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Erhebung des Sprachverständnisses mit dem Subtest Puppenspiel des Wiener Entwicklungstests
Überarbeitung des Itemmaterials
Christina Schachner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Pia Deimann
DOI
10.25365/thesis.12418
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30473.56056.216459-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Überarbeitung des Itemmaterials des Subtests „Puppenspiel“ des Wiener Entwicklungstests (WET; Kastner-Koller & Deimann, 2002).
Im ersten Teil der Arbeit werden theoretische Aspekte der Sprachentwicklung vorgestellt. Es werden die Meilensteine der Sprachentwicklung beschrieben und weiters wird auf drei Sprechstile eingegangen. Außerdem werden (neuro-) biologische Voraussetzungen und Störungen der Sprachentwicklung präsentiert. Darüber hinaus wird der große Bereich der Entwicklungsdiagnostik angeschnitten und einige Testverfahren zur Erhebung des Sprachverständnisses beschrieben. Ein wesentlicher Punkt ist die Vorstellung des WET. Dabei handelt es sich um ein förderdiagnostisches Inventar zur Feststellung des aktuellen Entwicklungsstandes von Kindern zwischen 3;0 und 5;11 Jahren. Der WET besteht aus verschiedenen Funktionsbereichen. Der Subtest „Puppenspiel“ zählt zum Funktionsbereich Sprache und misst das Verständnis für grammatikalische Strukturformen.
Im zweiten Teil der Arbeit wird die Untersuchung ausführlich beschrieben. Ziel ist es, ein neues Set an Items zu entwickeln. Hierfür wurden zwei Satzsets konstruiert, welche mit Hilfe verschiedener Spielmaterialien an Kindergartenkinder zwischen 4;0 und 5;6 Jahren erprobt wurden. Die neuen Satzsets enthielten insgesamt sieben verschiedene grammatikalische Strukturen: die einfache (Aktiv-), die Passiv-, die Final-, die Kausativ-, die Relativ-, die Temporal- und die gemischte Struktur. Eine genaue Beschreibung dieser Strukturen findet sich im ersten Teil der Arbeit.
Die Ergebnisse der Arbeit legen nahe, dass das Satzset Neue Sätze II die Entwicklung des grammatikalischen Verständnisses über die verschiedenen Altersklassen hinweg, am besten abbilden kann. Wie erwartet wurden Mittelwertsunterschiede zwischen der Gruppe der jüngsten und der ältesten Kinder gefunden. Ältere Kinder erzielten gegenüber jüngeren Kindern höhere Scores. Überraschenderweise wurden, bezogen auf den Gesamtscore, keine Geschlechtseffekte gefunden, obwohl aus der Normierung des WET bekannt ist, dass Mädchen bessere Ergebnisse erzielen als Burschen.
Die Schwierigkeit von Temporalsätzen unterscheidet sich, je nachdem ob bevor oder nachdem zur Konstruktion herangezogen wird. Die Kausativstruktur ist stark altersabhängig, was durch die unterschiedlichen Verarbeitungsstrategien jüngerer und älterer Kinder erklärt werden kann. Mit Hilfe der Faktorenanalyse wurden zwei Gruppen von Strukturen gefunden, welche sich in ihrer Schwierigkeit unterscheiden und gemeinsam 55.44 Prozent der Gesamtvarianz erklären.
Abstract
(Englisch)
The present study is trying to find a set of new items for the subtest “Puppenspiel” of the “Wiener Entwicklungstest” developed by Kastner-Koller and Deimann (WET; 2002).
In the first part of this work theoretical aspects of language acquisition will be presented. The milestones of language acquisition in childhood will be discussed, followed by three different styles of child directed speech. Next the (neuro-) biological aspects of language and some language disorders will be introduced. The last chapter of the first part concerns the diagnostics of development. The WET will be presented in detail, especially its subtest “Puppenspiel”, which is testing the grammatical understanding. The WET is used to assess children’s development between the ages of 3;0 years and 5;11 years. The WET covers six central parts of child development. The subtest “Puppenspiel” belongs to the language function.
In the second part of the work the findings of the study will be presented. The aim of the whole study is to revise the items of the subtest “Puppenspiel” and find a new set of items to test children between the ages of 3;0 years and 5;11 years. Therefore two new sets of items (sentence sets) were constructed. The third set of sentences was the current set of items of the subtest. These items were tested on children at different kindergartens in upper Austria, lower Austria and Vienna between the ages of 4;0 years and 5;6 years. The items contain seven different grammatical structures (active sentences, passives, causatives, relative clauses, clauses of time, final clauses, and sentences with mixed structures).
The findings of the study suggest to use the sentence set II. This set best reflects the development of language. Older children reach higher test scores than younger children. Over all sets of items there are no sex effects. This seems a little surprising, because in other studies experimenters found that girls reach higher scores than boys in language tests. The difficulty of clauses of time differs in the construction of the sentence with before (“bevor”) or after (“nachdem”). The comprehension of causative sentences depends on the age. Younger children use other strategies to understand this kind of sentence than older children.
In a factor analysis two factors which differ in their difficulty were found. The first factor consists of the active sentence, the passive, the causative the relative clause and the final clause, the second factor consists of the clause of time and the mixed structure. Both account for 55.44 percent of the whole variance.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachverständnis grammatikalisches Verständnis Subtest Puppenspiel des Wiener Entwicklungstests
Autor*innen
Christina Schachner
Haupttitel (Deutsch)
Erhebung des Sprachverständnisses mit dem Subtest Puppenspiel des Wiener Entwicklungstests
Hauptuntertitel (Deutsch)
Überarbeitung des Itemmaterials
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
IV, 126 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Pia Deimann
Klassifikation
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie
AC Nummer
AC08440924
Utheses ID
11196
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
