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Motive des Religionswechsels zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Valerie Krb
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Hans Gerald Hödl
DOI
10.25365/thesis.11672
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29936.01312.389861-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ausgehend von der Fragestellung ob sich Gemeinsamkeiten zwischen den Konversionsmotiven der Latter Day Saints finden lassen, wird zu Beginn ein Überblick über die Grundlagen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gegeben.
Im Hinblick auf die Forschungsfrage wird in der Auswertung der durchgeführten Interviews auf die Gemeinsamkeiten innerhalb der Konversionsberichte geachtet.
Es kann festgestellt werden, dass sich Gemeinsamkeiten auf die Rolle der Ausgangsreligion, den Anlass der Sinnsuche, die Kontaktaufnahme zu den Latter Day Saints, die Konversionsmotive und die Veränderungen nach der Konversion beziehen.
Folgende Faktoren werden demnach als begünstigend für eine Konversion zu den Latter Day Saints eingestuft: negative Erfahrungen in der Ausgansreligion, emotionale Schicksalsschläge als Anstoß einer Sinnsuche, Zugang zu den Latter Day Saints durch MissionarInnen oder Bekannte sowie die Gemeinschaft der Latter Day Saints.
Außerdem lässt sich als Konversionsmotiv ein von den InterviewpartnerInnen geschildertes „gutes Gefühl“ im Zusammenhang mit den Latter Day Saints feststellen. Dieses wird als Bestätigung zu konvertieren interpretiert und lässt die Lehren der Latter Day Saints als die von ihnen gesuchte Wahrheit erscheinen.
Eine Analyse der Literatur zur Konversionsforschung zeigt, dass als Konsens der angeführten Definitionsversuche des Konversionsbegriffs lediglich der „Wandel“ festgestellt werden kann. Komponenten davon sind unter anderem der Wandel der personalen Struktur, des Verhaltens und des Diskursuniversums. Außerdem wird der Diskurs über Konversion als radikale Veränderung bzw. als gradueller Prozess innerhalb der Konversionsforschung aufgezeigt und auf die Problematik von Konversionsberichten hingewiesen.
Ein Vergleich der Auswertungsergebnisse meiner qualitativen Studie und der Theorien von Lofland/ Stark, Ulmer und Rambo zeigt, dass Überschneidungen folgende Dimensionen betreffen: den prozesshaften Verlauf religiöser Konversion, emotionale Schicksalsschläge als Wendepunkt im Leben der Konvertiten, die Sinnsuche als Resultat einer Krisenerfahrung, den Zugang zur neuen religiösen Gruppe durch MissionarInnen bzw. nahe stehende Personen, positive Emotionen im Zusammenhang mit einer als außergewöhnlich erlebten Erfahrung als Konversionsmotiv, das Gemeinschaftsgefüge der religiösen Gruppen als zusätzlicher Ansporn zu konvertieren und die positiven Veränderungen im Leben nach der Konversion.
Dennoch kann keines der Modelle für die Einordnung meiner Auswertungsergebnisse angewendet werden, da die von mir als wesentlich erachtete Rolle der Ausgangsreligion für den Konversionsprozess in den Theorien von Lofland/ Stark, Ulmer und Rambo unerwähnt bleibt.
Letztendlich muss also darauf hingewiesen werden, dass ein geeignetes Theoriemodell für Konversion, ihren Verlauf und ihre Motive erst geschaffen werden muss.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Religion Konversion Latter Day Saints
Autor*innen
Valerie Krb
Haupttitel (Deutsch)
Motive des Religionswechsels zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
205 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hans Gerald Hödl
Klassifikation
11 Theologie > 11.97 Neue religiöse Bewegungen, Sekten
AC Nummer
AC08353111
Utheses ID
10531
Studienkennzahl
UA | 057 | 011 | |
