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Thomas Hobbes' Erkenntnistheorie und Menschenbild oder von der fiktiven Realität des Menschen
Manuel Tarini
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Alfred Pfabigan
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.12302
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29136.08272.109363-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der erkenntnistheoretische Teil der Arbeit versucht auf die Gedankenwelt von Hobbes darzulegen, dass für Hobbes seine gesamte Gedankenwelt auf Körpern beruht und auf Bewegung von Körpern, also „matter“ und „motion“. Der Mensch, der versteht was Körper sind und wie sich diese aufeinander beziehen und sich gegenseitig bewegen und voneinander bewegt werden, versteht auch den Aufbau der Welt, da dieselbe aus Körpern und Bewegung besteht. Dem Menschen ist nur einsichtig, was er selber herstellen kann und er kann umgekehrt, nur herstellen, was er selbst versteht. Das gesamte Feld der menschlichen Erkenntnisse teilt sich also in zwei Kategorien auf, nämlich in das Sicher-Wissbare und in das Nur-Mutmaßbare. Der zweite Teil des Menschenbildes dehnt das im ersten Teil Erfahrene auf das Menschenbild bei Hobbes aus und versucht zu zeigen, dass die von Hobbes intendierte Befreiung des Menschen von seiner politischen Entelechie, wie sie im Aristotelismus (später Scholastik) gängig sind, oftmals übersehen oder dessen Errungenschaften wieder zunichte gemacht werden. Die zu kurzschlüssige reteleologisierende Supposition gegenüber dem Menschen verfehlt somit Hobbes' Intention den Menschen als rein potentielles Wesen darzustellen. Das Ergebnis dieser Arbeit ist also, dass genau dasjenige, das diese neue politische Wissenschaft ausmacht, die mit Hobbes auftritt, oftmals seiner ganzen Fertilität beraubt wird, wenn es zu möglichkeitsberaubend interpretiert wird. Der Telos-befreite Mensch ist – als Entwurf einer fiktiven Realität, die langsam aber sicher durch sich immer steigernde Abstraktheit überhand nimmt – die Errungenschaft und das Erbe aus Hobbes' Philosophie, welcher als Erster versuchte die Moralphilosophie anhand geometrischer Methode reglementierbar zu machen.
Abstract
(Englisch)
The first part of the treatise speaks about the epistemology and tries to visualize Hobbes’ way of thinking and his principles that the whole world with everything in it rests upon “matter” and “motion”. Man who understands, how bodies (“matter”) correlate and influence each other and move each other, even understands the setting of the world since the world consists in “matter” and “motion”. Every man can only conceive what it can make or erect by himself and vv, it can only make what he conceives. Therefore, the whole range of human cognition splits up in two categories, i.e. the “undoubtably-knowable” and the “just-probable”. The second part treating Hobbes' concept of human being enlarges the range of the already heard in the first part on precise that new topic and tries to show that Hobbes' intended liberation of every human being's political entelechy, how it's used in aristotelism and scholastics (zoon logon echon), is often not seen or ignored. Hobbes' intention to portray the human being as a pure potential being is mislead by too short sighted and reteleologizing discourses. The human being tries to escape the “just-probable” by defining itself in theory. So, the result of this treatise is the evidence that the novum in Hobbes’ new political science is often deprived of his fertility, if it is interpreted in a too short sighted way.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Thomas Hobbes epistemology history of philosophy concept of man matter and motion elements of Philosophy moral philosophy Willms Bernard fictitious theory Weiß Ulrich
Schlagwörter
(Deutsch)
Thomas Hobbes Erkenntnistheorie Menschenbild Fiktion Theorie Bewegungsbegriff Erziehung des Menschen zum Staat Elemente der Philosophie Moralphilosophie beruht auf Physik
Autor*innen
Manuel Tarini
Haupttitel (Deutsch)
Thomas Hobbes' Erkenntnistheorie und Menschenbild oder von der fiktiven Realität des Menschen
Paralleltitel (Englisch)
Thomas Hobbes' epistemology and concept of man or about the fictitious reality of man
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
101 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alfred Pfabigan
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.36 Philosophische Anthropologie ,
08 Philosophie > 08.43 Geschichtsphilosophie ,
08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges
AC Nummer
AC08468697
Utheses ID
11088
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1