Detailansicht
Belastungssituationen von Kindern und Jugendlichen
Beratungsanlässe und Erhebungsinstrumente im Vergleich
Beatrix Haller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Ulrike Sirsch
DOI
10.25365/thesis.12290
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29992.29310.767862-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Zahlreiche Studien zeigen den Zusammenhang von kritischen Lebensereignissen und täglichen Stressoren mit der physischen und psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (Compas, 2001; Felitti, 2002; Skaletz und Seiffge-Krenke, 2009). Die Qualität und die Aktualität der Erhebungsinstrumente sind zur Erfassung von Belas-tungssituationen von entscheidender Bedeutung. Die vorliegende Arbeit bewertet die psychometrische Qualität vorhandener Instrumente und prüft, in welchem Ausmaß ak-tuelle Belastungssituationen von österreichischen Kindern und Jugendlichen berück-sichtigt werden. Es wurde eine systematische Literaturrecherche zur Identifikation von Erhebungsinstrumenten von Belastungssituationen von Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Entscheidend für die Auswahl waren vor allem die Reliabilität, die Vali-dität und die Aktualität. Die ausgewählten Verfahren wurden anschließend für die quali-tative Inhaltsanalyse von aktuellen Falldokumentationen verwendet. Die Stichprobe basiert auf 200 Daten von Telefonkontakten von Kindern und Jugendlichen mit der Not-rufnummer „147-Rat auf Draht“ im Zeitraum von Jänner bis Dezember 2009.
Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeiten zeigen, dass die ausgewählten Erhebungsin-strumente den Anforderungen bezüglich der Testkonstruktion und der psychometri-schen Performance in unterschiedlichem Ausmaß entsprechen. Der Fragebogen zur Er-hebung von Stress und Stressbewältigung im Kindes- und Jugendalter (Lohaus et al., 2006), und der Adolescent Stress Questionnaire-2 (Byrne et al., 2007) erfüllten alle An-forderungen und wurden für die inhaltsanalytische Auswertung (Mayring, 2008) aus-gewählt. Die Häufigkeitsverteilung über alle Problemstellungen zeigt, dass Stress, be-dingt durch das Familienleben das häufigste Problem (23,7%), gefolgt von Stress, be-dingt durch die Sorgen um den Freund/die Freundin (14,5%), und Stress, bedingt durch die wahrgenommene psychische Symptomatik (10%), darstellt. Fasst man allerdings alle Kategorien, die unterschiedliche Gewaltformen erfassen, zusammen, so sind Ge-walterfahrungen das zweithäufigste Problem von Kindern und Jugendlichen (19%).
Die Ergebnisse der Häufigkeitsverteilung aller Problembereiche zeigen signifikante geschlechtsspezifische Unterschiede. Auch die Verteilung der Problembereiche zwi-schen den Altersgruppen und innerhalb der Altersgruppen ist signifikant.
Es stehen wenige Erhebungsinstrumente zur Erfassung von Belastungssituationen von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, die den psychometrischen Qualitätsanforde-rungen genügen, zur Verfügung. Es konnte kein Verfahren identifiziert werden, dass alle Belastungen österreichischer Kinder und Jugendlicher im Alter von 10-18 Jahren erfasst.
Abstract
(Englisch)
Numerous studies show the relationship of critical life events and daily stressors with physical and mental health of children and adolescents (Compas, 2001; Felitti, 2002; Skaletz and Seiffge-Krenke, 2009). The quality and timeliness of the instruments to assess the experience of stress situations is crucial. The present study evaluate the psychometric quality of existing instruments and verify the extent to which current stress situations of Austrian children and adolescents are taken into account. It has conducted a systematic literature search to identify measurements of child and adolescent life stress. Decisive for the choice were the reliability, validity and timeliness. The selected measurements were then used for the qualitative content analysis of actual case documentations. The sample is based on 200 data from telephone contacts of children and young people with the emergency number "147-Rat auf Draht," from the period January to December 2009.
The results of the present work show that the selected measurements meet the requirements regarding the test design and psychometric performance in varying degrees. The questionnaire of stress and coping in childhood and adolescence (Lohaus et al., 2006), and the Adolescent Stress Questionnaire-2 (Byrne et al., 2007) met all requirements and have been selected for the content analysis (Mayring, 2008).The frequency distribution of all the problems shows that stress, associated with family life, represents the most common problem (23.7%), followed by stress due to concerns about the boyfriend/girlfriend (14.5%), and stress associated with perceived mental symptoms (10%). Summing up, however, all categories, which cover various forms of violence, experienced violence is the second most common problem of children and adolescents (19%).
The results of the frequency distribution of all different problems show significant gender differences. The distribution of the problems between the age groups and within age groups is significant, too. There are a few measurements of stress situations of children and adolescents available which meet the psychometric quality requirements. It could not be identified any measurement that covers all stress situation of Austrian children and young people aged from 10-18 years.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
kritische Lebensereignisse daily hassles Erhebungsinstrumente Belastungssituationen von Kindern und Jugendliche
Autor*innen
Beatrix Haller
Haupttitel (Deutsch)
Belastungssituationen von Kindern und Jugendlichen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Beratungsanlässe und Erhebungsinstrumente im Vergleich
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
184 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrike Sirsch
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC08369360
Utheses ID
11077
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
