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Marina Cvetaeva als Literaturkritiker
Marlene Roch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Fedor Poljakov
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.12078
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29920.19303.468169-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Marina Cvetaeva ist eine der wohl bekanntesten russischen Lyrikerinnen ihrer Zeit. Ihre Werke werden den meisten LeserInnen durch die Intimität und den spielerische Umgang mit Worten in Erinnerung sein – dass sie jedoch auch als Literaturkritiker(in) tätig war und ihre literaturkritischen Artikel einen wesentlichen Blick auf ihre Persönlichkeit ermöglichen, wissen die wenigsten. Die vorliegende Arbeit wird zunächst einen kurzen Überblick über den Forschungsstand zu Cvetaeva als Literaturkritiker(in) geben und anschließend auf die Begrifflichkeiten und Kategorien eingehen, die ihr als wichtig erscheinen, um ein guter Kritiker/eine gute Kritikerin zu sein. Zu diesen Kriterien zählt für sie unter vielen anderen die Sehfähigkeit, russ. «зрячесть», die einen guten Kritiker/eine gute Kritikerin auszeichnet. Cvetaeva nimmt weiters eine Einteilung von LiteraturkritikerInnnen vor und schreibt ihnen jeweils unterschiedliche Fähigkeiten zu. In den darauffolgenden Kapiteln der Arbeit werden zwei literaturkritische Werke Cvetaevas beschrieben und analysiert. Einerseits wird versucht, die Beziehung Cvetaevas zu den beiden Autoren der kritisierten Werke zu beschreiben und andererseits auf die Werke selbst näher einzugehen. Der erste literaturkritische Essay, der besprochen wird, ist Cvetaevas «Svetovoj liven’», der sich auf Pasternaks erstes Werk «Sestra moja – žizn’» bezieht. Dieser Essay gleicht jedoch keiner Kritik, da Cvetaeva Pasternak in höchsten Tönen lobt. Sie wendet unterschiedlichste Mittel an, ein Charakterbild zu entwerfen und eigene Worte zu finden und dem Erlebnis des Lesens seines Werkes gerecht zu werden. Das zweite Werke, das in dieser Arbeit untersucht wird, ist ihr Essay «Geroj truda», Erinnerungen an Valerij Brjusov. Dieser Essay unterscheidet sich grundlegend vom zuvor erwähnten, da Cvetaeva hier klar negative Worte der Kritik schreibt. Der zuvor kurz geplante Essay, den Cvetaeva nach Brjusovs Tod als Erinnerungen an ihn verfasst, weitet sich zu einer kritischen Beschreibung von Brjusovs Charakter und seiner Fähigkeiten aus. Sie wendet abermals verschiedene Mittel der Kritik an, um zu einer klaren Darstellung des Menschen Brjusovs zu kommen. Durch den gesamten Text ziehen sich ihre ambivalenten Gefühle dem Autor gegenüber, wobei bis zum Schluss nicht klar wird, ob ihre Geringschätzung für die Art seines Schreibens – er sei eine schöne äußere Hülle ohne Inhalt – oder doch ihre Bewunderung für seinen starken Willen und die Planung seiner Werke überwiegt. Die Arbeit beschäftigt sich somit mit einem Themengebiet, das sowohl für russische Lyrik, Prosa als auch Literaturkritik per se wichtig erscheint und versucht einen Anstoß zu geben, in diese Richtung weiter zu forschen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Cvetaeva Literaturkritik
Autor*innen
Marlene Roch
Haupttitel (Deutsch)
Marina Cvetaeva als Literaturkritiker
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
100 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Fedor Poljakov
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
AC Nummer
AC08412413
Utheses ID
10888
Studienkennzahl
UA | 243 | 361 | |
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