fixationshäufigkeit aufweisen würde, als das Objekt außerhalb der Linie (BBR). Die Bevorzugung der Leitenden Linie Fotografien gegenüber den Kontrollstimuli konnte nicht bestätigt werden. Die ästhetische Präferenz für das Objekt auf der Linie wurde sowohl in den Verhaltensexperimenten wie auch in der Blickbewegungsregistrierung gefunden. Die durch die Studien bestätigte ästhetische Wirkung der Leitenden Linie Regel wird durch evolutions- und neuropsychologische Erklärungen gestützt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
photography composition rules rule of thirds golden mean leading line
Schlagwörter
(Deutsch)
Fotografie Fotopsychologie Bildkompositionsregeln Drittelteilung Goldener Schnitt Leitende Linie
Autor*innen
Sarah Stabenow
Haupttitel (Deutsch)
Experimentelle Überprüfung der ästhetischen Wirksamkeit fotografischer Bildkompositionsregeln
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Drittelteilungsregel und die Leitende Linie Regel
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
X, 147 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Helmut Leder
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.30 Allgemeine Psychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.40 Wahrnehmungspsychologie
AC Nummer
AC08332599
Utheses ID
10479
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
