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Qualitätssicherung und Evaluation in der betrieblichen Gesundheitsförderung unter Berücksichtigung von Klein- und Mittelunternehmen
Katharina Händler
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Betreuer*in
Rosa Diketmüller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.1417
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30353.45257.491362-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Gesundheit steht nicht nur in der modernen Alltagshektik, sondern mittlerweile auch im stressreichen Berufsleben im Mittelpunkt. Fitte und qualifizierte Mitarbeiter/innen arbeiten erfolgreich. Dass sich die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer/innen auf den Unternehmenserfolg positiv auswirkt, haben mittlerweile auch die Organisationen erkannt. Das Modell der betrieblichen Gesundheitsförderung kommt hauptsächlich in Großbetrieben zum Einsatz. Inzwischen aber setzen immer mehr Klein- und Mittelunternehmen auf dieses Konzept, um ihr dadurch motiviertes Personal lange an den Betrieb zu binden und einen Beitrag für deren Gesundheit und Wohlbefinden zu leisten. Da sich Großbetriebe und Kleinunternehmen nicht nur in der Struktur und Organisation voneinander unterscheiden, sondern auch in den personellen und finanziellen Ressourcen, müssen die Strategien der betrieblichen Gesundheitsförderung, die vordergründig in großen Unternehmen und Konzernen erprobt wurden, für Familien- und Mittelunternehmen verändert und angepasst werden. Die Gesundheitsförderung wird in der Politik heftigst diskutiert und ist mittlerweile in gesetzlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften verankert. Zahlreiche Institutionen, wie z.B. das Europäische Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung, haben sich mit dem Thema beschäftigt. Sie haben die besondere Rolle der Kleinst- und Mittelunternehmen erkannt und ihnen deshalb besondere Aufmerksamkeit in der betrieblichen Gesundheitsförderung geschenkt. In den letzten Jahren sind eine Reihe von vorzeigbaren Praxisbeispielen, auch models of good practice genannt, entstanden. In einem ersten Verfahren werden die besondere Lage, Situation und Bedürfnisse der kleinen Betriebe ermittelt, um darauf aufbauend Modelle, Strategien und Programme der betrieblichen Gesundheitsförderung fest im Berufsalltag der ganzen Belegschaft zu integrieren. Die Werkzeuge wie Ist-Analyse, Mitarbeiter/innenbefragungen, Gesundheitszirkel und –bericht sowie eine Erfolgsmessung kommen dabei zur Anwendung. Ein besonderes Merkmal solcher Beispiele guter Praxis ist dabei, dass sie Qualitätskriterien einhalten, an die sich dann die weiteren Betriebe, die das Konzept für ihr Unternehmen übernehmen, richten können. Die Entwicklung solcher Qualitätskriterien war Aufgabe des Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung. Die zahlreichen Institutionen haben auf ihren Internetseiten die verschiedenen Beispiele veröffentlicht und für die Unternehmen, größtenteils kostenlos, zur Verfügung gestellt. Viele dieser Organisationen bieten nicht nur Hilfestellungen bei Gesundheitsförderungsprojekten, sie sind auch Ansprechpartner und unterstützen die Betriebseigentümer/innen mit einer Reihe von Materialien (z.B. Selbsteinschätzungsfragebögen, etc.) und Downloadmöglichkeiten. Die Präventivprogramme und Maßnahmen verlangen ein hohes Maß an Qualität. Um die Effektivität und Effizienz dieser Maßnahmen und Interventionen messen zu können, bedarf es einer genauen Evaluation. Diese kann in unterschiedlicher Weise, in Form einer prozessbegleitenden Wirksamkeitsprüfung oder abschließenden formativen Ergebnisevaluation erfolgen. Ebenso differenziert wird, ob die Evaluation vom Unternehmen selbst erfolgt. Dies bringt den Vorteil einer höheren Identifikation mit dem Projekt und daher eine stärkere Bindung an die Maßnahmen. Als zweite Möglichkeit bietet sich eine neutrale objektive externe Person für die Durchführung der Wirksamkeitsmessung an. Die Evaluation soll unter anderem dazu verhelfen, die zuvor festgelegten Projekt intendierten Ziele zu erreichen. Evaluation kann in der betrieblichen Gesundheitsförderung als Teil der Qualitätssicherung verstanden werden, um Maßnahmen, Programme und Managementsysteme zu bewerten und zu verbessern. Für die Planung, Durchführung und Evaluation sind Expert/innen besonders gefragt. Sportwissenschafter/innen können sich aufgrund ihrer im Studium erworbenen Kompetenzen hervorragend in der Ausarbeitung und Realisierung von gesundheitsfördernden Maßnahmen einbringen. Ebenso ist ihr Wissen im Bereich des Projekt- und Qualitätsmanagements sowie in der Organisationsentwicklung und Evaluation gefragt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
betriebliche Gesundheitsförderung Qualität Qualitätssicherung Organisationsentwicklung Projektmanagement Evaluation models of good practice Klein- und Mittelunternehmen Sportwissenschaft
Autor*innen
Katharina Händler
Haupttitel (Deutsch)
Qualitätssicherung und Evaluation in der betrieblichen Gesundheitsförderung unter Berücksichtigung von Klein- und Mittelunternehmen
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
119, [2], 2 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten ,
85 Betriebswirtschaft > 85.69 Personalwirtschaft, Arbeitsökonomik: Sonstiges
AC Nummer
AC07048814
Utheses ID
1108
Studienkennzahl
UA | 066 | 826 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1