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Gesundheitliche Versorgung von undokumentierten MigrantInnen am Beispiel der Einrichtung AMBER-MED
Anna Schmölzer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Ursula Karl-Trummer
DOI
10.25365/thesis.11700
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29523.73581.874464-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Thema dieser Diplomarbeit ist die gesundheitliche Versorgung von undokumentierten MigrantInnen (Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus) am Beispiel der Wiener Einrichtung AMBER-MED. Undokumentierte MigrantInnen sind aufgrund migrationsspezifischer Belastungen und schwierigen aktuellen Lebensbedingungen eine gesundheitlich besonders vulnerable Gruppe. Dennoch sind sie von den Leistungen des öffentlichen Gesundheitssystems ausgeschlossen und auf die Versorgung in Parallelsystemen angewiesen. Ein Beispiel hierfür ist die Einrichtung AMBER-MED, die nichtkrankenversicherten Personen die Möglichkeit einer medizinischen Grundversorgung bietet.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der gesundheitlichen Versorgung undokumentierter MigrantInnen anhand der Einrichtung AMBER-MED zu beleuchten und die gesundheitliche Situation sowie die Auswirkungen der Lebenssituation auf den Gesundheitsstatus von Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus zu erforschen.
Zur Beantwortung der Forschungsinteressen kamen eine Literaturrecherche, ExpertInneninterviews mit MitarbeiterInnen von AMBER-MED , eine teilnehmende Beobachtung in der Einrichtung sowie eine quantitative Erfassung der PatientInnen von AMBER-MED zum Einsatz.
Die Ergebnisse zeigten, dass eine Unterscheidung von undokumentierten MigrantInnen und anderen PatientInnen nur bedingt möglich war. Dennoch kann aus den Ergebnissen dieser Arbeit geschlossen werden, dass undokumentierte MigrantInnen Besonderheiten bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsversorgung zeigen. Sie nehmen Möglichkeiten der Gesundheitsversorgung spät und unregelmäßig wahr. Zusätzlich zeigte sich, dass eine umfassende gesundheitliche Versorgung allein durch AMBER-MED nicht gewährleistet ist. Aufgrund finanzieller Einschränkungen können bestimmte Maßnahmen der Gesundheitsversorgung wie Prävention oder Hepatitis C-Behandlung durch diese Einrichtung nicht abgedeckt werden. Eine Öffnung des öffentlichen Gesundheitssystems für undokumentierte MigrantInnen ist deshalb erstrebenswert.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
undokumentierte MigrantInnen Gesundheitsversorgung AMBER-MED Illegalität illegale MigrantInnen
Autor*innen
Anna Schmölzer
Haupttitel (Deutsch)
Gesundheitliche Versorgung von undokumentierten MigrantInnen am Beispiel der Einrichtung AMBER-MED
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
XI, 148 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ursula Karl-Trummer
Klassifikationen
44 Medizin > 44.19 Gesundheitswesen: Sonstiges ,
71 Soziologie > 71.63 Minderheitenproblem
AC Nummer
AC08342869
Utheses ID
10555
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
