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Tiergestütztes Kompetenztraining (MTI) im stationären Drogenentzug
Romana Klee
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Birgit Stetina
DOI
10.25365/thesis.12439
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29593.60039.240660-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Soziale und emotionale Kompetenzen sind wichtige Schutzfaktoren, die mit problematischem Substanzkonsum und mit der Wahrscheinlichkeit mit Drogen in Kontakt zu kommen, in Zusammenhang stehen (Baumeister et al., 2003; Beck et al., 1997; Wills et al., 1995). Die eigenen Emotionen erkennen zu können und sie zu regulieren, gelten bei Substanzabhängigkeit als häufig genannte Defizite (Kasarabada et al., 1998; Lieb & Reichert, 1982; Stenbacka, 2000). Umso wichtiger ist es, diese Kompetenzen im Rahmen von Kompetenztrainings zu schulen und zu üben. In der vorliegenden Studie wurde die multiprofessionelle tiergestützte Intervention (MTI), als ein hundegestütztes Kompetenztraining zur Förderung sozialer und emotionaler Fähigkeiten, im stationären Drogenentzug auf ihre Wirksamkeit evaluiert. Zum einen wurden vor und nach dem Training unterschiedliche Indikatoren für emotionale und soziale Kompetenz mittels Fragebögen (ROPELOC und SDQ III) erhoben. Außerdem wurde diese Gruppe (MTI STAT) mit den Daten von Stetina und Forschungsteam (2010a, 2010b) verglichen, die die MTI bei drogenabhängigen Straftätern untersucht haben. Des Weiteren wurde eine Gruppe mit einbezogen, die keine MTI erhielten, sondern nur eine Basisbehandlung erhielten. Zusätzlich wurden alle zwölf Einheiten einer systematischen Verhaltensbeobachtung unterzogen. Die statistische Analyse erfolgte mit SPSS 17.00. Wie sich bereits bei inhaftierten Drogenabhängigen (Stetina et al., 2010a, 2010b) gezeigt hat, trägt die MTI auch bei Personen, die das Programm “Therapie statt Strafe” in einer stationären Drogeneinrichtung durchlaufen, zu einer deutlichen Verbesserung und Stärkung des Selbstkonzepts und des Selbstwerts
(d = .81). Die Teilnehmer gaben zum zweiten Erhebungszeitpunkt positivere Einschätzungen zur eigenen emotionalen Stabilität (d = 1.17) an. Es zeigten sich vor allem Bereich der sozialen Kompetenz und im Selbstkonzept, dass die beiden MTI Gruppen (MTI STAT und MTI GEF) sich signifikant von der Gruppe, die keine MTI erhielt (Non MTI) unterscheiden. So besserten sich die MTI Gruppen u.a. in den Bereichen Problemlösefähigkeit (d = .59), Führungsfähigkeit in Teamsituationen (d = .405) und Stressmanagement (d = .73). Demnach konnte die vorliegende Studie, als weitere Evaluation des tiergestützten Trainings MTI, zeigen, dass die MTI eine durchaus vielversprechende Fördermaßnahme bei der Behandlung von Drogenabhängigkeit ist.
Abstract
(Englisch)
Social and emotional competences are important protection factors which are often linked to drug abuse and the probability to get in touch with drugs. Deficits in Emotion recognition and emotion regulation were often shown in studies (Kasarabada et al., 1998; Lieb & Reichert, 1982; Stenbacka, 2000). As a result it is relevant to enhance those competences. The present study evaluates the effectiveness of an AAT setting (MTI), which is a twelve week animal assisted therapy program to enhance social and emotional competences, in an inpatient drug treatment. Results on research parameters, such as self-concept, obtained by the treatment group (MTI STAT), drug addicted offenders (MTI GEF) and a control group (Non MTI, baseline treatment) before and after the training, were compared using the instruments ROPELOC and SDQ III. In addition, a behavioral monitoring of the group MTI STAT during the training was conducted. Statistic analyses showed many improvements of the MTI groups (MTI STAT and MTI GEF), especially in areas of social competences. As already demonstrated among drug addicted offenders (Stetina et al., 2010a, 2010b) the present study showed the effectiveness of MTI among inpatient drug treatment. Improvements were shown regarding self-concept and self-worth (d = .81). Participants enhanced their emotional stability (d = 1.17) and improvements were shown in problem solving (d = .59), leadership ability (d = .405) and stress management (d = .73). To sum up it is possible to state generally that the animal-assisted training (MTI) is a promising funding measure in the treatment of drug addicts.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
inpatient drug treatment AAT social competence emotional competence
Schlagwörter
(Deutsch)
Tiergestützte Intervention stationärer Drogenentzug soziale Kompetenz emotionale Kompetenz
Autor*innen
Romana Klee
Haupttitel (Deutsch)
Tiergestütztes Kompetenztraining (MTI) im stationären Drogenentzug
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
111 S. : graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgit Stetina
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC08482024
Utheses ID
11212
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
