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Sozialer Raum, Kapital und Habitus
eine Analyse des Films "Viridiana" auf der Grundlage der Sozialtheorie Pierre Bourdieus
Lisa Lampl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Jörg Türschmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.12200
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29348.40759.618265-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse Viridianas, die auf der Grundlage der Sozialtheorie Bourdieus basiert. Sie stellt einen im deutschsprachigen Raum erstmaligen Versuch dar, die Gesellschaftstheorie Bourdieus auch auf die Analyse eines Filminhalts anzuwenden. Der Film Viridiana (1961) von Luis Buñuel zeigt einen Mikrokosmos von Gesellschaft und stellt ein passendes Beispiel für eine Anwendung der Theorie Bourdieus dar. Die Aufgabenstellung der Arbeit fragt nach der Veränderung der Kapitalsorten und des Habitus der Charaktere im Film Viridiana, die anhand der Sozialraum-, Feld, -Kapital und Habitustheorie erörtert werden soll. Im ersten Teil werden die Begriffe, die für die Theorien herangezogen werden behandelt, die im zweiten Teil auf den Film Viridiana angewendet werden. Im Anwendungsteil wird in einem ersten Schritt, der Raum im Film und die gemeinsamen Interessensobjekte der Charaktere untersucht, um die Intention des Handelns der Protagonisten besser einordnen zu können. Im weiteren werden unter anderem mittels einer Artefaktanalyse die Kapitalsorten zu drei verschiedenen Zeitpunkten im Film ermittelt und die Ausgangspositionen, bzw. die veränderten Positionen der Personen bestimmt. Zusätzlich zu deren Positionen und Positionsveränderungen wird ihr Habitus bestimmt, der konditioniert durch die Ausgangspositionen zum Zeitpunkt des Einnehmens neuer Positionen zwar aktualisiert wird, aber nicht die positionstypische Ausformung erhält. In der Auswertung wird folgend die Veränderung der Positionen der einzelnen Charaktere beschrieben und im Zusammenhang mit ihrem Habitus analysiert. Anhand von Grafiken wird die Veränderung der Feldstruktur festgehalten, die Aufschluss über Machtverhältnisse gibt. In den abschließenden Bemerkungen wird die deduktive Methode besprochen und aufgezeigt, dass eine Analyse mit Bourdieus Sozialtheorie ein Umdenken erfordert, das neue Aspekte und Interpretationsweisen von Sequenzen und Handlungen ermöglicht. Es wird anhand von drei Beispielen der zusätzliche Nutzen einer Inkorporation der bourdieuschen Theorie für die Filmanalyse thematisiert und darauf hingewiesen, dass mit seinem Theoriekonstrukt ein zusätzliches Werkzeug zur Verfügung steht, um Filme vor dem Hintergrund der in ihnen verarbeiteten gesellschaftlichen Zusammenhänge zu analysieren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Bourdieu Filmanalyse Viridiana Buñuel Feldtheorie
Autor*innen
Lisa Lampl
Haupttitel (Deutsch)
Sozialer Raum, Kapital und Habitus
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse des Films "Viridiana" auf der Grundlage der Sozialtheorie Pierre Bourdieus
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
108 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Türschmann
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges ,
24 Theater > 24.00 Theater, Film, Musik: Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.59 Kultursoziologie: Sonstiges
AC Nummer
AC08376735
Utheses ID
10996
Studienkennzahl
UA | 190 | 353 | 590 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1