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Failed state = failed support?
Armutsreduktionsstrategien in fragilen Staaten
Katrin Schmidt
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Walter Schicho
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.12491
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30304.36412.308559-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Nach 9/11 richtete sich der Blick der internationalen Gemeinschaft auf fragile und gescheiterte Staaten. Die Notwendigkeit für die Sicherheit in der Welt zu sorgen und die moralische Verpflichtung den Bewohnern dieser Länder zu helfen, sollen das Engagement in diesen Staaten rechtfertigen. Im Rahmen der MDGs wird die Halbierung der Armut an erste Stelle gesetzt. Wie werden diese Richtungen vereinbart? Wie kann man Armut in fragilen Staaten reduzieren? Zur Beantwortung wird umfangreiches Literaturmaterial von wissenschaftlichen Texten, internationalen Studien und offiziellen, politischen Dokumenten ausgewertet. Die Ausarbeitungen erfolgen anhand des Fallbeispiels Côte d'Ivoire. Die Untersuchungen der sechs Kernfunktionen eines Staates identifizieren die Côte d’Ivoire als fragil. Mit Hilfe von Weltbank, UNO und Freedom House Statistiken wird die Multidimensionalität von Armut im Beispielland konkretisiert. Nach einer umfassenden Ursachenanalyse von Armut in der Côte d’Ivoire werden Überlegungen zu Armutsreduktionsstrategien formuliert: Zur Strategie der Dezentralisierung dienen die Ergebnisse einer OECD Studie, nach denen festgestellt wird, dass die Côte d’Ivoire nicht die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung erfüllt. Mikrofinanzen werden durch die erfolgreichen internationalen Studienergebnisse als potentielle Armutsreduktionsstrategie definiert. Da die pro-poor Wirksamkeit jedoch nur durch die Einbettung in nationale Regierungsprogramme den größten Erfolg erzielen, ist dieser Strategie durch die Fragilität des Staates Grenzen gesetzt. Die Landreform ist die aussichtsreichste Maßnahme, weil sie sowohl zur Stabilität, als auch zur Armutsreduktion beiträgt. Sie wird aber als unmittelbare Armutsreduktionsstrategie ausgeschlossen, da es zu bewaffneten Konflikten und Machtverlust kommen kann. Eine Darstellung zu den Profiten von Bildung zeigt, dass es sich nicht um eine Strategie, sondern um ein Menschenrecht handelt, in das es sich lohnt zu investieren. Jede einzelne Strategie ist mindestens von einer anderen abhängig. Den Staat umgehen um Armut zu senken ist keine langfristige Lösung, sondern bekämpft nur Symptome. Die wirksamste Armutsreduktionsstrategie ist daher ein Umdenken und Handeln der Regierung zur Stabilität des Staates und Versorgung der Bevölkerung.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Fragile States Poverty Poverty Reduction Strategies Côte d'Ivoire decentralization microfinance land reform education external actors
Schlagwörter
(Deutsch)
fragile Staaten Armut Armutsreduktionsstrategien Côte d'Ivoire Dezentralisierung Mikrofinanzen Landreform Bildung externe Akteure
Autor*innen
Katrin Schmidt
Haupttitel (Deutsch)
Failed state = failed support?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Armutsreduktionsstrategien in fragilen Staaten
Paralleltitel (Englisch)
Poverty Reduction Strategies in Fragile States
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
114 S. : graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Schicho
Klassifikationen
74 Geographie > 74.23 Afrika ,
89 Politologie > 89.49 Innere Beziehungen des Staates: Sonstiges ,
89 Politologie > 89.74 Internationale Zusammenarbeit: Sonstiges ,
89 Politologie > 89.79 Internationale Konflikte: Sonstiges
AC Nummer
AC08363755
Utheses ID
11261
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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