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Sprechen als Eröffnung realer Gegenwart
Daniel Schmidt
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Günther Pöltner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.1403
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29690.17047.570563-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit widmet sich der Frage nach der Relation von Wort und Sache bzw. Sachverhalt. Handelt es sich hierbei um eine ursprüngliche Beziehung, so dass das im Wort jeweils Gesagte real ins Anwesen gelangt? Oder ist das Wort ein akustisches Zeichen, das durch Definition auf eine Vorstellung des Geistes, also auf einen außersprachlichen Inhalt bezogen wird? Die Annäherung an diese Fragestellung geschieht auf dreierlei Weise. Zunächst wird durch eine Besinnung auf die sprachliche Verfasstheit alles Seienden der Horizont aufgeschlossen, in dem sich ein unbefangenes, d. h. von verkürzenden Implikationen absehendes Nachdenken über Sprache – das zugleich stets mit der Sprache und in der Sprache geschieht – immer schon aufhält. Dann wird versucht, die Seinsweise des Wortes von seiner äußeren, verlautenden Gestalt her zu erschließen. Schließlich wird die Frage nach der Relation von Wort und Sache anhand von Platos Dialog Kratylos, der Universaliendiskussion sowie der christlichen Lehre von Trinität und Inkarnation erörtert. Anhand der u. a. von Augustinus und Thomas von Aquin formulierten Analogie, die das Verhältnis zwischen Gottvater und Gottsohn sowie das Mysterium der Inkarnation von der Relation zwischen menschlichem Denken und Sprechen her zu veranschaulichen sucht, lässt sich, wie Hans-Georg Gadamer aufgezeigt hat, im Umkehrschluss ein Denken von Sprache ableiten, das im Wort eine Aktualisierung der Sache sieht, so dass diese im Wort zum realen Anwesen kommt. Die Behandlung der Fragestellung unter diesen drei Herangehensweisen resultiert jeweils in der Einsicht, dass Sprache nur dann ursprünglich verstanden wird und unverkürzt sich zeigen kann, wenn man das Wort nicht als ein in der Welt Seiendes neben anderen Seienden auffasst, sondern als Vollzug des jeweils Intendierten – so dass das Wort dem Sein des Gesagten zugehörig ist und dieses ins reale Anwesen kommen lässt.
Abstract
(Englisch)
This work deals with the question about relation between word and thing, respectively fact. Is this relation to be seen as an original, natural one, causing that what is said in the word, comes to real presence? Or is the word an acoustic sign related to an intellectual idea, therefore to an extra-linguistic content, due an act of definition? The approximation to this problem is done by three different ways. First, reflecting about the linguistic constitution of all being, the horizon is opened in which a genuine thinking of language without reductive implications, that is always done with language, in form of language and by language, is ever keeping itself open. After this, it is attempted to disclose the word’s way of being by phenomenologic viewing of its external, sounding form. Finally, the question about relation between word and thing is discussed in the context of Plato’s dialogue Kratylos, the problem of universals and the Christian doctrine of trinity and incarnation. Starting from the analogy formulated for example by Augustinus and Thomas Aquinas, which is trying to explain the relation between Godfather and the Son of God, as well as the mystery of incarnation, by the relation of human thinking and speaking, it is possible, as shown by Hans-Georg Gadamer, to deduce – the other way around – a thinking of language, which interprets the word as an actualization of the intended thing, respectively fact. From discussion about the problem by these three ways, each time follows that language is able to show itself unshortened, that language is interpreted in a genuine way only on condition that the word is not understood as a being in the world in addition to other beings, but as an actualization of thing, respectively fact, that is intended at any one time. In this sense, word is part of the intended thing’s or fact’s actuality, which makes it appear in real presence.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
language world word actualization thing fact real presence Kratylos universals trinity incarnation sign Thomas Aquinas Augustinus Gadamer phenomenological
Schlagwörter
(Deutsch)
Sprache Welt Wort Vollzug Sache Sachverhalt Anwesen Kratylos Universalien Trinität Inkarnation Zeichen Thomas von Aquin Augustinus Gadamer Realpräsenz phänomenologisch
Autor*innen
Daniel Schmidt
Haupttitel (Deutsch)
Sprechen als Eröffnung realer Gegenwart
Paralleltitel (Englisch)
Speaking as opening of real presence
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
129 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Günther Pöltner
Klassifikation
08 Philosophie > 08.34 Sprachphilosophie
AC Nummer
AC07077279
Utheses ID
1094
Studienkennzahl
UA | 296 | 295 | |
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