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Gewalt schafft Geschichten
Gewaltdarstellung im modernen Horrorfilm vor dem Hintergrund einer Dramaturgie der Affekte unter besonderer Betrachtung der Zeichnung und Darstellung von Geschlechtern
Cornelius Benedikt Edlefsen
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Andrea Braidt
DOI
10.25365/thesis.11772
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29638.73537.869564-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den im modernen Horrorfilm häufig vorkommenden expliziten Gewaltdarstellungen. Der Exzess wird vor dem Hintergrund einer Dramaturgie der Affekte untersucht, wobei es einerseits um diese Dramaturgie an sich, andererseits auch um das Wechselspiel der beiden Ebenen geht. Wie ist der gewalttätige Exzess in die Handlung des Films eingebettet, wie ist er in das dramaturgische Konstrukt des Films integriert? Die Arbeit folgt dabei einer zu Beginn getroffenen Feststellung, der zufolge es eben nicht vorrangig die explizite Darstellung der Gewalt ist, die eine Wirkung bei den ZuschauerInnen hervorruft, sondern die Art, wie die Gewalt auf die Erzählung des Films einwirkt und wie sie in den bildlichen Körper des Films eingebettet ist. Die Arbeit untersucht wie gewalthaltige Bilder auf ein potentielles Publikum wirken sollen bzw. wirken könnten und wirken und wie diese die Dramaturgie der Affekte beeinflussen. Es wird herausgearbeitet, dass es nicht ausschließlich die exzessive Darstellung von Brutalitäten, sondern ein aus verschiedenen Aspekten zusammengefügtes Ganzes ist, das die ZuschauerInnen fordert. Wie bereits erwähnt wird hierzu das Horrorgenre danach untersucht, welche Mittel es zur Affizierung des Publikums hat und wie es diese einzusetzen vermag. In der Untersuchung der Gewaltdarstellung spielt zudem der Ekel als Affekt eine wichtige Rolle.
Die zweite Hauptlinie dieser Arbeit ist der Analyse von Frauen- bzw. Männerdarstellungen im Horrorgenre gewidmet. Wie sind die verschiedenen Geschlechter gezeichnet und dargestellt, welche klischierten Charakteristika werden aufgegriffen, welche verworfen? Mit Rückgriff auf Theoretikerinnen wie Laura Mulvey und Linda Williams wird vor allem die Rolle der Frau untersucht, ohne aber den Mann und die Darstellung von Männlichkeit(en) auszuklammern.
Anhand dreier Filmblöcke wird das in der ersten Hälfte der Arbeit dargelegte theoretische Wissen exemplarisch angewendet. Die hierzu herangezogenen Filme sind die französischen Produktionen MARTYRS, HAUTE TENSION und À L’INTÉRIEUR, der britische Film EDEN LAKE und die zwei amerikanischen Rape-Revenge-Filme THE LAST HOUSE ON THE LEFT und I SPIT ON YOUR GRAVE.
Den Abschluss der Arbeit bildet eine Art Exkurs in dem anhand verschiedener Thesen auf die Verwertbarkeit medialer Gewalt eingegangen wird, insbesondere auf den Katharsis-Begriff, der in Bezug auf den Horrorfilm oft angeführt wird. Außerdem wird der Frage nachgegangen, woher das stetige Interesse an Darstellungen dieser Art kommt und die Überlegung angeführt, wohin das Genre in Zukunft steuern könnte.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Horror Gewalt Affekt Gender
Autor*innen
Cornelius Benedikt Edlefsen
Haupttitel (Deutsch)
Gewalt schafft Geschichten
Hauptuntertitel (Deutsch)
Gewaltdarstellung im modernen Horrorfilm vor dem Hintergrund einer Dramaturgie der Affekte unter besonderer Betrachtung der Zeichnung und Darstellung von Geschlechtern
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
148 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andrea Braidt
Klassifikationen
24 Theater > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten ,
24 Theater > 24.37 Film: Sonstiges
AC Nummer
AC08348743
Utheses ID
10618
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
