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Anforderungen an einen gemeinsamen Urlaubsaufenthalt von Menschen mit und ohne körperlicher Behinderung
Manuela Höchsmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Ferdinand Holub
DOI
10.25365/thesis.11704
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29817.01414.992954-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
HINTERGRUND: Urlaub und Reisen hat in der heutigen Gesellschaft eine große Bedeutung. Dies gilt sowohl für Menschen mit als auch ohne Behinderung. Die Erholung vom Alltag stellt dabei einen zentralen Aspekt dar, wobei dies am besten an einem anderen Ort als zuhause gelingt. In einem fremden Umfeld gibt es jedoch zahlreiche Hürden für Menschen mit körperlicher Behinderung, die es zu bewältigen gilt. Darüber hinaus sind sie aufgrund ihrer Beeinträchtigung auf die Hilfe und Unterstützung von anderen Personen angewiesen. Dies kann bei Unkenntnis ihrer Erwartungen und Wünsche zu Problemen während einer gemeinsamen Urlaubsreise und damit zu negativen Urlaubserlebnissen führen.
ZIEL: Da die Zahl der körperlich beeinträchtigten Personen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird, ist es bedeutend, dass ihre Erwartungen und Wünsche an einen Urlaubsaufenthalt im Allgemeinen und mit Menschen ohne Behinderung im Speziellen beachtet werden. Nur, wenn behinderte und nichtbehinderte Personen wissen, welche Anforderungen der jeweils andere an eine gemeinsame Urlaubsreise stellt, kann sich diese für beide positiv gestalten. Diese Diplomarbeit soll einen ersten Einblick in diese Anforderungen bieten.
METHODE: Die Fragestellung „Welche Erwartungen und Wünsche haben Menschen mit körperlicher Behinderung an einen gemeinsamen Urlaubsaufenthalt mit Menschen ohne Behinderung?“ wurde mithilfe von acht leitfadengestützten Interviews beantwortet. Als Auswertungsmethode diente die zirkuläre Dekonstruktion.
ERKENNTNISSE: Das wichtigste Reisemotiv stellt für die meisten Interviewpartner/innen die Erholung dar. Damit dies gelingt, bedarf es jedoch einer umfangreichen Vorbereitung. Zu beachten sind dabei der Transport, die barrierefreie Unterkunft und Freizeitgestaltung sowie nicht zuletzt die Organisation der Reisebegleitung. Menschen mit körperlicher Behinderung können aufgrund ihrer (Pflege-) Abhängigkeit meist nicht alleine eine Urlaubsreise unternehmen. An die Begleitperson werden jedoch zahlreiche Anforderungen gestellt. Dabei ist für viele wichtig, dass die Reisebegleitung eine ihnen vertraute Person ist, weil diese die Bedürfnisse der Betroffenen bereits kennt und somit auch ein Gefühl der Sicherheit gibt. Eine Herausforderung stellt für die Betroffenen ebenso die Finanzierung der Urlaubsreise dar.
SCHLUSSFOLGERUNG: Für die Interviewpartner/innen hat Urlaub eine große Bedeutung. Dies steht jedoch im Widerspruch zur F.U.R. Reiseanalyse, wonach die Urlaubsreiseintensität der Zielgruppe deutlich unter jener der Gesamtbevölkerung liegt. Ein Grund hierfür ist möglicherweise das Fehlen passender Angebote für Menschen mit Handicap. Die Erhebung der Anforderungen von körperlich behinderten Personen an eine gemeinsame Urlaubsreise mit Nichtbehinderten kann dabei als erste Orientierung dienen. Zu beachten ist jedoch, dass die Befragten keine repräsentative Stichprobe für Menschen mit körperlicher Behinderung darstellen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
körperliche Behinderung Urlaubsreise Reisebegleitung
Autor*innen
Manuela Höchsmann
Haupttitel (Deutsch)
Anforderungen an einen gemeinsamen Urlaubsaufenthalt von Menschen mit und ohne körperlicher Behinderung
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
101 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ferdinand Holub
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC08342842
Utheses ID
10559
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
