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Gendertypische Unterschiede in Ernährungswissen und Lifestyleparametern
Nina-Maria Scheiblauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Sylvia Kirchengast
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.12107
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30272.46815.310062-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
“…Das Ernährungsverhalten wird zwar nicht nur durch das eigene Ernährungswissen beeinflusst, dennoch ist es aber eine Voraussetzung für die Anwendung einer bedarfsgerechten Ernährung. Ungünstige Ernährungsmuster in der Bevölkerung können zum Teil auch auf mangelndes Wissen zurückgeführt werden…” (ÖEB, 2003) Laut dem österreichischen Ernährungsbericht von 2008 gibt es in allen Altersgruppen der österreichischen Bevölkerung einen erschreckend hohen Anteil an Personen die übergewichtig und teilweise adipös sind. Leider steigt die Zahl der übergewichtigen Menschen , unabhängig von Geschlecht und Alter, immer weiter an. Falsche Ernährung gilt als Risikofaktor für die Entstehung von ernährungbedingten Krankheiten. Gepaart mit einem passiven Lebensstil sowie Nikotin und Alkoholkonsum kann ernährungsbedingtes Übergewicht zu Krankheiten wie Diabetes mellitus, Krebs, Herzerkrankungen oder Adipositas führen (ÖEB, 2008). Ernährungsverhalten steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Gesundheit. Ernährungswissen und Ernährungsbewusstsein kann massgeblich zur Prävention vor ernährungsassoziierten Erkrankungen beitragen. (ÖEB, 2003). Ziel dieser Arbeit ist, Ernährungswissen und Verhalten eines Studienkollektivs auf qualitative und quantitative Weise zu erfragen. Weiters werden sozioökonomische Faktoren, Lebensstilfaktoren wie Zigarettenkonsum oder die physische Aktivität und persönliche Einstellungen hinsichtlich der Ernährung beleuchtet. Dazu wurden folgende Hypothesen verifiziert oder falsifiziert und Fragestellungen beleuchtet: Ernährungswissen korreliert mit der Schulausbildung Ernährungswissen ist abhängig vom Geschlecht Der Body mass index korreliert mit dem Ernährungswissen Der Body mass index korreliert mit der Schulausbildung “…Wie groß ist das Wissen über ernährungsbedingte Krankheiten?...” “…Welche Einstellungen zeigen sich gegnüber Light und Bio-Produkten?...” Mittels quantitativer und qualitativer Befragung eines Studienkollektivs (n=343) wurden somatometrische und sozioökonomische Faktoren sowie Verzehrgewohnheiten und Lebensstilfaktoren erfragt. Zusätzlich wurde anhand eines „Ernährungsquizes“ und eines Test, über „Ernährungsmythen“ das Wissen über ernährungsbezogene Fakten getestet. Neben der quantitativen Befragung mittels Fragebogen wurden zusätzlich qualitative Interviews geführt. Anhand dieser Gespräche konnten insgesamt 21 Personen über ihre persönliche Einstellung zu Gesundheit, Ernährungsstil und ernährungsbedingte Risikofaktoren eingehend befragt werden. Außerdem wurde die Einstellung gegenüber Light und biologischen Produkten erfragt. Die gesammelten Daten wurden mit dem Softwareprogramm “SPSS 18” statistisch ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden kritisch beleuchtet und mit den Ergebnissen der österreichischen Ernährungsberichte aus den Jahren 2003 und 2008 sowie mit dem Wiener Gesundheitsbericht von 2004 verglichen. Die statistische Auswertung der Daten zeigte, dass das der Stellenwert der eigenen Gesundheit und das Wissen über die Risiken falscher Ernährung allgemein sehr hoch sind. Auch das Interesse an ernährungsphysiologischen Lebensmittelangaben ist beachtlich. Frauen zeigen hier jedoch mehr Interesse als Männer. Gleichzeitig schätzen Frauen ihr Körpergewicht eher als „ungesund“ ein. Sport wird vom Großteil des Studienkollektivs ein bis zweimal pro Woche ausgeübt. Zusätzlich wurden Verzehrgewohnheiten von verschiedenen Nahrungsmittelgruppen erfragt. Der allgemeine Obst- und Gemüsekonsum erwies sich als positiv. Die Mehrheit verzehrt frisches Obst und Gemüse täglich bis mehrmals pro Woche. Auch Beilagen wie Nudeln oder Kartoffeln sowie fleischliche Kost wird mehramls pro Woche konsumiert. Fisch wird vom Großteil der befragten Teilnehmer ausreichend verzehrt. Auffällig ist die hohe Verzehrfrequenz von Süßigkeiten und Backwaren innerhalb der Altersgruppe >75 Jahre. Der Konsum von Limonaden und Knabbergebäck ist allgemein gering. Das Ernährungsquiz lieferte im Allgemeinen ein gutes Ergebnis. Die Mehrheit der befragten Personen konnte mit den Schulnoten „Sehr Gut“ und „Gut“ beurteilt werden. Frauen erzielten hier bessere Ergebnisse als die männlichen Teilnehmer. Außerdem wurde das Wissen über weit verbreitete „Ernährungsmythen“ getestet. Die Analyse ergab, dass lediglich ein geringer Prozentsatz der Testpersonen darüber Bescheid weiß. Der Großteil musste mit den Schulnoten „Befriedigend“ und „Genügend“ beurteilt werden. Anhand der statistischen Datenauswertung konnte belegt werden, dass das Ernährungswissen stark mit der Schulausbildung zusammenhängt. Die Hypothesen, dass Ernährungswissen in Zusammenhang mit dem Geschlecht und dem Body mass index steht und dass die Schulausbildung massgeblichen Einfluss auf den Body mass index hat, mussten hingegen falsifiziert werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ernährungswissen Lifesylefaktoren
Autor*innen
Nina-Maria Scheiblauer
Haupttitel (Deutsch)
Gendertypische Unterschiede in Ernährungswissen und Lifestyleparametern
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
135 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sylvia Kirchengast
Klassifikation
42 Biologie > 42.00 Biologie: Allgemeines
AC Nummer
AC08451233
Utheses ID
10912
Studienkennzahl
UA | 442 | | |
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