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Die Menschenrechtsbewegungen in Argentinien
Cultural Politics der Madres de Plaza de Mayo und ihrer Netzwerke: gegen/hegemoniale Kämpfe um Mutterschaft und citizenship
Martina Clara Podeprel
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Birgit Sauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.11718
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30129.12444.217266-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Menschenrechtsbewegungen der Madres de la Plaza de Mayo in Argentinien sind seit dem von der Militärdiktatur der 1970er Jahre praktizierten Verschwindenlassen von Personen durchgehend aktivistisch tätig. Die Diplomarbeit hat die theoretisch-empirische Untersuchung der cultural politics Aktivismen der Madres de Plaza de Mayo und ihrer Netzwerke zum Ziel. Wegweisende Analysekategorien stellen hierbei Mutterschaft und citizenship dar, da es darum geht, zu erörtern, wie die Madres das Konzept Mutterschaft zur Politisierung ihrer Aktivismen verwenden, und welche Möglichkeiten von cititzenship durch diese gegen/hegemonialen Kämpfe eröffnet werden. Cultural politics macht die Erfassung sozialer Bewegungsdynamiken in Kämpfen um Bedeutungen unter anderem auf dem Feld der Kultur möglich und betont die Verknüpfung von Kultur und Politik. Die Erkenntnis der Zentralität der kuturellen Sphäre ist auch in den Hegemonietheorien vertreten und lässt Kämpfe wie jene der Madres um citizenship in einem anderen Licht erscheinen. Unter citizenship werden neben Menschenrechten auch Partizipationsformen subsummiert, sodass die Einbeziehung von identitätspolitischen Fragen ein besseres Verständnis für Differenzansätze und vergeschlechtlichte Phänomene wie Mutterschaft erlaubt. Methodisch wurden die Forschungsfragen nach Mutterschaft und citizenship in den einzelnen Projekten durch Literatur- und Archivrecherche, Interviews, testimonios und Beobachtungen evaluiert. Die empirische Forschung in Argentinien machte im Sinne der cultural politics Theorie die Einbeziehung der Netzwerke oder Netze der Madres notwendig, da die Arbeit der Menschenrechtsbewegung und die Etablierung gemeinsamer Interessen von der Zusammenarbeit mit anderen Menschenrechtsgruppierungen und AktivistInnen lebt. In weiterer Folge ergab die Teilnahme an diversen Veranstaltungen und Projekten eine Einteilung in drei zentrale und überlappende Bereiche, die auch die Forschungsergebnisse strukturieren: Erinnerungsarbeit, entwicklungspolitische Initiativen und Straßenaktivismus. Die Erkenntnisse der Diplomarbeit sind keinesfalls erschöpfend, vollständig oder eindeutig, da sowohl die Sozialisierung von Mutterschaft durch die Madres als kollektiver Kampf um alle Kinder dieser Welt als auch die Förderung der unterschiedlichen Dimensionen von citizenship verschiedene Inhalte und Effekte transportieren, die in dieser Arbeit untersucht werden.
Abstract
(Englisch)
The human rights group Madres de la Plaza de Mayo (Mothers of the Plaza de Mayo or Mothers of the Disappeared) have been activists in Argentina since the kidnappings under the military dictatorship of the 1970s. This thesis is a theoretical and empirical study of the cultural politics of the Madres de Plaza de Mayo and their networks. The analysis focuses on the key concepts of motherhood and citizenship, with the aim of finding out how the Madres used the idea of motherhood to politicise their activities and studying the possibilities that citizenship presented in their counter/hegemonic fight. Cultural politics provides the tools to record, amongst others, the dynamics of social movements in fights over meaning in the cultural sphere, and stresses the relationship between culture and politics. The realisation that the cultural sphere is central is also a feature of some hegemony theories and casts a different light on fights for citizenship such as that of the Madres. Citizenship, besides human rights, encompasses forms of participation and considering identity politics leads to a better understanding of difference and gendered phenomena like motherhood. This study of motherhood and citizenship is based on literature and archive research, interviews, testimonios and observations. Following the cultural politics approach, it was necessary to involve the Madres' networks in the empirical research in Argentina since the movement survives through cooperation with other human rights groups and activists. After participating in various events, three areas - remembrance work, development initiatives and street activism - emerged as central yet overlapping themes and the findings have been structured accordingly. The conclusions are not exhaustive, complete or unambiguous as the thesis tries to examine both the socialisation of motherhood by the Madres as a collective fight for all children, and the advancement of different dimensions of citizenship, which each convey different themes and effects.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Mothers of the Plaza de Mayo Mothers of the Disappeared cultural politics culture citizenship international development motherhood gender social movements Latin America Argentina human rights participation networks disappeared military dictatorship human rights abuses memory truth justice
Schlagwörter
(Deutsch)
Madres de Plaza de Mayo cultural politics Kultur citizenship Internationale Entwicklung Mutterschaft Gender Geschlecht soziale Bewegungen Lateinamerika Argentinien Menschenrechte Partizipation Netzwerke Verschwundene Militärdiktatur Menschenrechtsverletzungen Erinnerung Wahrheit Gerechtigkeit
Autor*innen
Martina Clara Podeprel
Haupttitel (Deutsch)
Die Menschenrechtsbewegungen in Argentinien
Hauptuntertitel (Deutsch)
Cultural Politics der Madres de Plaza de Mayo und ihrer Netzwerke: gegen/hegemoniale Kämpfe um Mutterschaft und citizenship
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
169 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgit Sauer
Klassifikation
89 Politologie > 89.62 Politische Bewegungen
AC Nummer
AC08364152
Utheses ID
10572
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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