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Die politische Instrumentalisierung von Fußball in faschistischen Regimen
ein transnationaler Vergleich zwischen Deutschland und Österreich
Clemens Faustenhammer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Peter Eigner
DOI
10.25365/thesis.11953
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30473.85991.409764-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit wird die politische Instrumentalisierung des Fußballs in Deutschland und Österreich untersucht. Im Wesentlichen lässt sich der Forschungszeitraum auf die Zwischenkriegszeit und die Phase des Zweiten Weltkrieges eingrenzen.
Ausgehend von der Darstellung des Forschungsstandes umfasst die Geschichte des deutschen Fußballs in der Entwicklung zum Populärsport den ersten Teil dieser Arbeit. Während zur Zeit der Weimarer Republik die anfänglich verschmähte „Fußlümmelei“ zum wohl beliebtesten Sport der deutschen Bevölkerung avancierte, erhofften sich die an die Macht gekommenen Nationalsozialisten durch unterschiedliche Methoden der Instrumentalisierung den Fußball zum dienlichen Propagandawerkzeug anzueignen. Der massenmobilisierende Charakter des Sports schien geradezu prädestiniert, um in effektiver Art und Weise die Stärke der „NS-Volksgemeinschaft“ inner- und außerhalb der Grenzen des „Dritten Reichs“ zu demonstrieren.
Ähnlich wie in Deutschland genoss der Fußballsport auch in Österreich – und insbesondere in Wien – einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Ohne die Triumphe des glorreichen „Wunderteams“ auszuklammern, wird zunächst der Fokus auf die rasante Popularisierung des Fußballs in der Ersten Republik gelegt. Die hereinbrechende politische Wende im Zuge der Etablierung des austrofaschistischen Ständestaats war im Sport im Vergleich zu den radikalen Veränderungen auf anderen Ebenen weniger von Bedeutung. Nach dem „Anschluss“ an Hitler-Deutschland veränderte sich die Fußballlandschaft in der nunmehrigen „Ostmark“ drastisch. Fortan pflegten die Anhänger der Wiener Klubs ein nicht friktionsfreies Verhältnis zu den deutschen „Brüdern“. Einzelne Siege „ostmärkischer“ Vereine gegen die „Altreichsdeutschen“ wurden zu Widerstandsakten hochstilisiert.
Auf Klubebene standen vor allem der FC Schalke 04 und die Wiener Austria konträr zueinander. Die „Knappen“ aus dem Ruhrpott entwickelten sich in der NS-Zeit zum erfolgsverwöhnten Serienmeister, während der als „Judenklub“ diffamierte Austria trotz ihrer schillernden Vergangenheit ernsthafte Existenzsorgen plagten. In beiden Reihen standen mit Fritz Szepan bzw. Matthias Sindelar zwei herausragende Persönlichkeiten am Platz, die gleichermaßen als Ariseure vom Nationalsozialismus profitierten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Fußball Deutschland Österreich Austrofaschismus Nationalsozialismus Ständestaat
Autor*innen
Clemens Faustenhammer
Haupttitel (Deutsch)
Die politische Instrumentalisierung von Fußball in faschistischen Regimen
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein transnationaler Vergleich zwischen Deutschland und Österreich
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
IV, 130 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Eigner
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte
AC Nummer
AC08317590
Utheses ID
10782
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
